Altersarmut 1630 Rentner verdienen dazu

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Main-Spessart-Kreis. Wenn die Rente nicht reicht: Immer mehr Rentner im Kreis Main-Spessart sind auf ein Nebeneinkommen angewiesen. Rund 1630 Menschen über 65 Jahre haben derzeit einen Minijob - das sind 43 Prozent mehr als noch vor zwölf Jahren. Das teilt die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) mit und beruft sich dabei auf neueste Zahlen der Arbeitsagentur. Die Gewerkschaft warnt vor einer Zunahme der Altersarmut.

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"Ein Minijob ist für viele ältere Menschen im Kreis Main-Spessart die einzige Möglichkeit, um am Monatsende über die Runden zu kommen. Das darf aber nicht zum Normalfall werden", sagt Michael Groha von der IG BAU Mainfranken. Die Politik müsse dringend gegensteuern und für eine Rente sorgen, die zum Leben reiche. "Wie das gehen kann, zeigen Erfahrungen aus den Betrieben - vom Tariflohn bis zur betrieblichen Altersvorsorge", so Groha. Für den IG BAU-Bezirksvorsitzenden ist es zudem "höchste Zeit, die Kürzungen bei der gesetzlichen Rente rückgängig zu machen." Man könne nicht hinnehmen, dass über 70-Jährige Treppenhäuser putzen oder sich als Gärtner etwas hinzuverdienen müssten, obwohl sie Jahrzehnte gearbeitet hätten, kritisiert der Gewerkschafter.

Dabei gebe es längst bewährte Modelle. "In der Bauwirtschaft finanzieren Arbeitgeber und Beschäftigte seit Jahrzehnten eine betriebliche Zusatzrente. Auch wer durch Krankheit früher mit dem Beruf aufhören muss, ist dadurch abgesichert", erklärt Groha. Der gesetzliche Mindestlohn reiche für eine spätere Rente nicht aus. Die IG BAU habe am Tarif-Tisch höhere Branchenmindestlöhne vereinbart: unter anderem im Baugewerbe, im Dachdecker-, Gerüstbauer-, Maler- und Lackierer-Handwerk. igb