Kindergärten im Külsheimer Stadtgebiet - Die Information zur Situation der Einrichtungen führte zu verschiedenen Ansichten Eine Verbesserung des Angebots steht über der Schließung

Lesedauer: 

Külsheim. Die Info zur Entwicklung der Kindergärten in Gemeindegebiet brachten verschiedene Meinungen mit sich. Jürgen Goldschmitt sagte, er finde es schön, dass bei den Kindergärten nicht über das Thema "schließen" gesprochen werde, sondern darüber, "wo investieren wir wie, um das Betreuungsangebot zu verbessern". Der Gemeinderat mache sich viele Gedanken zu dem Thema, das von der Verwaltung nun toll aufgearbeitet worden sei.

AdUnit urban-intext1

Goldschmitt erläuterte zum Kindergarten Steinbach, im Juli 2017 sei ein Sanierungsbedarf von 250 000 Euro benannt worden, wobei die Stadt 70 Prozent der Kosten übernehmen sollte, die Kirche 30 Prozent.

Jetzt sei man bei 305 000 Euro und bekomme von der Verrechnungsstelle mitgeteilt, die Kirche habe kein Geld, könne maximal zehn Prozent zahlen. Das bedeute für die Stadt eine Steigerung des Beitrags von 175 000 Euro auf 275 000 Euro.

Er hätte sich einen Konsens der Partner gewünscht, sagte Goldschmitt weiter, der auf den Neubau der Verrechnungsstelle mit 2,4 Millionen Euro für 20 Büros verwies. Manfred Keller bezeichnete es als merkwürdig, vor wenigen Jahren noch von vielen Leerplätzen gehört zu haben.

AdUnit urban-intext2

Bürgermeister Thomas Schreglmann benannte das Jahr 2015 als absoluten Tiefpunkt mit anschließenden Änderungen nach oben.

Madelaine Würzberger befand die aufgezeigte Aufstellung als sehr gut, alle Ortsteile und der Ortskern sollten bestmögliche Qualität anbieten. Neue Krippengruppen seien der richtige Schritt für die Zukunft, die familienähnliche Gruppe in Uissigheim ein weiter Spagat. Dort, wo Kindergartengebäude runtergekommen seien, sollten sich Kinder in Zukunft wohlfühlen können.

AdUnit urban-intext3

Stefan Grimm bezeichnete es als schön, dass die Leerplätze verschwunden seien, und die Argumentation der katholischen Verrechnungsstelle als fragwürdig. Er rief die Bevölkerung auf, darüber nachzudenken, wo das Geld für die Kindergärten herkomme. Über die nötigen Ausgaben sagte Grimm "wir machen es gern, aber irgendwas muss dabei auf der Strecke bleiben". Schreglmann meinte, die Elternbeiträge betrügen nur zehn Prozent. Man werde sich intensiv in Külsheim und Steinbach damit beschäftigen, ob der Schritt auf "die grüne Wiese" gemacht werde. Bei den späteren Anfragen betonte ein Bürger, es sei gut, dass Kinder in jedem Ortsteil betreut werden können. Er hinterfragte, warum die Verrechnungsstelle so viel Macht habe.

AdUnit urban-intext4

Der Bürgermeister relativierte, Kinderbetreuung sei eine städtische Pflichtaufgabe, die Kirche übernehme in großzügiger Weise zehn Prozent, mache auch die Organisation. Er sei froh, dass die Kirchen mit im Boot seien.

Auf Fragen eines weiteren Bürgers war zu erfahren, dass sich die Zuschussquote nicht verändert habe, die Kirche bei Neubauten finanziell nicht beteiligt ist, es einen Standardvertrag gebe und dass die Stadt bei Investitionen mindestens 70 Prozent trage. hpw