Elisabeth-Verein - Bei der Mitgliederversammlung Bilanz gezogen / Auszeichnung für 20 Jahre Vorstandsarbeit Bürgerschaftliches Engagement wurde gelobt

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Ausgezeichnet für 20-jährige Tätigkeit in der Führungsspitze des St.-Elisabeth-Vereins wurden (von links) Margret Lawo (Leiterin der Betreuungsgruppe für Senioren), sowie die beiden Vorsitzenden Karlheinz Reinhart und Siglinde Keller.

© Wagner

Külsheim. Der St.-Elisabeth-Verein traf sich im "Blauen Haus" zur alle zwei Jahre stattfindenden Mitgliederversammlung. Etwa 50 Mitglieder hörten viele positive Berichte. Die beiden Co-Vorsitzenden Siglinde Keller und Karlheinz Reinhart sowie Margret Lawo (Leiterin der Be-treuungsgruppe für Senioren) sind bereits 20 Jahre in der Führungsspitze des Vereins.

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Vorsitzende Keller stellte in ihrem Tätigkeitsbericht heraus, der Verein sei ein kirchlicher Verein in der katholischen Pfarrgemeinde St. Martin. In den 120 Jahren seit der Gründung des Vereins habe sich manches verändert, gleich geblieben sei die Aufgabe einer christlichen Gemeinde, der Dienst am Nächsten. Keller zeigte auf, wie der Verein seinen Aufgaben gerecht werde, wobei sich der Gedanke der gegenseitigen Hilfe in den nächsten Jahrzehnten wohl weiter entwickeln werde. Ambulanter Pflegedienst, Tagespflege und Nachbarschaftshilfe, Betreuungsgruppe und Fahrdienst, so wie vom Verein angeboten, könnten sich ergänzen und bis zu einem gewissen Grad ein betreutes Wohnen zuhause ermöglichen. "Das bürgerschaftliche Engagement wird gebraucht", betonte Keller.

Man wolle im Rahmen des Bürgernetzwerkes Külsheim einen konkreten Beitrag leisten, gemeinsam die Zukunft zu gestalten nach dem Motto "Miteinander - Füreinander - Mitmachen". Der Verein, so Keller, unterstütze ältere und hilfebedürftige Menschen, verbessere damit die Lebensqualität der Mitbürgerinnen und Mitbürger.

Es folgten der genaue Kassenbericht durch Stefanie Wolpert. Die Kassenprüfer Gertrud Seitz und Hu-bert Dahl befanden eine korrekte Kassenführung, die Entlastung des Vorstands erfolgte auf Vorschlag von Edeltraut Preissler einvernehmlich. Keller informierte zum Besuchsdienst. 13 Frauen und ein Mann widmeten sich durch Besuche 35 Gemeindemitgliedern zuhause, deren 21 im Pflegeheim Külsheim sowie zehn Gemeindemitgliedern, die in auswärtigen Pflegeheimen lebten. Es gebe zudem Treffen des Besuchsdienstkreises, eine Tischmesse, einen Besinnungsnachmittag und einen Dankeschönabend für alle Mitarbeiter.

Mobilität erhalten

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Karl Heinz Reinhart erläuterte, der angebotene Fahrdienst wolle Menschen eine gewisse Mobilität erhalten. Drei Fahrzeuge seien im Einsatz, im Wechsel von vier Frauen und sechs Männern gefahren. Er würdigte deren Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit und die einfühlsame Art, mit den Gästen umzugehen. Schwerpunkte der Fahrten seien die Betreuungsgruppe, wobei es auch Fahrten nach außerhalb von Külsheim gebe, Fahrten zu den Kindergärten sowie Einzelfahrten für alle möglichen Erledigungen.

Die Zahl der Einkaufsfahrten hätten sich gegenüber 2015 fast verdoppelt, so Reinhart, die Gesamt-Kilometerleistung beliefe sich auf über 70 000 Kilometer.

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Heike Obst sprach zur Nachbarschaftshilfe, welche auf durchaus unterschiedliche Art geleistet werde, und nannte beeindruckende Zahlen. So seien 2016 von 26 Frauen und zwei Männern 3537 Stunden in 52 Haushalten erbracht worden, was eine Steigerung innerhalb eines Jahres von 32 Prozent bedeute. Die Arbeit der Nachbarschaftshilfe orientiere sich an den Wünschen und den Bedürfnissen der hilfesuchenden Menschen, die Würde des Einzelnen stehe dabei im Vordergrund.

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Obst ging auf die Aktivitäten im Info-Büro ein, wo man Ansprechpartner für alle Bewohner aus Küls-heim und den Eingemeindungen sei, auch in Fragen wie Vermittlung von Essen auf Rädern, Fragen zur Pflege oder zur Abrechnung mit der Pflegekasse oder zum Stellen von Anträgen. Im Berichtszeitraum seien 202 Sprechzeiten mit insgesamt 602 Stunden durchgeführt worden.

612 Personen hätten das Info-Büro aufgesucht, so Obst, welches auch die Buchhaltung für die Betreuungsgruppe und die Nachbarschaftshilfe erledige. In den Räumlichkeiten des Blauen Hauses hätten 2015 insgesamt 17 Veranstaltungen mit 514 Besuchern stattgefunden, im Jahr 2016 seien 15 Veranstaltungen von 510 Personen besucht worden.

Margret Lawo ging auf die Betreuungsgruppe für Senioren ein. Ziel der Gruppe sei das Angebot einer individuellen Betreuung in einer freundlichen Atmosphäre, gedacht als Unterstützung und Entlastung für betroffene und pflegende Angehörige, wohnortnah. Es gebe Angebote an drei Tagen der Woche, Gäste könnten von zuhause abgeholt werden. Das Betreuungskonzept sei speziell auf die Bedürfnisse der Senioren zugeschnitten, die Biografie jedes Einzelnen habe dabei große Bedeutung. Die Betreuung werde geleistet von einer Fachkraft und 18 geschulten und verantwortungsbewussten Helferinnen. Durch angemessene Beschäftigung würden oft verloren geglaubte Beschäftigungsmöglichkeiten wieder frei gesetzt.

Keller erwähnte den Gesprächskreis für pflegende Angehörige bestehe ein Gesprächskreis, der etwa alle sechs Wochen im Blauen Haus stattfinde. Er sei Wirken an der Basis und für die Betroffenen, die pflegenden Angehörigen, eine Stütze in ihrem Pflegealltag. Die Vorsitzende warb abschließend um weitere Mitwirkende. Pfarrer Joachim Seraphin sprach an, beim St.-Elisabeth-Verein würden Talente eingesetzt zum Wohle der Menschen in der Pfarrgemeinde.

Guido Imhof trug unter lebhafter Beteiligung der Anwesenden zum Thema "Zusammen sind wir Heimat" vor. hpw