Nahversorgung

„Brunnenladen“ entsteht in der Külsheimer Stadtmitte

Geschäft in der Fußgängerzone soll auch ein Treffpunkt für die Bürger werden. Initiatorinnen setzen auf regionale Produkte

Von 
Hans-Peter Wagner
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Külsheim. Es tut sich was in der Külsheimer Geschäftswelt: Der „Brunnenladen“ soll in den nächsten Monaten in der Fußgängerzone seine Türen öffnen. Zum Angebot des neuen Nahversorgungsladens werden dann auch nachhaltige Produkte aus der Region gehören.

Das Geschäft wird zu finden sein in den Räumlichkeiten des vormaligen „Stadtladens“ von Birgit Erzigkeit. Dieser folgte einst selbst auf „Kolonialwaren Lawo“. Dieses Geschäft wiederum hatte über 300 Jahre Stadtgeschichte von Külsheim mitgeprägt. „Ich geh’ mol schnell zum Lawo!“ war in der Brunnenstadt über Generationen hinweg ein geflügeltes Wort, wenn es Einkäufe zu erledigen galt.

Einkaufsmöglichkeit

Noch steht in großen Buchstaben die Bezeichnung „Stadtladen“ in den Schaufenstern. Doch in den Räumen in der Külsheimer Fußgängerzone soll in nächster Zeit der „Brunnenladen“ eröffnet werden. © Hans-Peter Wagner

Nun wird inmitten der Stadt Külsheim wieder eine Einkaufsmöglichkeit geschaffen. Der Name „Brunnenladen“ erhält den Zusatz „von uns für uns“. Initiatorinnen des Projekts sind Miriam Lüer, Katharina Füger, Franziska Obermair (allesamt Külsheim) und Nora Sachs-Rippler (Wertheim).

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Hans-Peter Wagner
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Vorgesehen ist die Gründung eines gemeinnützigen Vereins mit dem Geschäftszweck der Sicherung der Nahversorgung für alle weniger mobilen Menschen, für die Bewohner der Altstadt von Külsheim sowie die Schülerinnen und Schüler in der Brunnenstadt. Gleichzeitig soll der „Brunnenladen“ auch ein Anlaufpunkt für den täglichen Austausch werden, wo man einen Kaffee trinken oder einen Kopierer nutzen kann. Zudem sollen auch Kleinigkeiten wie etwa Briefmarken oder Strickgarn erhältlich sein.

Miriam Lüer unterstreicht, im „Brunnenladen Külsheim“ werde besonderes Augenmerk auf Regionalität gelegt. Diese stehe beim Produktsortiment im Vordergrund, regionale Hersteller und Handwerk bekämen eine Verkaufsfläche. Zudem werde es Backwaren geben. Die Stadt Külsheim unterstütze in der Anfangsphase finanziell, der Vermieter komme dem Vorhaben sehr entgegen.

Ein gemeinnütziger Verein soll Träger des Vorhabens sein, informierte Lüer weiter. Eine entsprechende Satzung werde vom Finanzamt Tauberbischofsheim anerkannt hinsichtlich der Gemeinnützigkeit, „das läuft“.

Die Sprecherin der Initiatorinnen sagte, „solche Entwicklungsvorgänge dauern“. Es werde für die Bürgerinnen und Bürger bald eine entsprechende Informationsveranstaltung geben. Ziel sei, den Verein im Februar zu gründen. Im ersten Quartal 2023 soll alles fertig sein.

Die Ladeneinrichtung sei bereits fast vollständig. Zwischen den Jahren seien neue Regale und weitere Einrichtungsgegenstände besorgt worden, erklärte Lüer weiter. Es werde zu gegebener Zeit einen Rundbrief geben mit konkreten Informationen dazu, wie die Aktion unterstützt werden kann. Wer Lust habe, könne sich tatkräftig beteiligen, dem Verein beitreten und die ehemaligen Räumlichkeiten des „Stadtladens“ mitgestalten.

Die vier Frauen koordinieren das Projekt. Wie Lüer unterstrich, klape die Zusammenarbeit mit der Stadt Külsheim sehr gut. Ansprechpartnerin bei der Verwaltung sei Hauptamtsleiterin Simone Hickl-Seitz. Allseitiger Wunsch indes sei, einen Anlaufpunkt mitten in der Brunnenstadt zu haben.