AdUnit Billboard
Ausschuss tagte - Junge Sportler müssen bisher nach Esselbach fahren, um ihrem Hobby nachzugehen / Bäume beim Waldspielplatz werden gefällt

Röttbach bekommt ein Beachvolleyballfeld

Von 
Birger-Daniel Grein
Lesedauer: 
Im Norden des Bolzplatz Röttbach soll ein Beachvolleyballfeld entstehen. © Birger-Daniel Grein

Röttbach. In der Sitzung des Bau- und Umweltausschuss Kreuzwertheim ging es vor allem um Sportflächen und verkehrsrechtliche Regelungen.

AdUnit Mobile_Pos2
AdUnit Content_1

Volleyball ist bei den Röttbacher Sportlern sehr beliebt. Einstimmig sprach sich der Bau- und Umweltausschuss am Donnerstag in der Röttbacher Turnhalle dafür aus, die Errichtung eines Beachvolleyballplatzes im Dorf voranzutreiben. Dieser soll an der nördlichen Seite des Bolzplatzes Röttbach entstehen.

Es handelt sich um die Seite, an der der Sportplatz an das Gelände grenzt. Es werden nun Angebote für die Errichtung eingeholt. Die aktiven Volleyballer hatten zugesagt, bei Aufbau und Pflege des Platzes durch Eigenleistung mitzuwirken. Hinsichtlich der Erlaubnis zur Errichtung des Platzes wird Bürgermeister Klaus Thoma Rücksprache mit dem Landratsamt Main-Spessart halten. Eine Umsetzung ist frühestens 2022 möglich, da entsprechende Haushaltsmittel eingestellt werden müssen.

Der Antrag zur Schaffung des Beachvolleyballplatz wurde von den Volleyballern gestellt. Die acht bis 14 Sportler trainierten aktuell einmal pro Woche in Esselbach, da es kein geeignetes Spielfeld in Kreuzwertheim gebe. Bereits 2014 hatte der Ausschuss seine Bereitschaft bekundet, ein Beachvolleyballfeld auf dem Röttbacher Bolzplatz anzulegen. „Die Pläne zur Errichtung eines Beachvolleyballfeldes wurden seinerzeit im Zusammenhang mit der Änderung des Bebauungsplans Oberwittbacher Straße verworfen, da es bezüglich der Immissionen vom Sportbetrieb auf dem Volleyballfeld sonst zu Einschränkungen bei der Wohnbebauung gekommen wäre“, erklärte Thoma. Auch die Idee der Anlage eines solchen Platzes im Kreuzwertheim Mainvorland habe man aus verschiedenen Gründen nicht umgesetzt.

AdUnit Mobile_Pos3
AdUnit Content_2

Abstand zur Wohnbebauung

Hinsichtlich des neuen Antrags gab der Bürgermeister zu bedenken, es könne sich jemand daran stören und es bestehe deshalb durchaus die Gefahr, dass der Platz wieder zurückgebaut werden müsse. Daher wurde in den Beschluss auch eine Abstimmung mit dem Landkreis aufgenommen.

Frank Theobald schlug vor zu prüfen, ob man das Beachvolleyballfeld nicht bei der Sanierung des Sportplatzes Kreuzwertheim berücksichtigt und dort anlegen kann. Sowohl Andreas Schmidt als auch die Volleyballer aus Röttbach erklärten jedoch, dass für die Volleyballgruppe nur ein Platz in Röttbach interessant sei. „Sonst können wir auch weiter nach Esselbach fahren“, so die Sportler. Beachvolleyball sei bei jungen Leuten im Trend. Durch das Feld könne man diese in den Verein holen, dafür brauche man es in Röttbach. Zudem mache Volleyball weniger Lärm als Fußball.

Die Fußballer würden zudem häufiger trainieren. Das Feld werde zudem die Nutzung des Bolz- und Festplatzes nicht einschränken.

Nach Begutachtung der Fläche, die sich direkt gegenüber der Halle befindet, entschied man sich in der Sitzung für die Lage im Norden, auch da dort ein noch größerer Abstand zur Wohnbebauung herrscht.

AdUnit Mobile_Pos4
AdUnit Content_3

Mit großer Mehrheit (lediglich eine Ja-Stimme) abgelehnt wurde hingegen die Errichtung eines weitere Ballfangzauns am Bolzplatz im Laufer. Seit 2012 gibt es dort bereits einen vier Meter hohen Ballfangzaun Richtung Straße und Wohngebiet. Dieser war verkehrsrechtlich erforderlich. Nun wurde aus der Bürgerschaft der Wunsch geäußert, Richtung der Äcker einen weiteren Ballfangzaun aufzustellen, da die Bälle ins derzeit hohe Maisfeld fliegen und kaum gefunden beziehungsweise das Maisfeld zertrampelt werde.

Zaun abgelehnt

Silvia Klee sah keine zwingende Notwendigkeit für den weiteren Zaun. Der Abstand zur Landstraße sei weit genug, und es werde nicht jedes Jahr Mais angebaut. Zudem verführe der Zaun dazu, auf ihn zu schießen, was wiederum Lärm verursache. Thoma ergänzte, dass es wegen des Lärms am anderen Zaun auch schon Anwohnerkritik gegeben. Klee fügte hinzu, dass zudem am Zaun Richtung Feld Durchgänge geschaffen werden müsste, um auf den Feldweg zu gelangen.

Ebenso keine Zustimmung fand der Vorschlag von Andreas Schmidt, statt eines Zauns ein Ballfangnetz drei bis vier Meter um das Tor anzubringen.

Mit einer Gegenstimme beschloss der Ausschuss aufgrund der Empfehlung des Revierleiters der Fällung von ein bis zwei Baumreihen im Bereich des Waldspielplatz Kreuzwertheim zuzustimmen. Die Bäume hätten eine beträchtliche Höhe erreicht und schwankten insbesondere bei Unwetter erheblich.

Gefahren durch Bäume

„Es besteht die Befürchtung, dass ein Baum auf die angrenzende Wohngebäude fällt“, heißt es in der Sitzungsvorlage. Die Entfernung der Bäume soll im Rahmen des allgemeinen Holzeinschlags im kommenden Winter erfolgen.

Silvia Klee verwies darauf, dass die Bäume zudem den Spielplatz zu stark verschatten würden, weshalb es dort teils unangenehm kühl sei. Frank Theobald hingegen sprach sich gegen die Fällung aus, denn überall würden Bäume zur Verschattung gepflanzt.

Freier Autor

AdUnit Footer_1
AdUnit Mobile_Footer_1