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Pflegereform - Bürger müssen einige Änderungen beachten

Mehr Geld für einige Pflegeleistungen

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Main-Spessart-Kreis. Mit dem neuen Jahr kamen einige Veränderungen in der Pflege. Seit dem 1. Januar gibt es für verschiedene Pflegeleistungen mehr Geld und Erleichterungen. Darüber informiert der Pflegestützpunkt Main-Spessart. Er berät pflegebedürftige Menschen und deren Angehörige – unter anderem über gesetzliche Leistungen oder das regionale Pflege- und Betreuungsangebot.

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Wie die Experten erklären, soll mit den Änderungen unter anderem die Pflege zuhause finanziell besser ausgestattet werden. Dazu wurde eine Erhöhung der Pflegesachleistungen von fünf Prozent festgelegt. Sofern zuhause die Pflege ohne professionelle Hilfe erfolgt und kein ambulanter Pflegedienst involviert ist, besteht kein Anspruch auf die Erhöhung der Pflegesachleistung. Zudem wurde der jährliche Betrag der Kurzzeitpflege um zehn Prozent angehoben. Anstelle von 1612 Euro stehen jetzt 1774 Euro zur Verfügung, um die Pflege zuhause finanziell besser zu unterstützen und steigende Kosten für die Betroffenen abzufangen.

Durch die Pflegereform 2022 gibt es für verschiedene Leistungen mehr Geld und Erleichterungen.

Eine weitere Verbesserung ist eine Anpassung des Eigenanteils für langjährige Bewohner eines Pflegeheims. Ziel ist zu verhindern, dass langer Pflegeheimaufenthalt sich zu einer starken finanziellen Belastung entwickelt.

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Die Zuschlagshöhe für den zahlenden Eigenanteil der Pflegekosten richtet sich nach der Dauer des Aufenthalts. Bis zwölf Monate beträgt der Zuschlag fünf Prozent, bei mehr als zwölf Monaten 25 Prozent, bei einem Pflegeheimaufenthalt von über 24 Monaten 45 Prozent und bei mehr als 36 Monaten 70 Prozent. Eine gesonderte Beantragung ist nicht notwendig, die Anpassung findet automatisch statt.

Die finanzielle Entlastung betrifft nur die Kosten rund um die Pflege. Entgelte für Unterkunft, Verpflegung, Investitionskosten und Ausbildungszuschlag werden von der Pflegekasse nicht übernommen und müssen eigenständig finanziert werden.

Eine weitere wesentliche Neuerung betrifft die Übergangspflege im Krankenhaus. Diese kann in Anspruch genommen werden, wenn im Anschluss an einen Krankenhausaufenthalt die Versorgung nicht oder nur mit erschwerten Aufwand gesichert werden kann.

Der Anspruch der Übergangspflege im Krankenhaus besteht längstens zehn Tage je Krankenhausbehandlung. Hier ist es ratsam, frühzeitig mit dem Sozialdienst des Krankenhauses in Kontakt zu treten, um Irritationen zu vermeiden. Die Zuständigkeit für die Übergangspflege obliegt der Krankenkasse des Betroffenen und nicht der Pflegekasse.

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Weitere Neuerungen und Ergänzungen wurden im Rahmen der neuen Pflegereform festgelegt. Dies betrifft die einfachere Umwandlung vom Entlastungsbetrag und die einfachere Verordnung von Pflegehilfsmitteln.

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