Naturschutzprojekt - Im Hagwald rund um die Karlsburg oberhalb von Karlstadt kooperieren das BayernNetz-Natur-Projekt und der Landschaftspflegeverband Main-Spessart Lebensräume und Artenvielfalt erhalten

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Um den Lebensraum von lichtliebendem Diptam zu erhalten, sind umfangreiche Pflegemaßnahmen notwendig. © Christoph Riegert, Bayerische Staatsforsten

Main-Spessart-Kreis. Natur- und Artenschutz im Hagwald finden in Kooperation zwischen dem BayernNetz-Natur-Projekt des Landschaftspflegeverbands Main-Spessart und dem Forstbetrieb Arnstein der Bayerischen Staatsforsten statt. Das Waldgebiet Hagwald thront auf der Kuppe oberhalb von Karlstadt und umschließt die Ruine der Karlsburg.

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Viele Waldbesucher genießen in diesem Gebiet regelmäßig den Panoramaausblick und die Natur im Übergang zu den sich anschließenden Weinberg- und Offenlandflächen. Mehlbeere, Elsbeere, Speierling, die Zwergmispel und der seltene Burgenahorn sind nur einige der wertvollen Arten, die hier vorkommen. Der aufmerksame und kundige Wanderer kann zudem geschützte und seltene Arten wie den Diptam, die straußblütige Wucherblume oder den rauhblättrigen Alant entdecken. Diese Artenvielfalt gilt es zu erhalten.

In Kooperation mit dem Bayern-Netz-Natur-Projekt „Lebensräume auf Kalkstandorten im Landkreis Main-Spessart“ des Landschaftspflegeverbands Main-Spessart plant der Forstbetrieb Arnstein der Bayerischen Staatsforsten daher eine gezielte Pflegemaßnahme für die Artenvielfalt.

Vor allem im südlichen Bereich oberhalb von Mühlbach werden nach der Brut- und Aufzuchtzeit entlang des Waldrandes zur Förderung der lichtliebenden Arten beschattende Bäume und in den vorgelagerten Einhängen im Holletal Büsche entnommen und dadurch die Belichtungssituation am Waldrand verbessert.

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Die Naturschutzmaßnahme des Forstbetriebs Arnstein ist Teil des Sonderprojekts „Der Wald blüht auf“. Im Rahmen dieses Projekts wird in den Staatswäldern das Angebot an blütenreichen Flächen für heimische Insekten gesteigert.

So werden über das Bayern-Netz-Natur-Projekt Teile der verbuschenden Offenbereiche, die oberhalb von Mühlbach südlich an den Staatswald angrenzen, mit Einverständnis der Privateigentümer wieder aufgelichtet. Auf diese Weise kann der wertvolle Lebensraum für seltene Tagfalter und Orchideen entwickelt werden. Auch die Entwicklung von Trittstein-Flächen für das Biotopverbundsystem im Muschelkalk sind ein Ziel.

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Durch die Zusammenarbeit von Forstbetrieb und Landschaftspflegeverband wird auf diese Weise ein wertvoller Beitrag zum Biotopverbund und zur Förderung der Biodiversität geleistet.