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Ferienausschuss

Kreuzwertheimer Fürstin-Wanda-Haus wird saniert

Gremium besichtigte Baustelle. Trotz Überraschungen laufen die Arbeiten

Von 
Hans-Peter Wagner
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Das Fürstin-Wanda-Haus in Kreuzwertheim ist etwas in die Jahre gekommen und wird nun umgebaut. © Hans-Peter Wagner

Kreuzwertheim. Der Ferienausschuss der Marktgemeinde Kreuzwertheim traf sich am Montag im Rathaus. Im Verlauf der Sitzung besichtigte das Gremium die momentane Baustelle im Fürstin-Wanda-Haus.

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Dort informierte Michaela Meißner vom Architektenbüro Rüger und Tröger eingehend über die laufenden Arbeiten. Wie die Architektin erklärte, sei es schwierig gewesen, einen Fachplaner für den Bereich „Elektro“ zu bekommen. Der Auftrag sei im Februar vergeben worden. Im Fürstin-Wanda-Haus sei das Corona-Testzentrum untergebracht gewesen. Nach dem Beginn am 9. Mai sei der Rückbau zügig vorangegangen.

Im Ausschuss notiert

Der Kreuzwertheimer Ferienausschuss genehmigte den Antrag zum Neubau eines Einfamilienwohnhauses in der Hernsterstraße in Röttbach bei einer Gegenstimme. Mit der Planung für die Garage war man nicht einverstanden.

Bürgermeister Klaus Thoma teilte mit, dass aufgrund der Brandgefahr der Grillplatz nicht genutzt werden darf. Wegen Wasserknappheit sind die Brunnen gesperrt. Weiter wurde darauf hingewiesen, dass die Heizung im Fürstin-Wanda-Haus alt sei. hpw

Dabei sei habe es einige Überraschungen gegeben, so Meißner. Hinter der Fassade, eine filigrane Rippendecke mit verlorener Verschalung, gebe es Leitungen, welche in die obere Einheit verschwinden. Die Baugenehmigung datiere von Anfang der 1980er Jahre. Der Brandschutz stelle sich nicht optimal dar, was einen der Räte zu der Anmerkung veranlasste, damals sei gepfuscht worden. Meißner betonte, „wir bewegen uns innerhalb der alten Genehmigung“.

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Die Architektin ergänzte, dass ein Brandschutz-Sachverständiger hinzugezogen wurde. Es habe gedauert, bis der Bericht gekommen sei. Die Firmen wiederum hätten zügig begonnen, sagte Meißner, „wir sind gut in der Spur“. Coronabedingt hätten die Elektriker später als gedacht begonnen, und es hätten sich diverse Schwierigkeiten ergeben. Das Bauen sei momentan nicht vergnügungssteuerpflichtig, kommentierte Meißner.

Was den Brandschutz angehe, seien drei Firmen vor Ort gewesen, Es habe zwei Angebote gegeben, eines deutlich günstiger als das andere, so die Architektin. Man kämpfe derzeit mit um Baumaterialien wie zum Beispiel Fliesen. Die Fliesen-Firmen hätten zeitliche Probleme.

Die Architektin erläuterte vor Ort die Idee, den Unterzug 15 Zentimeter tiefer als die eigentliche Decke anzubringen. Man diskutierte über die Deckenhöhe und die damit verbundene Preisfrage. Das „fällt preislich nicht sehr ins Gewicht“, erklärte die Expertin. Die alte Schaumtapete komme runter, dann werde glattgestrichen. Man wolle den hochwertigen Raum als solchen belassen, habe eine tolle Beleuchtung und Parkett. Meißner: „Hier ist der schönste Raum für Kurse, den ich kenne.“

Die inneren Türen sind ausgebaut worden. Man wolle „die Schwere“ wegbekommen, hieß es. Die Scheiben werden ausgetauscht, drei Fluchtmöglichkeiten ausgewiesen. Die Decke ist in Form einer glatten Gipsdecke vorgesehen. „Das sieht bombig aus“, freute sich einer der Räte, „ein Versammlungsraum für alles Mögliche“.

Zur Eingangstüre hieß es, der Rundbogen bleibe drin. Bürgermeister Thoma plädierte für eine elektrisch zu öffnende/schließende Tür. Das Gremium debattierte über WCs ebenso wie etwa die Garderobe. Meißner stellte Bemusterungen von Fliesen vor.

Im Eingangsbereich setzten sich die angeregten Debatten fort. Man sei nicht gezwungen, eine Entscheidung zur Rampe sofort zu treffen und könne neu beraten, wurde betont. Letztendlich war man sich einig, das Fürstin-Wanda-Haus sei „für Kreuzwertheim etwas Besonderes“. Man verbinde mit diesem Haus ein gewisses Gefühl der Wärme.

Nach der Rückkehr in den Sitzungssaal des Rathauses war das Fürstin-Wanda-Haus erneut Thema. Wie es hieß, sollen aktuell die Firmen Lermann (Elektroarbeiten) und Dinkel (Heizung/Sanitär) auf der Baustelle arbeiten. Das Unternehmen Lermann habe Mitte Juli mitgeteilt, dass sich der Beginn der Arbeiten durch fünf Corona-Fälle auf mindestens Ende Juli verschiebe. Die Firma Dinkel habe wissen lassen, dass die Baustelle wie auch das Büro in dieser Woche krankheitsbedingt nicht besetzt sei.

Beim Fürstin-Wanda-Haus sind bereits die Aufträge für den Roh-/Rückbau inklusive Lüftung, die Fliesen-, Parkett-, Schlosser, Elektro, Sanitär- und Heizungsarbeiten vergeben. Jetzt werden die Sanitärräume auf einen aktuellen Stand gebracht und mit einem barrierefreien WC ergänzt.

Einzelne Sichtdecken, darunter die im Saal und im Foyer, werden erneuert. Der Saal erhält eine moderne Beleuchtungstechnik, die Kücheneinrichtung wird erneuert.

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