Ausschusssitzung - Leiterin stellt neues Konzept für den Kindergarten Turnplatzstraße vor / „So viele Baugesuche wie noch nie“ behandelt Kompetenzen der Kinder stärken

Von 
Hans-Peter Wagner
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Der Bau- und Umweltausschuss Kreuzwertheim vor Ort im Kindergarten Turnplatzstraße. Kindergartenleiterin Simone Fröber (rechts im Vordergrund) erläutert das neue Konzept, auch Bürgermeister Klaus Thoma (links) hört gespannt zu. © Hans-Peter Wagner

Der Bau- und Umweltausschuss Kreuzwertheim traf sich zu einer Sitzung im Fürstin-Wanda-Haus. Das Gremium sah sich aber auch den Kindergarten Turnplatzstraße vor Ort an.

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Kreuzwertheim. Bürgermeister Klaus Thoma begrüßte Fürstin-Wanda-Haus auch zwei Bürger, ehe man sich zum Kindergarten Turnplatzstraße begab. Dort unterstrich Thoma in Anwesenheit der Hausherrin Pfarrerin Stephanie Wegner und Kindergartenleiterin Simone Fröber, dass im Kindergarten viel investiert gemacht worden sei, auch im Innenbereich. Die Geburtszahlen steigen“, also habe sich der Bedarf schnell geändert.

Der Bürgermeister informierte, die Kindergartenleiterin habe ein tolles Konzept gesehen, der Bauaus-schuss unterstütze das Konzept ebenso wie der Förderverein. Baugenehmigung und Brandschutzkonzept hingen zusammen, wenn es bei dem einen eine Änderung gebe, dann auch bei dem anderen. „Was einfach klingt, wird manchmal kompliziert“, folgerte Thoma.

Fröber zeigte zum Sachverhalt eine Präsentation, verwies dabei auf die geleistete offene Arbeit: „Hier werden Kompetenzen der Kinder gestärkt“. Geplant sei eine komplette Raumneuordnung und die sukzessive Umsetzung in den Bereichen Flur, Essen, Turnraum. Die Grobplanung sei mit den Kindern und natürlich auch allen weiteren Beteiligten besprochen worden.

140 Essen am Tag

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Die Kindergartenleiterin bezeichnete die derzeitige Küche als klein, eng und veraltet. Täglich würden 140 Essen gereicht, die Kinder seien bis 16 Uhr da. Die Kinder sollen auch aktiv an der Gestaltung beteiligt sein. Geplant sei, die Garderobe zu komprimieren und das Kinderbistro in den jetzigen Flur zu verlagern. Zudem solle es eine neue und zeitgemäße Küche geben. Fröber listete dazu eine Reihe von Vorteilen auf wie etwa die angestrebte angenehme Essenssituation für die Kinder.

Insgesamt, so war zu hören, werde eine Nutzungsänderung gebraucht und ein neues Brandschutz-konzept. Bürgermeister Thoma und Klaus Gehret von der Bauverwaltung erläuterten, was in welcher Reihenfolge, wann gemacht werden müsse. Letztlich komme es hinsichtlich der Nutzungsänderung zu einem „kleinen Bauantrag“.

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Im Sitzungssaal lobte der Bürgermeister, es sei gut, wenn die Kindergartenleitung Überlegungen an-stelle und die Kostenfrage mit berücksichtige. Die Fortschreibung des Brandschutzkonzeptes müsse in Form eines Bauantrags erfolgen. Die Konzeption sei von einem geeigneten Fachbüro zu prüfen und zu überarbeiten. Inwieweit dann auch bauliche Nachbesserungen beim Brandschutz erforderlich würden, bleibe abzuwarten.

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Der Bau- und Umweltausschuss befürwortete einhellig, dass so wie besprochen vorgegangen werde, und beauftragte die Verwaltung, bei einem Fachbüro ein Angebot einzuholen.

Das Gremium besprach außerdem drei mögliche Maßnahmen zur Verkehrsführung und -lenkung an Ortsstraßen in Kreuzwertheim und den Ortsteilen, Thoma erläuterte jeweils vorab Einzelheiten. So werden bezüglich der Parksituation im Einmündungsbereich „In den Steinmauern / Ringstraße“ in Kreuzwertheim Parkplätze für die Allgemeinheit errichtet, um die Situation im Einmündungsbereich zu entschärfen. Das Votum lautete vier „Ja“-Stimmen bei zwei „Nein“-Stimmen.

Zum Thema „Parkverhalten im Eschenweg“ in Kreuzwertheim wurde der Beschlussvorschlag, im Wendehammer ein eingeschränktes Halteverbot anzuordnen, bei einer „Ja“-Stimme und fünf „Nein“-Stimmen abgelehnt. Das Gremium beschäftigte sich auch mit dem Parken vor dem Anwesen „Gemeindedingerstraße 30“ und entschied bei fünf „Ja“- und einer „Nein“-Stimme, dass für den ein- und ausscherenden Verkehr sowie zur Verbesserung der Rettungssituation ein Teilbereich des parkenden Verkehrs frei gehalten werden soll. Die Größe dieses Teilbereichs werde bei einer Ortsansicht festgelegt. Von der Verwaltung sei zu prüfen, ob die Beschilderung „Feuerwehrzufahrt“ möglich ist.

Ruhebänke auch im Winter

Thoma erläuterte, es sei der Wunsch von Bürgern, dass auch über die Wintermonate Ruhebänke aufgestellt würden. Bisher sei die Regelung, solche Bänke im Winter einzulagern und im Frühjahr wieder aufzuabuen. Der Bau- und Umweltausschuss entschied einstimmig, Ruhebänke auch in den Wintermonaten draußen zu belassen und zudem Mülleimer in der Nähe zu platzieren. Die Anzahl solcher Ruhebänke bleibt einstweilen offen. Das Gremium behandelte diverse Baugesuche (Thoma: „So viele Baugesuche wie schon lange nicht mehr“) und beschied allesamt positiv, zumeist einstimmig.

Dem Gremium lag ein Antrag des Unternehmens Heidelberger Beton (Unterwittbach) auf Verlängerung der Genehmigung zur Änderung der Betriebszeiten vor. Die Firma führt aus, sie liefere der Deutschen Bahn Brandschutzbeton zur Sanierung des Tunnels bei Reicholzheim. Man produziere für diese Maßnahme an einzelnen Stunden auch nachts.

Durch unvorhergesehene Umweltschutzmaßnahmen verzögerten sich die Sanierungsarbeiten, lasse die Firma wissen. Deshalb solle die Befristung der Verlängerung der Betriebszeiten vom 1. Mai 2021 auf den 31. Dezember 2021 ausgedehnt werden. Der Ausschuss entsprach dem Antrag einstimmig.

Aus Reihen der Ausschussmitglieder kam die Anfrage, ob man in der nächsten Gemeinderatsitzung über die Stellplatzordnung reden könne. Ein Bürger hinterfragte die Möglichkeiten für den Vereinssport bezüglich Umkleide/Duschen in der Turnhalle Röttbach. Gehrig erläuterte, die Abnahme des Brandschutzsachverständigen fehle noch. Der Bürgermeister ergänzte: „Wir können nichts machen, wenn noch nicht freigegeben ist“.