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Entscheidung gefallen

Klinik kostet 157 Millionen Euro

Kreistag Main-Spessart macht Weg für Neubau in Lohr frei

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Main-Spessart-Kreis/Lohr. Nach dem Kreistagsbeschluss steht der fachlichen Billigung des Neubaus eines Zentralklinikums Main-Spessart durch die Regierung von Unterfranken nichts mehr im Wege. Die Fördersumme ist auf knapp 109 Millionen Euro gestiegen.

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Der Bau des Zentralklinikums Main-Spessart in Lohr ist nach der deutlichen Entscheidung des Kreistags am Freitag endgültig beschlossene Sache. Oft war in der Sitzung des Gremiums in der Lohrer Stadthalle von einem „historischen Tag“ die Rede.

„Ich freue mich über die klare Zustimmung“, sagte Landrätin Sabine Sitter laut Pressemitteilung. „Damit ist eine nachhaltige Gesundheitsversorgung für die Bürgerinnen und Bürger in Main-Spessart und darüber hinaus gesichert.“

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Klinikreferent René Bostelaar stimmte zu: „Die heutige Entscheidung ist ein wichtiger Meilenstein. Nach der langen Planung geht es jetzt endlich los.“ Bereits im Frühjahr 2023 sollen die Arbeiten vor Ort beginnen.

Mit 43:8 Stimmen erteilte der Kreistag in der Sitzung sein Einverständnis zur festgelegten Fördersumme und bestätigte, dass die Finanzierung der Baumaßnahme gesichert ist. Die Regierung von Unterfranken beziffert die Gesamtkosten auf 157 Millionen Euro. Der Landkreis Main-Spessart erhält von Land und Bund eine Förderung von insgesamt 109 Millionen Euro und trägt einen Eigenanteil von 48 Millionen Euro.

Während der Diskussion im Gremium betonte der CSU-Fraktionsvorsitzende Walter Höfling: „Das ist die bisher größte Investition des Landkreises und einen Eintrag in die Geschichtsbücher wert.“ Auf vereinzelte Kritik an den Kosten erwiderte Lohrs Bürgermeister Mario Paul, dass es sich nicht um ein Prestige-Projekt handele: „Es geht um die Zukunftsfähigkeit der Gesundheits- und Notfallversorgung in der Region. “

René Bostelaar erklärte die nächsten Schritte des Großprojekts: „Nun folgt die fachliche Billigung durch die Regierung von Unterfranken. Danach schreiben wir die Arbeiten für die Erschließungsstraße aus. Die weiteren Ausschreibungen erfolgen sukzessive.“

Landrätin Sabine Sitter betonte: „Diese Entscheidung des Kreistags ist nicht nur für alle Main-Spessarter, sondern auch für die Mitarbeitenden des Klinikums eine sehr gute und wichtige Nachricht. Das neue Zentralklinikum wird die gesundheitliche Versorgung der Menschen im Landkreis entscheidend verbessern.“

Im Dezember 2015 beschloss der Kreistag den Neubau eines Krankenhauses für Main-Spessart. Nach diversen Abstimmungsgesprächen mit dem Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege erfolgte im Juli 2018 die Aufnahme des Projektes in das Jahreskrankenhausbauprogramm des Freistaats – damals mit einer in Aussicht gestellten Förderung von 99 Millionen Euro. Ende 2018 beauftragte der Kreistag ein Architekturunternehmen mit der Generalplanung.

Anstelle der damals drei Krankenhäuser sollte das neue Zentralklinikum Main-Spessart am Lohrer Sommerberg in unmittelbarer Nachbarschaft zum Bezirkskrankenhaus entstehen Im September 2020 wurde der offizielle Bauantrag bei der Stadt Lohr und dem Landkreis Main-Spessart eingereicht. Den Förderantrag zum Erhalt der fachlichen Billigung durch die Regierung von Unterfranken stellte der Landkreis im April 2021. Nach einigen

Gesprächsrunden mit der Regierung überarbeitete das Planungsbüro die Kostenberechnung im Frühjahr 2022.

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