AdUnit Billboard
Jubelkonfirmation - In der evangelischen Kirche Kreuzwertheim gefeiert

„Jubiläen sind Sternstunden“

Von 
bdg
Lesedauer: 
Zahlreiche Jubelkonfirmanden feierten einen Gottesdienst mit Pfarrerin Stephanie Wegner. © Birger-Daniel Grein

Kreuzwertheim. Eine Vielzahl Jubelkonfirmanden feierten bei einem Gottesdienst im Garten der evangelischen Kirche Kreuzwertheim ihr Jubiläum. Zelebriert wurde dieser von Pfarrerin Stephanie Wegner. Musikalisch mitgestaltet wurde er von Rainer Lange (Orgel), Georg Wolpert (Pauke), Manfred Lutz (Posaune) und Teilen des Kirchenchors. Die Kollekte kam der Hilfe für ukrainischen Flüchtlinge, die in Kreuzwertheim leben zugute.

AdUnit Mobile_Pos2
AdUnit Content_1

Wegner sprach in ihrer Predigt von Erinnerung und Neubeginn. In diesem Frühling habe sie das Gefühl alles sei wie neu, erklärte sie. Nie seien die Menschen freudiger und feierfreudiger gewesen. „Es ist, als ob das Leben neu beginnt.“ Die Schöpfung kehre zurück an den Anfang, das Leben sei frisch und neu. Die Welt sei unvollkommen, verwies sie auch auf die negativen Aspekte in unserer Welt, es sei aber auch eine Welt voller Sternstunden. Gott habe das Licht von der Finsternis geschieden und solche Sternstunden könne die Finsternis nicht greifen. „Jubiläen sind Sternstunden“, betonte sie. Weil man mit ihnen das Leben feiere, „Weil an solchen Tagen alles Raum hat, was zu unserem Leben dazugehört.“ Man treffe sich, erinnere sich. „An die gute alte Zeit, die so gut gar nicht immer war, an Menschen, die nicht mehr sind, an gemeinsames Erleben, das noch lange nachklingt.“ Jubiläen seien Erinnerungsorte, die einen zurück an den Anfang setzten. „Wisst ihr noch, damals als alles begann? Als die Welt noch jung war und wir voller Hoffnung, mitten im Aufbruch.“ Man könne nicht zurück. „Aber wir können uns erinnern, wie es war mit 14. Als das Leben beginnt. Als alles möglich scheint.“ Man erinnere sich an die Zeit als die Konfirmation der Startschuss ins Erwachsenwerden war. Der Konfirmandenunterricht sei damals noch echter Unterricht gewesen.

In ihrer Predigt stellte sie weiter fest, vermutlich habe jeder Jubelkonfirmanden andere Erinnerungen, auch die Konfis heute hätten wieder ganz andere Erinnerungen. Das Auswendiglernen von vorgefertigten Antworten sei heute weggefallen. Wichtig seien die Fragen zu sich selbst, zum Leben, zu Gott. Alle Menschen stellten sich im Leben viele Frage. „Und wir suchen immer wieder nach neuen Antworten auf unsere Fragen, weil die alten ausgedient haben oder noch nie zufriedenstellend waren.“ Man suche immer wieder nach neuen Anfängen: „Wie die Konfis heute, wie wir schon damals mit 14 Jahren.“

AdUnit Mobile_Pos3
AdUnit Content_2

Bei den Jubilaren waren die Erinnerung an das besondere kirchliche Lebenswest noch wach. Vor 70 und 60 Jahren habe sie Pfarrer Rieger konfirmiert. Man habe viel auswendig lernen müssen, sind sich die Jubilare einig. Er sei zudem streng gewesen und hatte eine strenge Frau, hieß es von den Jubilaren der diamantenen Konfirmation. Vor 70 Jahren habe man zusammen in der Familie gegessen. Vor 60 Jahren waren die meisten Feier schon größer. So wurde berichtet, dass Mutter und Tante 35 Kuchen und Torten backten, damit jeder der ein Geschenk brachte auch ein Stück bekam.

Die goldenen Konfirmanden wurden damals von Pfarrer Caspary konfirmiert. Dieser hätte vorher lange in Afrika gelebt, erinnerten sich die Jubilare. Sie seien sein ersten Konfirmationsjahrgang in Deutschland gewesen. Da Caspary die Erfahrung in Deutschland gefehlt habe, sei der Konfirmandenunterricht für ihren Jahrgang lockerer gewesen als für die Jahrgänge zuvor. Die Gruppen in den Folgejahre hätten dann aber wieder mehr lernen müssen. Die Goldenen Konfirmanden feierten am Sontag gemeinsam in Wertheim, die Jubilare der Diamantenen- und Gnadenkonfirmation gemeinsam in Kreuzwertheim.

Die Jubilare der goldenen Konfirmation (50 Jahre) waren Horst Beck, Walter Diehm, Rainer Fürst, Gabriele Franke (geborene Heeg), Dieter Müller und Thomas Sauer. Ihre diamantene Konfirmation (60 Jahre) feierten Helmut Heitmann, Berthold Kunkel, Karlheinz Meyer, Peter Merkert, Anneliese Müller (geborene Hofmann), Anneliese Schwarz (geborene Endreß), Wolfgang Schwarz und Bernd Siepen.

AdUnit Mobile_Pos4
AdUnit Content_3

Die Jubilare der Gnadenkonfirmation (70 Jahre) waren Erich Dosch, Lina Eichelbrönner (geborene Senfleben), Peter Gora und Erika Müller (geborene Schwab). bdg

AdUnit Mobile_Footer_1