Heimat- und Quätschichfest - Vier Tage lang wurde am Main kräftig mit einem bunten Programm gefeiert Gute Stimmung auf dem Festgelände

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Holger Watzka
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Das Schleppertreffen im Rahmen des Kreuzwertheimer Heimat- und Quätschichfests lockte am Sonntag viele Besucher an.

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Vier Tage lang wurde in Kreuzwertheim das 64. Heimat- und Quätschichfest gefeiert.

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Kreuzwertheim. Das Traditionsfest, das immer dann gefeiert wird, wenn die Zwetschgen tiefblau gereift sind, zog wieder Tausende an. Auf dem idyllischen Festgelände direkt am Main lässt es sich gut feiern. Der Main-Radweg führt hier vorbei, und viele Radler legten bei idealem Spätsommerwetter im Biergarten mit Blick auf die gegenüberliegende Wertheimer Burg eine Pause ein. Schausteller hatten Fahrgeschäfte aufgebaut und nicht nur die Kinder hatten dabei ihre Freude.

Ein ökumenischer Festgottesdienst im Zelt markierte den Beginn des Sonntages. Beim Frühschoppen und Mittagessen gab es Musik von "Äschisch Bläschisch". Auf ihre Kosten kamen auch die Freunde alter Traktoren. Am Mainufer lief das fünfte Kreuzwertheimer Schleppertreffen. Alte Dieselrösser, rote Acker-Porsches und grüne Unimogs strahlten mit der Mittagssonne um die Wette.

Ein Höhepunkt des Festes war der Empfang der Ehrengäste. Zunächst konnten diese im Brauereihof das Festbier kosten und danach ging es unter Vorantritt der fränkischen Trachtenkapelle Breitenbrunn zum Festplatz.

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Nach dem Einzug der Ehrengäste im Festzelt war der "Bayerische Defiliermarsch" zu hören. "In Kreuzwertheim wird seit Jahrzehnten der Heimatgedanke gepflegt", sagte Bürgermeister Klaus Thoma, bevor er Bundespolitiker, Landrat, Kommunalpolitiker, Bürgermeister aus den Umlandgemeinden und Vertreter aus der örtlichen Wirtschaft begrüßte. Den Helfern des Quätischfest-Teams sagte er ein "Vergelt´s Gott".

Tolle Atmosphäre

Gut drauf war Bürgermeister Klaus Thoma beim Ehrengastempfang. Als das Mikrofon auf dem Podium nicht die gewünschte Qualität brachte, bat ihn der Tontechniker, er möge doch etwas zurücktreten. Lautes Lachen im Zelt, als Thoma grinsend und nun mit funktionierendem Mikro verkündete: "Der Bürgermeister tritt nicht zurück." Vielmehr schwärmte das Ortsoberhaupt vom vorzüglichen Kreuzwertheimer Festbier und bezeichnete es als ein Privileg, in Kreuzwertheim zu leben. Anstelle von vielen Grußworten einigten sich die Ehrengäste, allen voran die Kandidaten für die Wahl des Bundestages, gemeinsam auf der Bühne das Frankenlied zu singen: "Wohlauf, die Luft geht frisch und rein!"

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Im Zelt war eine bemerkenswert gute Stimmung, nicht zuletzt durch das Zutun der Trachtenkapelle aus Breitenbrunn. Verführerisch duftete der "Kreuzemer Quätschichbloatz", in den Varianten "mit und ohne Riweli".

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Als Verdauungshilfe war auch traditionell der original Quätschich-Schnaps aus Kreuz im Angebot.