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Geschichts- und Heimatverein - Manfred Schneider stellte das Jahrbuch vor / Viele Geschichten und Episoden sowie Postkarten enthalten

Chronik aktueller und vergangener Ereignisse

Von 
Matthias Ernst
Lesedauer: 
Dem Haslocher Turm und seine spektakuläre Versetzung an den Straßenrand im Jahr 1971 ist ein Kapitel im neuen Jahrbuch des Geschichts- und Heimatvereins gewidmet. © Matthias Ernst

Kreuzwertheim. Das Jahrbuch des Kreuzwertheimer Geschichts- und Heimatvereins steckt wieder voller Geschichten und Episoden. Auch in der 33. Ausgabe ist der Name Programm. Manfred Schneider stellte das druckfrische Werk der Presse vor. Verteilt wird es kostenfrei an alle Mitglieder des Vereins.

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Das Jahrbuch des Geschichts- und Heimatvereins Kreuzwertheim mit dem Namen „Durch das Jahr 2021“ stellt seit vielen Jahren einen Höhepunkt in der Vereinsarbeit dar. Die Beiträge enthalten meist einen historischen oder heimatkundlichen Bezug zu aktuellen Themen oder Jubiläen, berichtet Manfred Schneider. Bestes Beispiel ist der „Kampf um den Haslocher Turm“. Dieser Wehrturm war ein Teil des Bollwerks der Gemeinde im Mittelalter. Bis vor 50 Jahren stand er in der Hälfte der Straße und behinderte den Verkehr.

Damals, so hat Schneider herausgefunden, ging ein Spalt durch die Bevölkerung. Die eine Hälfte wollte den Turm abreißen, die andere ihn erhalten. Schließlich setzte sich die Erhaltungsfraktion durch und der Turm wurde aufwendig mit einem Schienengerüst hydraulisch um sechs Meter an seinen heutigen Platz verschoben. Die Geschichte dazu ist mehr als spannend und Schneider versteht es, die Leserinnen und Leser mit seinen Worten zu fesseln.

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Dies ist nur eine Geschichte im historischen Teil des Jahrbuchs, das eigentlich fünfgeteilt ist. Zum einen ist wieder eine Chronik des Marktes Kreuzwertheim mit einem Rückblick auf alle Veranstaltungen und Ereignisse nachzulesen, gefolgt von dem Jahresbericht des Geschichts- und Heimatvereins. Dieser beinhaltet in diesem Jahr ausschließlich Berichte über Exkursionen, weil Veranstaltungen in geschlossenen Räumen während Corona nicht stattfinden konnten. So wurden mehrere jüdische Friedhöfe im Main-Tauber-Kreis besucht oder die Mainbrücke ein Marktheidenfeld, die 2021 ihr 50-jähriges Bestehen feierte.

Im historischen Teil wird neben dem Haslocher Turm die Geschichte der Schule in Röttbach aufgearbeitet, welche im Jahr 2021 dem Schulhausneubau vor 100 Jahren gedenkt. Berührend ist die Geschichte des letzten Kreuzwertheimer Mainfischers Walter Herz. Er hatte Manfred Schneider seine Lebensgeschichte erzählt, welche dieser nun veröffentlicht.

Beleuchtet wird auch die Gründung der katholischen Pfarrei in Kreuzwertheim im Jahr 1971. Vorher war es eine rein evangelische Gemeinde für viele Jahrhunderte. Beleuchtet wird auch das Lebenswerk von Adalbert Schmitt. Der Gründer der Firma Hartolit und der Schweizer Stuben in Bettingen ist ein echtes Zeitzeugnis.

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Ergänzt wird die Aufarbeitung der Historie erneut durch eine Postkartensammlung. Erneut sind es wieder 120 Karten, die veröffentlicht werden. Gab es im vorangegangenen Jahrbuch hauptsächlich Außenansichten von Kreuzwertheim, sind es dieses Mal überwiegend Innenansichten. Aktuell wird über das 100-jährige Bestehen des Frankenbundes berichtet. Die von diesem Verein veröffentlichte Zeitschrift „Frankenland“ wurde 1914 unter anderem von Dr. phil. Hans Walter aus Kreuzwertheim herausgegeben.

Insgesamt ist das Jahrbuch 2021 wieder ein sehr informatives Werk, das erneut ohne finanzielle Unterstützung von Gemeinde oder Staat herausgebracht werden konnte. Obwohl die Finanzierung jedes Jahr schwerer wird, will Manfred Schneider an der kostenfreien Verteilung an alle Mitglieder festhalten. Nach den gestiegenen Rohstoffpreisen in diesem Jahr steht die Finanzierung des Jahrbuchs 2022 auf tönernen Füßen. Aber wer Schneider und seine Mitstreiter kennt, weiß, dass sie schon an einer Lösung arbeiten.

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