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Pflegestützpunkt Main-Spessart - Einrichtung nimmt am 1. Oktober ihre Arbeit in Gemünden auf

Beratung erfolgt unabhängig und neutral

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Melanie Sommer (links), fachliche Leiterin des neu eröffneten Pflegestützpunkts Main-Spessart in Gemünden, nimmt am 1. Oktober ihre Arbeit auf. Landrätin Sabine Sitter tauschte sich vorab mit Pflegeberatern aus. © Fischer

Main-Spessart-Kreis. Der Pflegestützpunkt Main-Spessart nimmt am 1. Oktober seine Arbeit in Gemünden, St.-Bruno-Straße 14 unterhalb des Kreisseniorenzentrums, auf. Damit werde eine zentrale Anlaufstelle für alle ratsuchenden Menschen rund um das Thema Pflege im Landkreis Main-Spessart geschaffen, betonen die Verantwortlichen des Landratsamts. Zusätzlich sollen künftig feste Sprechstunden in Marktheidenfeld angeboten werden.

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Das Team des Pflegestützpunkts Main-Spessart versteht sich als Lotsen, die Ratsuchenden helfen, sich in der Pflegelandschaft zu orientieren.

Der Pflegestützpunkt Main-Spessart

Ungefähr 5700 Menschen sind in Main-Spessart aktuell pflegebedürftig. Diese Zahl soll laut Prognosen in den nächsten 20 Jahren um weitere 1.750 Personen steigen.

Zur wohnortnahen Beratung, Versorgung und Betreuung der Bevölkerung werden in Bayern Pflegestützpunkte im Rahmen der Vorschriften des Sozialgesetzbuchs eingerichtet. Sie tragen zur Sicherstellung und Vernetzung von wohnortnahen Angeboten der Pflege, Versorgung, Betreuung und Beratung bei.

Seit 2020 können weitere Pflegestützpunkte aufgrund eines neuen Rahmenvertrags errichtet werden. Sie können zwischen zwei Betriebsmodellen wählen.

Der Landkreis Main-Spessart hat sich für das Kooperationsmodell entschieden. Dabei entsenden die Pflege- und Krankenkassen sowie die kommunalen Träger jeweils Mitarbeitende in den Pflegestützpunkt.

Träger des Pflegestützpunkts Main-Spessart sind die gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen, der Bezirk Unterfranken sowie der Landkreis Main-Spessart. lra

Sie beraten kostenlos pflegebedürftige Menschen und deren Angehörige über die gesetzlichen Leistungen der Pflegeversicherung und geben Hilfestellung bei der Inanspruchnahme. Daneben erhält man Auskünfte über regionale Pflege- und Betreuungsangebote, zu Hilfsmittel, Wohnraumanpassung oder zur Krankheit Demenz.

Wie es im Bericht des Landratsamts weiter heißt, werde dabei besonders auf eine neutrale und unabhängige Beratung Wert gelegt. Diese orientiere sich unter Einhaltung der Schweigepflicht ausschließlich an den individuellen Bedürfnissen der Ratsuchenden.

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Für die Beratung im Stützpunkt konnte der Landkreis die Pflegeberaterin und Pflegemanagerin Melanie Sommer gewinnen. Sie war zuvor als Krankenschwester und Fachkraft im Pflegebereich (unter anderem als stellvertretende Pflegedienstleitung) tätig und kennt verschiedene Pflegesituationen. Sie wird als fachliche Leiterin die planerischen, koordinierenden und geschäftsführenden Aufgaben des Pflegestützpunkts übernehmen. Sie ergänzt das Team der qualifizierten Pflegeberater der Kranken- und Pflegekassen. Hierzu gehören Monika Ulsamer, Edith May und Jochen Keßler sowie Angelika Untch und Clara Hauck.

Einmal im Monat kommen zusätzlich die Berater vom Bezirk Unterfranken in den Pflegestützpunkt. Bettina Grümpel und Martina Heller können insbesondere zu Sozialhilfeleistungen, welche die Hilfe zur Pflege betreffen, beraten. Dies trifft beispielsweise zu, wenn die Pflege in einem Heim erforderlich wird oder für die ambulante Pflegeversorgung zu Hause, wenn die Leistungen der Pflegeversicherung und die eigenen finanziellen Mittel nicht ausreichen, um die Kosten der Pflege zu begleichen.

Eine enge Zusammenarbeit besteht auch mit den Fachstellen für pflegende Angehörige in Lohr und Karlstadt sowie mit der Beratungsstelle für Demenz „RudiMachts“ in Marktheidenfeld, die das Beratungsangebot im Pflegebereich im Landkreis ergänzen.

Bei Bedarf wird auch an weitere Fachberatungsstellen verwiesen. Eine Vernetzung mit allen Beratungsstellen, mit den Pflegeeinrichtungen sowie allen Dienstleistern in der Pflege ist den Mitarbeitern wichtig.

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Der Pflegestützpunkt Main-Spessart ist zu folgenden Zeiten geöffnet: Öffnungszeiten: montags, mittwochs und freitags von 8.30 bis 13 Uhr, dienstags von 13 bis 17 Uhr und donnerstags von 12.30 bis 17.30 Uhr.

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