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Firma Jewa - Spatenstich für neues Produktions- und Verwaltungsgebäude. Investitionen von insgesamt über elf Millionen Euro

Bekenntnis zum Standort Wiebelbach

Von 
Matthias Ernst
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Zum offiziellen Spatenstich für den Bau des neuen Produktions- und Verwaltungsgebäudes der Firma Jewa trafen sich die Beteiligten in Wiebelbach. © Ernst

Wiebelbach. Nach nur etwas mehr als einem Jahr Planungszeit erfolgte nun der Spatenstich für das neue Produktions- und Verwaltungsgebäude der Firma Jewa am Standort Wiebelbach. Für Geschäftsführer Thomas Jessberger war es eine Premiere, wie er vor geladenen Gästen bekannte. Sein erster Spatenstich als Geschäftsführer, aber insgesamt der siebte für das auf Wachstum ausgerichtete Metallverarbeitungsunternehmen.

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Breit aufgestellt

Kreuzwertheims Bürgermeister Klaus Thoma bezeichnete die in der zweiten Generation tätige Firma als einen „renommierten Zulieferer für Maschinen- und Anlagenbau Medizintechnik, Automobilindustrie, elektrotechnische Industrie und Glasindustrie“. Es sei eventuell auch das Erfolgsrezept des Betriebs, dass er so breit aufgestellt ist, mutmaßte er.

Der Spezialist für die Herstellung von hochwertigen Fräs-, Dreh- und Maschinenbauteilen sowie komplett montierten Baugruppen beschäftigt derzeit etwa 110 Mitarbeiter, Tendenz steigend. Die Nachfrage sei sehr groß, man habe aber nicht genügend Beschäftigte, um all die gewünschten Aufträge abzuarbeiten, so Geschäftsführer Thomas Jessberger, der die Firma im vergangenen Jahr von seinem Vater übernommen hat.

Bisher konnten alle Erweiterungen auf dem Firmengelände erfolgen. Nun musste man einen neuen Standort suchen, denn es ist praktisch kein Platz mehr vorhanden. Glücklicherweise konnte etwas weiter unterhalb des bestehenden Betriebsgeländes durch Vermittlung des Markt Kreuzwertheim eine Fläche von 15 000 Quadratmetern erworben werden. Hier soll in einem ersten Bauabschnitt eine etwa 40 mal 30 Meter große Halle mit etwa 8,3 Metern Höhe für die Produktion von Baugruppenteilen entstehen. Außerdem ist ein zirka Quadratmeter großer Kopfbau für die Verwaltung vorgesehen.

Das neue Grundstück wird dann mit etwa einem Viertel bebaut sein. Somit gibt es noch Entwicklungspotenzial, so Thomas Jessberger. In der Endphase werden in der neuen Halle etwa 50 Mitarbeiter beschäftigt sein, die hochwertige Maschinen bedienen sollen. Einige siedeln mit der Auslagerung der bisherigen Baugruppenproduktion von alten an den neuen Standort um. Es sollen aber auch neue Mitarbeiter hinzukommen. Deshalb suche man bereits aktiv nach Verstärkung, bilde aber auch seit Jahren erfolgreich aus. Viele Beschäftigte seien nach dem Beginn im firmeneigenen Ausbildungsprogramm zu wertvollen Mitarbeitern im Betrieb geworden, erläuterte Jessberger. Man sei stolz darauf, dass man jedem Ausbildungswilligen auch einen Ausbildungsplatz zur Verfügung stellen könne mit der Aussicht auf Weiterbeschäftigung nach der Lehre.

Nach dem Bau der neuen Produktionshalle wird am alten Standort kräftig umorganisiert. „Wir investieren für die nächsten 30 bis 40 Jahre“, meinte Jessberger und nannte eine Gesamt-Investitionssumme von gut elf Millionen Euro. Darin enthalten sind allerdings auch hochwertige Maschinen und Anlagen. Die Automation hat bei Jewa schon längst Einzug gehalten, in der Produktion und in der Fertigung.

„Die Firma Jewa ist ein gesundes, sehr innovatives und modernes Unternehmen, das dabei aber absolut bodenständig geblieben ist“, lobte Bürgermeister Thoma. Er sprach die schnelle Genehmigung des Neubaus an, die dank Einhaltung aller Vorschriften des Bebauungsplans im Freistellungsverfahren im November 2021 erfolgen konnte.

„Wir bauen hier nach dem KfW-40-Standard“, nahm Thomas Jessberger Bezug auf die Nachhaltigkeit der Gebäude, die mit Fußbodenheizung und Bodenkühlung für ein angenehmes Arbeitsklima sorgen sollen. Auf das Gebäudedach kommt eine Photovoltaik-Anlage mit einer Leistung von 120 Kilowatt-Peak (kWp). Beim Neubau am alten Firmenstandort soll eine Anlage mit 400 kWp aufgestellt werden und die Energieversorgung sichern.

Für den Bau von zwei Kaltlagerhallen auf dem neuen Gelände mit einer Größe von etwa 20 mal 15 Metern Größe, und einer Firsthöhe von 6,8 Metern sowie dem geplanten Lagerzelt mit einer Fläche von 25 mal 15 Metern, und einer Firsthöhe 6,43 Metern wurde leicht von den Festsetzungen des Bebauungsplans abgewichen, sodass eine Befreiung durch den Gemeinderat beim Abstand von der Grünfläche erfolgen musste. Diese wurde einstimmig gewährt, so Bürgermeister Thoma. Dieser wies darauf hin, dass auch das Landratsamt keine Einwände hatte. Die erforderliche Baugenehmigung ging sehr schnell ein.

Bislang guter Verlauf

„Für so ein Vorhaben braucht es viele verlässliche Partner“, würdigte Thomas Jessberger alle Beteiligten. Besonders hob er dabei die Gemeinde Kreuzwertheim, das Landratsamt Main-Spessart, Volksbank Main-Tauber und Bürgermeister Thoma für ihren Einsatz hervor. Mit dem Generalunternehmer Riedel Bau aus Schweinfurt habe man einen renommierten Baupartner aus der Region gewinnen können. Der bisherige Projektverlauf spreche für sich und lasse den Auftraggeber ganz entspannt in die Bauphase übergehen, so Thomas Jessberger, bevor man zum obligatorischen Spatenstich.

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