Corona-Lage entspannt sich

Aufatmen im Main-Spessart-Kreis

Von 
lra
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Main-Spessart-Kreis. Nach sechs Monaten wurde am Montag der Katastrophenfall für Bayern aufgrund der deutlich gesunkenen Corona-Fallzahlen aufgehoben. Damit könne auch die Führungsgruppe Katastrophenschutz am Landratsamt Main-Spessart durchatmen, heißt es in einer Presseerklärung. Die wöchentlichen Lagebesprechungen mit Vertretern des Schulamtes, der niedergelassenen Ärzte, des Klinikums, der Blaulichtorganisationen und der Bundeswehr würden ab sofort nur noch einmal im Monat stattfinden, solange sich die Lage weiterhin auf einem stabilen, niedrigen Niveau bewegt, so das Landratsamt. Gänzlich darauf verzichten möchte man nicht. „Wir haben im vergangenen Jahr gesehen, wie schnell sich Lage ändern kann. Die Pandemie ist durch die Aufhebung des Katastrophenfalls nicht einfach weg“, so Landrätin Sabine Sitter. Intern werde man deshalb an den wöchentlichen Besprechungen festhalten.

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Mit seiner 7-Tage-Inzidenz mittlerweile über zehn Tage unter dem Schwellenwert von 35 befinde sich Main-Spessart sowohl unter dem bayerischen als auch unter dem bundesdeutschen Schnitt. Gut angenommen worden seien die Tests in den vergangenen Wochen.

Sehr positiv sei die Sonderimpfaktion mit 800 Dosen des Impfstoffs von AstraZeneca vergangenen Freitag im Impfzentrum angenommen worden. Erstmals seit Beginn der Kampagne sei das Zentrum unter voller Auslastung gefahren. Insgesamt habe man an diesem Tag einschließlich der 500 Zweitimpfungen rund 1300 Impfungen vorgenommen. Inzwischen habe das Impfzentrum in Lohr die Marke von 50 000 überschritten, die niedergelassenen Ärzte die Marke von 25 000.

Leider müsse das Impfzentrum aber wegen Impfstoffmangels von Freitag, 11. Juni, bis Sonntag, 13. Juni erneut schließen. Derzeit würden hier vor allem Zweitimpfungen vorgenommen, Erstimpfungen nur vereinzelt. Mit diesen werde es voraussichtlich erst Ende Juni wieder weitergehen können.

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Auch in den Hausarztpraxen sind die Impflieferungen nach wie vor unzuverlässig, wie die Koordinierende Ärztin Petra Gehrsitz berichtete. Die maximal mögliche Menge an Impfstoff, die bestellt werden kann, habe ihre Praxis noch nie erhalten.

Was Veranstaltungen und private Feiern anbelangt, gebe es noch viel Aufklärungsarbeit zu leisten. Mit der neuen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung seien in Landkreisen mit einer Inzidenz bis 50 private Veranstaltungen aus besonderem Anlass und mit einem von Anfang an begrenzten und geladenen Personenkreis wie Geburtstags-, Hochzeits- oder Tauffeiern und Vereinssitzungen wieder erlaubt. „Ich freue mich sehr, dass die Menschen nun wieder mehr Freiheiten haben. Ich hoffe aber, dass sie verantwortungsvoll damit umgehen“, appelliert Landrätin Sabine Sitter an die Bevölkerung. lra

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