Gemeinderat in Krautheim - Nächste Schritte im Breitbandausbau festgelegt / Digitalfunk für die Feuerwehr / „Kleine Variante“ der Herbstmesse abgelehnt „Darauf warten die Bürger schon lange“

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Helmut Frodl
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Für die Renovierung der Grund- und Werkrealschule wurden weitere kleine Bauauträge vergeben. © Helmut Frodl

Krautheim. Erneut befasste sich der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung mit dem geplanten Breitbandausbau in Krautheim. Marcus Müller von der Firma Fiberstrategy, der über die Vorstellung der Umsetzungsabschnitte berichten sollte, konnte aber krankheitsbedingt nicht teilnehmen. Deshalb übernahm Bürgermeister Andreas Köhler dessen Part, der mitteilte, dass der Breitbandausbau in verschiedenen Abschnitten in Krautheim geplant sei. „Die europaweite Ausschreibung der Arbeiten wird derzeit durch das Büro Muth und Partner vorbereitet“, so Köhler.

Baukosten steigen

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Die Ausschreibung sei nach den gesetzlichen Vorgaben notwendig, da die Baukosten jeweils die Millionengrenze übersteigen werden, das Gemeindeoberhaupt weiter. Die Unterlagen sind seit dieser Woche erhältlich. Als Abgabetermin nannte Köhler die 42. Kalenderwoche. Danach erfolgt die Submission und anschließend wird ein Bauzeitenplan erstellt. Die Auftragsvergabe könnte dann in der nächsten Sitzung erfolgen. Anschließend werde ein Starttermin festgelegt.

Wie Köhler auch sagte, könne man, um die Bauzeit möglichst gering zu halten, an mehreren Stellen beginnen, um noch in diesem Jahr einen Fortschritt der Arbeiten zu erreichen. „Da alle rechtlichen Abklärungen zu diesem Großprojekt erfolgt sind, kann es losgehen. Darauf warten die Krautheimer Bürger schon lange“, so Bürgermeister Köhler.

Nächster Punkt war die Auftragsvergabe für den Digitalfunk der Krautheimer Feuerwehr. Aufgrund der in den nächsten Jahren anstehenden Umstellung des analogen Funkes auf Digitalfunk bei sämtlichen Feuerwehren, stehen nun die ersten Arbeiten und Investitionen für die Umstellung an.

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Die Stadt Krautheim hat ein Angebot der Firma Abel und Käufl aus Landshut für die Lieferung von Komponenten des Mehrfachfunkbediensystems Lardis in der Leitzentrale des Feuerwehrgerätehauses vorliegen. Das Angebot beläuft sich auf 43 840 Euro. Zu den Anschaffungskosten kommt eine jährliche Lizenzgebühr in Höhe von 190 Euro. Zusätzlich zu den Investitionskosten soll der Funkraum für 2000 Euro entsprechend renoviert werden. Diese Arbeiten will die Feuerwehr in Eigenleistung umsetzen.

Weitere Informationen zu diesem Punkt gab Stützpunktkommandant Alois Kilian, der noch die Fragen aus dem Gremium beantwortete. Das jetzige System soll im Jahre 2025 komplett abgeschaltet werden. Bis dahin sollen auch die Fahrzeuge der Wehr umgerüstet werden und die aktiven Feuerwehrleute bekommen ein entsprechendes Funkgerät. Die Verwaltung schlug vor, der Firma Abel und Käufl den Auftrag für die Umrüstung zu geben, was der Gemeinderat einstimmig befürwortete.

Kleinere Maßnahmen vergeben

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Bürgermeister Köhler gab bekannt, dass für die derzeitige Renovierung der Grund- und Werkrealschule weitere kleine Maßnahmen im Gesamtwert von rund 50 000 Euro vergeben wurden. Die Mehrkosten sind im Haushalt enthalten. Ein weiterer notwendiger Auftrag wurde an den bereits an der Schule arbeitenden Malerbetrieb Nied (Bad Mergentheim) zum Angebotspreis von 23 700 Euro für die Reinigung und den Neuanstrich der Außenfassade des Gebäudes im Bauteil C vergeben. Die Kosten sind außerhalb des Haushaltes zu finanzieren.

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Die erste Bauabnahme an der Schule sei durch das Landratsamt erfolgt, so dass der Schulbetrieb in einem Teilbereich rechtzeitig zum neuen Schuljahr beginnen könne, so Köhler weiter. „Es war eine positive Abnahme“, sagte Bauamtsleiter Ralf Markert.

Nachdem der Gemeinderat in der vergangenen Sitzung beschlossen hatte, die diesjährige Herbstmesse wegen der Corona-Pandemie abzusagen, seien verstärkt Anfragen von Schaustellern im Rathaus eingegangen, ob man nicht doch eine kleine Veranstaltung durchführen könne, teilte Köhler mit. Dazu wollte der Bürgermeister die Meinung des Gemeinderates hören, der sich aber gegen eine solche Änderung aussprach. Das Gremium war der Meinung, dass auch diese „kleine Variante“ aufgrund der derzeitigen Vorschriften und der verschärften Situation nicht möglich sei.

Ortsvorsteher Hans Joachim Heßlinger sagte jedoch, dass man sich Gedanken machen solle, wie es zukünftig auch mit der Pandemie weitergehe. Man könne auch den Marktbereich auf einen größeren Raum in der Stadt ausweiten, um ein neues System anzugehen, wodurch die geforderte Abstandsregel gewährleistet sei. Man solle sich auch Gedanken um einen Normalbetrieb machen.