Schönes abendliches Ambiente - Serenade im Schlosshof in Gissigheim begeisterte das Publikum Musikunterhaltung auf hohem Niveau

Von 
Edgar Münch
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Das Gesamtorchester Pülfringen und Gissigheim bei seinem gelungenen Auftritt. © Edgar Münch

Musikalische Unterhaltung vor der Kulisse des Schlosses mit vielen Musikstücken aus Film und Klassik bis hin zu Kompositionen aus neuerer Zeit wurde am Samstag abend geboten.

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Gissigheim. Aufgerufen hatte der Musikverein Gissigheim, der mit dem Musikverein Pülfringen im Schlosshof in Gissigheim das Konzert in Form einer Serenade darbot. Alle Besucher waren von den Darbietungen restlos begeistert. Etwas „heiterer“ in Form lauer Frühlingsluft hätte die Temperatur am Abend sein können.

Den ersten Teil des Programms bestritten die Musiker aus Pülfringen mit ihrem Dirigenten Marcus Greim. Nach der Eröffnung mit dem schmissig gespielten Konzert-Marsch „Neue Welt“, begrüßte Vorsitzender Martin Withopf, Gissigheim, die Zuhörer, vor allem Bürgermeister Ludger Krug mit Partnerin Tabea Albrecht, die Ehrenmitglieder sowie die Musikkameraden aus Pülfringen. Für die entsprechende Einstimmung auf die Musikstücke des Gastvereins aus Pülfringen sorgte Conférencier Klaus Böhrer. Mit humorvollen Worten ging er in seinen Ausführungen auf die jeweiligen Kompositionen und ihre Verfasser ein. „Auf der Pfingstwiese“ lautete der Titel der böhmischen Polka von Timo Delwig, die mit viel Applaus bedacht wurde.

In die 80er Jahre versetzte die Kapelle die Zuhörer mit „Eighties Flashback“, einem Happy Medley, wobei neben vielen anderen auch Michael Jackson und vor allem das Musikgenie Eric Clapton zur Geltung kamen. Die jeweiligen Register brachten hier sehr einfühlsam ihren Part in den des Orchesters ein.

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Bei dem Stück „Zwei Supermänner“ glänzten mit ihrem Bariton bzw. Tenorhorn Michael Honikel und Cornelius Knörzer. „Ein junger Egerländer“ von Daniel Fischinger ließ die Herzen der böhmischen Blasmusik-Freunde höher schlagen. Einen Zusammenschnitt bester Musiktitel hörten die Besucher bei „The Cream of Clapton“.

Nach „Kaiserin Sissi“ war die Begeisterung der Zuhörer so groß, dass die Kapelle um eine Zugabe mit in Form der gefühlvollen Ballade „My Dream“ nicht herumkam. Hierbei wirkte Sandra Waltert von den Besucherplätzen aus sehr souverän als Solistin am Flügelhorn.

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Nach einer Pause erklang nun der Marsch „Musik, Musik“, dargeboten vom gastgebenden Verein unter der Stabführung von Julius Geiger. In „Rhapsodie Provence“ fühlten sich die Zuhörer in einzelne südfranzösische Landschaften versetzt. Abwechslungsreich wurden dabei immer wieder Instrumentengruppen aus dem Gesamtorchester hervorgehoben. Mit einem gewaltigen Sprung nach Berlin 1927 kam man mit den Stück „Comedian Harmonists“ zu beliebten, bekannten Melodien wie „Veronika, der Lenz ist da“, „Mein kleiner grüner Kaktus“ oder „Ein Freund, ein guter Freund“, bei denen viele Zuhörer nicht umhin konnten, mitzusingen. Hans Peter Scheifele, der den zweiten Teil des Abends souverän moderierte, verstand es bei allen Darbietungen des Gissigheimer Musikvereins lebhafte Bilder zur gehörten Musik entstehen zu lassen. So vor allem bei „Phantasia“ – für kreative Zuhörer war dieser Vortrag ein echter Genuss.Informativ waren auch die Erklärungen des Moderators zu „My Way, ein beliebtes Lied von Frank Sinatra mit der Schlussaussage „So ist mein Leben“.

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Mit Weisen der Gissigheimer Musiker und mit der Zugabe „Wir Musikanten“, bei dem nochmals der Musikverein Pülfringen zu den Gastgebern auf die Bühne kam, begeisterte man. Die Zuhörer dankten mit stürmischem Schlussapplaus.