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Schutzengelfest - Über 150 Gläubige feiern beim Gottesdienst im Gissigheimer Schlosshof mit

Mittler zwischen Gott und den Menschen

Von 
emü
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Pfarrer Franz Lang zelebrierte den feierlichen Gottesdienst zum Schutzengelfest in Gissigheim. © Edgar Münch

Gissigheim. Die katholische Pfarrgemeinde Gissigheim feierte, wie alle Jahre am ersten Sonntag im September, ihr Schutzengelfest. Unter Corona-Bedingungen versammelten sich die Gläubigen jedoch nicht wie üblich in der Pfarrkirche St. Peter und Paul, sondern im geräumigen Innenhof des Bettendorffschen Schlosses.

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Große Identifikation

Wie stark sich die Gissigheimer mit ihrem Fest identifizieren, kann man an der großen Zahl der Mitfeierenden von über 150 Personen ersehen, die sich zum Gottesdienst um den Altar versammelt hatten. Dabei unterstützte der Musikverein Gissigheim mit seinem beeindruckenden Klang die einzelnen Lieder. Doch musste die traditionsreiche Prozession, wie schon im letzten Jahr, wegen der Pandemie ausfallen. Dies war wohl auch der Grund, warum Baronin Freifrau Irmgard von Bettendorff nicht zu diesem Fest kam. Sie fühlt sich mit dem Schutzengelfest seit langen Jahren verbunden, da es auf ihren Vorfahren, Oberst Christoph Friedrich von Bettendorff, zurückgeht, der es aufgrund seiner wundersamen Befreiung aus der türkischen Gefangenschaft 1739 gestiftet hatte.

Pfarrer Franz Lang, der den Festgottesdienst zelebrierte, hatte die biblischen Texte, die Predigt und auch die Fürbitten auf das Thema „Schutzengel“ ausgerichtet. Daraus ersah man, dass diese himmlischen Wesen von Gott ausgesandt sind, um den Menschen zu helfen. Beeindruckend stellte die Lesung aus der Genesis dar, wie Jakob, der Stammvater des Volkes Israel, im Traum eine Engelsschar auf der Himmelstreppe auf- und absteigen sah. Dies deutete der Prediger als Kommunikationsbrücke, auf der die Engel Botschaften zwischen Gott und den Menschen austauschen. Engel wirken so als Mittler zwischen Gott und Mensch. Ihre Sendung zeige, dass Gott sich für die Menschen interessiere und bei den Menschen sein will. Engel seien gute Geister, die den Menschen umgeben und denen Gott die Weisung gegeben hat, ihnen zu helfen, deren Leben gut zu gestalten. Ihre wichtigste Aufgabe sei es, die Menschen zu beschützen, zu trösten und sie anzuleiten, Gott zu loben und zu ihm zu beten. Das gelte auch für diese Zeit. An mehreren Beispielen machte Pfarrer Lang dies deutlich. Eindrucksvoll komme es im Lied „Von guten Mächten wunderbar geborgen“, zur Geltung. Ein Text von Dietrich Bonhoeffer, den er im Angesicht seines Todes in der Gefängniszelle verfasst hatte.

Bleibende Verbindung

Das Schutzengelfest, so Lang, sei ein Fest, das an die bleibende Verbindung zwischen Gott und den Menschen erinnere und das zeige, dass alle Menschen Engel, das heißt Boten Gottes sein können, vor allem, wenn sie sich gegenseitig unterstützen und aufeinander achtgeben.

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Am Ende des Gottesdienstes dankte der Geistliche allen selbstlosen Helfern, die die Durchführung dieses Festes ermöglichten. Sein besonderer Dank galt dem Musikverein für die musikalische Umrahmung.

Mit dem Segensgruß beendete er die kirchliche Feier. Der Musikverein unter Leitung von Julius Geiger aber präsentierte anschließend noch einige schwungvolle Musikstücke, für die er reichen Applaus erntete. emü

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