Individuelle Betrachtung der Sachlage

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su/ms
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Wie in Königheim müssen auch in anderen Gemeinden in der Region nach Beschwerden wegen Lärmbelästigung nachts die Turmuhren „schweigen“. Jüngstes Beispiel dafür ist die Buchener Christuskirche.

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Die Erzdiözese Freiburg kann zwar keinen Trend bestätigen, macht aber deutlich: „Grundsätzlich betrachten wir den Uhrenschlag und Glockenläuten als unverzichtbare Bestandteile des religiösen Lebens, das wir bewahren möchten: So ruft das Glockenläuten – beispielsweise das Angelusläuten am Morgen – Gläubige zum Gebet auf. Diese lange kulturgeschichtliche Tradition wollen wir selbstverständlich unter Einhaltung der gesetzlichen Rahmenbedingungen – mit Blick auf die Immissionsrichtwerte – lebendig halten.“

Die Praxis zeige, dass bei jeder Beschwerde eine individuelle Betrachtung der Sachlage vor Ort nötig sei. So gebe es Unterschiede bei den Immissionsrichtwerten mit Blick auf den Ort der Kirche. Beispielsweise müsse zunächst geprüft werden, ob es sich um ein Dorf- und Mischgebiet, ein allgemeines Wohngebiet oder einen Kurort handelt. su/ms