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Kunst - Ausstellung „Der Gissigheimer Maler Max Wolf und sein Freunde“ ab 26. Juni in dem Königheimer Gemeindeteil zu sehen

Gegenüberstellung der Werke ein besonderer Reiz

Von 
Burkard Gassenbauer
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Gemälde oder Foto? Kraichgau-Landschaft, gemalt von dem 1824 in Gissigheim geborenen Künstler Max Wolf. Erstmals sind ab 26. Juni Werke Wolfs in einer Ausstellung in seinem Geburtsort zu sehen. © Burkard Gassenbauer

Gissigheim. „Gemälde oder Foto?“ schrieb ein Journalist anlässlich einer Ausstellung 2019 mit Blick auf ein Werk des aus Gissigheim) stammenden Malers Max Wolf (1824 bis 1901), der ab 1867 als Gymnasial-Professor in Heidelberg gelebt und gelehrt und sich hier besonders auch als Künstler und als Leiter des Kunstvereins hohe Wertschätzung erworben hat. Mehr als 120 Jahre nach seinem Tod sind nun Werke des Landschaftsmalers und Zeichners erstmals in seinem Geburtsort zu sehen.

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Die vom örtlichen Heimatverein organisierte Ausstellung mit dem Titel „Der Gissigheimer Maler Max Wolf und seine Künstler-Freunde“, die durch Leihgaben der renommierten Kunsthistoriker Dr. Benno Lehmann (Mannheim) und Dr. Jörg Paczkowski (Wertheim) aus privaten Sammlungen möglich wurde, hat ihren besonderen Reiz einerseits in ihren Premieren-Charakter, andererseits in der Gegenüberstellung von Werken Wolfs und sechs seiner Freunde.

Darunter sind bekannte Namen wie der aus einer Heidelberger Malerdynastie stammende Guido Philipp Schmitt, der in England zum gefragtesten Porträtmaler des Hochadels avancierte und in Deutschland unter anderem mit dem vielfach gedruckten Gemälde „Bismarck als Schmied der deutschen Einheit“ berühmt wurde, Karl Weysser (1833 bis 1904), dem seine Gemälde den Beinahmen „Badischer Spitzweg“ eingebracht haben, sowie Theodor Verhas (1811 bis 1872), der auch an Main und Tauber aktiv war, indem er 1863 in Wertheim im Auftrag des Fürsten von Löwenstein-Wertheim Zeichnungen und Aquarelle für eine Kunstmappe gefertigt hat.

Vor allem im Neckartal

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-g-
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Wolf selber hat seine Motive vor allem in Neckartal, aber zum Beispiel auch am Gardasee gefunden und auf äußerst realitätsnahe Weise festgehalten – auf dem Skizzenblock, auf Aquarellpapier und in Öl auf Leinwand. Kennzeichnend für sein künstlerisches Schaffen sind, wie in einem Kunstkatalog beschrieben wird, „die kleinen unprätentiösen Landschaftsausschnitte und Waldansichten, die von Licht durchflutet sind und in einer fein nuancierten Farbgebung wiedergegeben werden . . .“

Die Max-Wolf-Ausstellung wird Sonntag, 26. Juni, um 15 Uhr im Bettendorfschen Schloss in Gissigheim eröffnet und dort bis Mitte Oktober an Sonntagen nachmittags bei freiem Eintritt zu sehen sein. Im Verlauf dieser vier Monate ist auch zumindest eine Vortragsveranstaltung vorgesehen, in der über Leben und Werk Max Wolfs berichtet wird. Sie wird rechtzeitig angekündigt. Ein Ausstellungskatalog wird angeboten.

Zusätzliches „Schmankerl“: Wer sich an einem Preisrätsel beteiligt, kann ein Wolf-Werk gewinnen, das in der Finissage verlost wird.

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