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Ganz besonderer Ehrentag - In Gissigheim feiert an diesem Freitag mit Monika Thum die älteste Einwohnerin der Großgemeinde Königheim den 100. Geburtstag

Früh gelernt, richtig zuzupacken

Von 
Edgar Münch
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Mit Monika Thum feiert an diesem Freitag in Gissigheim die älteste Einwohnerin der Großgemeinde Königheim ihren 100. Geburtstag. © Edgar Münch

Monika Thum begeht an diesem Freitag ein ganz besonderes und ein ganz seltenes Fest. In Gissigheim begeht die älteste Königheimerin ihren 100. Geburtstag.

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Gissigheim. Wer die Jubilarin aus der Nähe sieht, kann es kaum glauben. Monika Thum, diese körperlich noch recht rüstige Frau mit straffem Gesicht und munter dreinblickenden Augen kann an diesem Freitag ihren 100. Geburtstag feiern. Sie blickt zurück auf ein arbeitsreiches, erfülltes, abwechslungsreiches Leben, in dem es Höhen und Tiefen gab.

Fünf Geschwister

Die Jubilarin erblickte 1921 als zweitältestes Kind von insgesamt fünf Geschwistern in Gissigheim das Licht der Welt. Da ihre Eltern Johann und Barbara Thum eine Landwirtschaft betrieben, musste sie schon als Kind fleißig mithelfen. Die Kriegs- und Nachkriegsjahre und auch manch harte Schicksalsschläge in der Familie hat sie überstehen müssen. So musste man schon zwei ihrer Geschwister in früher Kindheit beerdigen. Ihr einziger Bruder Fabian wurde 1945 als vermisst gemeldet. Auch ihre Eltern starben sehr früh 1951 und 1953 und ihre einzige Nichte wurde nur 47 Jahre alt.

Ihre positive Einstellung, ihre menschfreundliche Art und ihre Zuversicht haben der Jubilarin geholfen, dies anzunehmen und stets nach vorn zu blick. Humor, Heiterkeit, Zufriedenheit, das Gebet und die Kraft, die ihr der Glauben gibt, sind bis heute Grundlagen ihrer stabilen Gesundheit und ihres langen Lebens. Auch die Freude über ihre vier Großnichten und Neffen sowie ihre beiden Urgroßnichten haben ihr Leben bis heute positiv beeinflusst.

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Als Haushaltshilfe tätig

Nach dem Abschluss der damaligen Volksschule in Gissigheim besuchte Monika Thum die Koch- und Nähschule. Von 1938 an arbeitete sie in Brühl als Haushaltshilfe. Nach dem Tod ihrer Eltern ging sie zurück nach Gissigheim, um ihrer einzigen Schwester und deren Mann in der Landwirtschaft zu helfen, um den Haushalt zu führen, was sie mit großem Engagement und mit bewundernswerter Selbstlosigkeit tat.

Viele Jahre unterstützte Monika Thum mit ihrer klaren Sopranstimme den Gissigheimer Kirchenchor. Singen, Musik hören und die sonntäglichen Fußballspiele zu verfolgen, gehörten lange Jahre zu ihrer großen Leidenschaft. Die Jubilarin war auch stets interessiert am Dorfgeschehen und informierte sich über politische Ereignisse. Doch bereiten ihr seit einigen Jahren das Sehen und Hören große Schwierigkeiten, so dass sie eigentlich nur die ihr vertrauten Stimmen der Angehörigen erfassen kann. Daher ist auch der Kirchenbesuch zu ihrem großen Leidwesen nicht mehr möglich.

Um so größer ist die Freude, wenn sie Ortspfarrer Franz Lang besucht und ihr die monatliche Kommunion reicht. Sie ist sich ihrer guten geistigen und körperlichen Verfassung bewusst, die ihr noch kleine Spaziergänge um Haus und Hof erlauben. Dabei freut sie sich über die Vielfalt der Blumen, die rund um ihr Eigenheim blühen. Gerne erinnert sie sich an frühere Zeiten. Mit klaren Worten, einer kräftigen Stimme und mit viel Erinnerungsvermögen kann sie Verwandtschaftsbeziehungen in ihrer Familie auflisten, die bis Boxberg, Obereubigheim und Heidersbach reichen.

Seit ihre Schwester 2011 gestorben ist, wird sie liebevoll in ihrem gewohnten Zuhause von der Familie ihres Neffen gepflegt und versorgt und freut sich jeweils sehr über den Besuch von Familienangehörigen. In ihrer jetzigen Situation kann man sie rundum als glücklich bezeichnen.

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Kleine Feier geplant

Ihre Angehörigen gratulieren der Jubilarin an diesem Freitag von Herzen und dankten ihr bei einer kleinen Feier für alles Gute, das sie für sie getan hat. Sie wünscht ihr weiterhin Gesundheit, Glück und Gottes Segen.

Die Fränkischen Nachrichten schließen sich den zahlreichen Glückwünschen zum Jubiläum an.

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