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Igersheim - Königsproklamation des Schützenvereins / Am 17. Oktober Tag der offenen Tür im Schützenhaus

Vorsitzender Jens Bräu Schützenkönig

Von 
Bernd Hellstern
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Die Igersheimer Königsfamilie 2021/22: Auf dem Bild Bürgermeister Frank Menikheim (links), die Pokalgewinner und die neue Königsfamilie des Schützenvereins Igersheim um den neuen Schützenkönig Jens Bräu (Vierter von rechts). © Bernd Hellstern

Der neue Vorsitzende des Schützenvereins Igersheim, Jens Bräu, ist zugleich neuer Schützenkönig. Bei der Proklamation der Königsfamilie war die Überraschung genauso groß wie die Freude.

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Igersheim. Die Igersheimer Schützen proklamierten traditionsgemäß zum Herbstanfang vor dem Rathaus feierlich ihren neuen Schützenkönig samt Königsfamilie. Als sie sich am Morgen anschickten, sich mit dem noch amtierenden Schützenkönig Wolfgang Szuba auf das Ereignis einzustimmen, deutete es sich an, dass es besser war, vorsichtshalber einen Regenschirm dabei zu haben. Doch der Wettergott hatte ein Einsehen und beließ es bei ein paar warnenden Tropfen.

Begleitet von der Musikkapelle Neuses zog man zum Rathaus, wo neben Bürgermeister Frank Menikheim – der wieder die Proklamation der Königsfamilie vornahm – auch einiges Publikum wartete, um die Proklamation der neuen Königsfamilie mitzuerleben. Der neue Oberschützenmeister Jens Bräu nannte es ein perfektes Timing, dass er bei seiner allerersten Proklamation als Vorsitzender dies auch gleich auf dem kurz zuvor eingeweihten neuen Marktplatz tun könne.

Zu Beginn verabschiedete Jens Bräu die scheidende Königsfamilie, die den Schützenverein Igersheim wieder würdig vertreten habe, ob der Corona-Pandemie leider nicht so häufig wie gewohnt. Man sehe es hier am Möhlerplatz, dass viel in Bewegung sei und viel gestaltet werde. So sei es auch beim Schützenverein, der unter Einhaltung der 3G Regeln nun wieder den Trainingsbetrieb größtenteils und problemlos aufgenommen habe. Dennoch sei das vergangene Jahr nicht einfach gewesen. Bei der letzten Proklamation habe noch die Hoffnung bestanden, dass man einigermaßen glimpflich über den Winter komme, doch ein paar Wochen später waren diese Hoffnungen bereits wieder Makulatur.

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Das führte zur erneuten Schließung des Schützenhauses und der Absage geplanten geselligen und sportlichen Veranstaltungen, es folgte ein siebenmonatiger absoluter Stillstand des Vereinslebens. Umso erfreulicher die Entwicklung über den Sommer, wie die gut besuchte Hauptversammlung und das Grillfest. Jetzt heißt es, so Jens Bräu, nicht nachlassen, denn die Herausforderungen im Verein werden nicht weniger, denke man an die strukturellen Veränderungen wie Überalterung und Mitgliederschwund, was durch Corona noch sichtbarer wurde.

In diesem Zusammenhang würdigte er die in Igersheim gut funktionierende partnerschaftliche und unkomplizierte Zusammenarbeit zwischen den Vereinen und mit der Gemeindeverwaltung. Besonders hob er die kameradschaftliche Zusammenarbeit mit dem Sängerkranz Igersheim als verlässlichem Partner hervor. Um das neu erwachte Vereinsleben weiter zu intensivieren, werde der Verein die Bevölkerung am Sonntag, 17. Oktober, zu einem „Tag der offenen Tür“ ins Schützenhaus einladen.

Bevor Bürgermeister Frank Menikheim die neu ermittelten Pokal- und Ehrenscheibengewinner bekannt gab und den versiegelten Umschlag mit den Namen der neuen Würdenträger öffnete, richtete er noch einige Worte an die Schützenfamilie. Er sei immer gerne mit dabei, wenn die Schützenfamilie zu ihrem wichtigsten Termin im Jahresablauf einlädt, zur Proklamation der Schützenkönige.

Positives Zeichen

Der neue Vorsitzende sei ein sichtbares und positives Zeichen für die Zukunft des Vereins. Die Premiere sei ihm bestens gelungen, doch das mit dem Proklamations-Wetter, das müsse er noch etwas üben, so Menikheim augenzwinkernd. Der Möhlerplatz erstrahle in neuem Glanz, das öffentliche Leben nehme wieder Fahrt auf, man könne wieder Feste feiern. Er wünsche den Igersheimer Schützen, so der Bürgermeister, dass sie sich weiterhin der Pflege und der Tradition des Schützenwesens widmen mögen. Um die Spannung noch etwas zu erhöhen, gab der Bürgermeister zuerst die Pokalsieger und die Disziplinkönige bekannt. Zum Bogenkönig schoss sich mit sehr guten 25 mm Abstand zum Zentrum Bernhard Müller. Die Würde des Pistolenkönigs sicherte sich mit einem 400 Teiler Kurt Käpplinger, und Damenkönigin wurde Franzi Pritzkow mit einem 98,4 Teiler. Danach proklamierte der Bürgermeister Oberschützenmeister Jens Bräu zum völlig überraschten und umjubelten Schützenkönig 2021/22, der sich die Königswürde mit einem sehr guten 81 Teiler sicherte. Assistiert wird er von Michael Zorn (LG) als erstem Ritter, der sich mit einem guten 86,6 Teiler gegen den zweiten Ritter Gottfried Müller (97,7 Teiler) durchgesetzt hatte.

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Er sei stolz, Schützenkönig geworden zu sein, so Jens Bräu in seiner kurzen Ansprache. Sein Dank ging an die Verantwortlichen des Königsschießens für ihren Einsatz. Nach einem abschließenden Stück der Musikkapelle Neuses machte sich die Schützenfamilie auf ins Schützenhaus am Spießle, um beim gemütlichen Beisammensein die nun für ein Jahr „königlichen“ Schützen gebührend zu feiern.

Pokal- und Ehrenscheibengewinner: Die Bogenwanderscheibe ging mit 72 Ringen an Michael Zorn (LG), der sich auch die Ehrenscheibe mit einem fast perfekten 11,8 Teiler sicherte.

Den Wanderpokal Luftgewehr gewann Jens Bräu (95 Ringe), den Luftpistolenwanderpokal mit 89 Ringen Michael Zorn (LP). Der Sportpistolenwanderpokal und der Großkaliberpokal wurden mit 90 beziehungsweise 45 Ringen eine sichere Beute von Gottfried Müller.

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