Großübung von Feuerwehr und THW - Rund 70 Mann wurden zu einem „Notfall“ in Harthausen gerufen / Schnell vor Ort Rettungskräfte schnell Herr der Lage

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Klaus T. Mende
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Nachdem der Zug des THW die einsturzgefährdete Wand gestützt hatte, bargen die Einsatzkräfte erfolgreich zwei verschüttete Personen aus dem Gewölbekeller der Scheune. © Klaus T. Mende

Rund 70 Einsatzkräfte von Feuerwehr und THW beteiligten sich am Montagabend an einer Großübung in Harthausen. Die Zusammenarbeit klappt vorzüglich.

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Harthausen. Hauptstraße 14 in dem Igersheimer Teilort Harthausen – der Blitz ist in ein Wohnhaus eingeschlagen, das sofort Feuer gefangen hat. Großeinsatz: In wenigen Minuten waren die ersten Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr vor Ort. Und kurz darauf ein Zug des ortsansässigen Technischen Hilfswerks.

„Es waren noch Personen eingeschlossen – wie viele, das wussten wir nicht“, beschrieb Kommandant Hermann Michel die Situation. „Wir mussten deshalb auf die Suche gehen.“ Durch die Erschütterung des Blitzeinschlags drohte darüber hinaus, in der Scheune eine Wand einzustürzen, zudem war der Eingang eines dort befindlichen Gewölbekellers zugeschüttet worden, in dem sich ebenfalls noch zwei Personen befanden.

Eigensicherung

„Wir hatten den Einsatzbefehl, zwei verletzte Personen in einem Gewölbekeller zu bergen“, skizziert Marco Wieczorek, Ortsbeauftragter, des THW Igersheim, die Lage. „Wir mussten zunächst zur Eigensicherung eine Wand abstützen, weil diese einzustürzen drohte.“

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Nachdem dies erfolgt und die Eigensicherung hergestellt war, „haben wir mit der Verletztenbergung begonnen.“

Eine Person sei bewusstlos gewesen, die zweite Person ansprechbar. Selbige habe sich aus eigenen Kräften befreien können, die zweite „wurde mit Hilfe eines Schleifkorbs aus der Notsituation geholt“.

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Unterdessen waren die Mitglieder der Gesamtfeuerwehr Igersheim, bestehend aus den fünf Abteilungen Igersheim, Harthausen, Neuses, Bernsfelden und Simmringen, mit der Brandbekämpfung beschäftigt, bei der auch Atemschutzgeräteträger zum Einsatz kamen. Zudem mussten die Personen aus brennenden Haus gerettet werden. Für die Wasserversorgung war ferner eigens eine Schlauchleitung verlegt worden.

Das Miteinander gefördert

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Schlussendlich waren die Rettungskräfte rasch Herr der Lage und hatten die Situation unter Kontrolle.

„Wir haben das Ganze nahe an der Realität simuliert. In Igersheim gibt es nur eine Gemeindefeuerwehr, da ist es umso wichtiger, dass man einmal im Jahr eine abteilungsübergreifende Übung durchführt“, bilanzierte Hermann Michel am Ende. Und da habe es sich angeboten, die Kollegen des THW mit einzubeziehen. „Wir hatten auch schon reale Einsätze mit dem Technischen Hilfswerk, zum Beispiel bei einem Hochwasser.“

Die Zusammenarbeit finde er sehr gut, so der Kommandant, dies fördere das Miteinander.

Rainer Stephan, THW-Gruppenführer: „Die Alarmierung erfolgte über Funk, im Einsatzfall geschieht dies über die Rettungsleitstelle. Ich fand, es war eine gute Übung, es hat alles aus meiner Sicht reibungslos geklappt.“

Und Marco Wieczorek ergänzte: „Solche Maßnahmen sind sehr wichtig, um in Form zu bleiben.“ Sie habe auch diesmal wieder seiner Truppe gezeigt, dass „wir immer wieder solche Szenarien erfahren müssen“. Dies sei jetzt die erste relativ einsatznahe Übung mit der Feuerwehr Igersheim gewesen, „nachdem wir im vergangenen Jahr eine Waldbrandübung hatten, die etwas unspektakulärer abgelaufen war“. Bei der Großübung war das THW Igersheim mit einem kompletten neunköpfigen Zug vor Ort, die Freiwillige Feuerwehr brachte insgesamt knapp 60 aktive Floriansjünger zum Einsatz.

Redaktion Mitglied der Main-Tauber-Kreis-Redaktion mit Schwerpunkt Igersheim und Assamstadt