AdUnit Billboard
Beste Trainingsmöglichkeit - Hochmoderne Brandübungsanlage steht bis Ende Juli am Igersheimer Feuerwehrgerätehaus

Rettungskräfte haben den Ernstfall geprobt

Von 
Klaus T. Mende
Lesedauer: 

Igersheim. Die eigene Hand kaum vor Augen sehen zu können, das ist für die Atemschutzträger der Freiwilligen Feuerwehren in schöner Regelmäßigkeit der Fall. Bei ihren Einsätzen erschweren Dunkelheit und Qualm die Sicht oft derart, dass sie ohne Übung schnell die Orientierung verlieren können – dies könnte dann lebensgefährlich werden. Realistische Bedingungen, in denen diese Situationen trainiert werden können, sind heutzutage rar. Gerade deswegen wird die Gelegenheit gerne wahrgenommen, den Erstfall simulieren und üben zu können. Derzeit steht auf dem Areal des Igersheimer Feuerwehrgerätehauses die umfassend modernisierte EnBW-Brandübungsanlage, die in all den Tag gut frequentiert wird. Denn vor allem so genannte „heiße“ Trainingseinheiten sensibilisieren die Rettungskräfte auch für Gefahren, die etwa beim Löschen von Verteilanlagen und Umspannstationen entstehen.

AdUnit Mobile_Pos2
AdUnit Content_1

Unterschiedliche Einsatzlagen

In den rund 20 Quadratmeter großen Anlagen in Igersheim können unterschiedliche Einsatzlagen simuliert werden: vom Zimmer-, Treppen- oder Verteilerkastenbrand, Brand eines 20-kV-Verteilers, bis hin zum Gasleitungsbrand. Auch die Simulation eines sogenannten „flash-overs“ (große Rauchgasdurchzündung) ist in dieser Anlage möglich, die durch das ganze Land reist. Mit 300 bis 600 Grad Hitze herrschen dabei reale Bedingungen.

In der Brandübungsanlage in Ígersheim testen die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr den Erstfall unter realistischen Bedingungen. © Klaus T. Mende

So können sich Feuerwehrleute mit Hitze, Dunkelheit, Enge und den Gefahren beim Atemschutzeinsatz vertraut machen. Begleitet wird die Anlage durch speziell eingewiesene und erfahrene Feuerwehrleute, die vor Ort die Überwachung übernehmen. In Zweigruppen und kompletter Montur, sie dürfte bis zu 25 Kilogramm auf die Waage bringen, simulieren die Atemschutzträger den Ernstfall – bis zu sieben Minuten am Stück. „Hier muss sich einer auf den anderen verlassen können, es bringt nichts, überstürzt zu reagieren und die Kontrolle zu verlieren“, erklärt ein völlig verschwitzter Feuerwehrmann der Abteilung Sonderhofen, die sich diese Möglichkeit nicht entgehen lässt.

Trotz der permanenten Stresssituation sei es eminent wichtig, sich nicht treiben zu lassen. Nur so könne ein Einsatz erfolgreich absolviert werden. Diese regelmäßigen Übungseinheiten seien ebenso wichtig wie der Umstand, sich in gesundheitlicher Hinsicht von ärztlicher Seite immer wieder bescheinigen zu lassen, dass man dieser harten Tätigkeit gewachsen ist.

AdUnit Mobile_Pos3
AdUnit Content_2

Die Brandübungsanlage wird noch bis Ende des Monats in Igersheim im Einsatz, um den Feuerwehrkräften, auch anderer Abteilungen, die Gelegenheit zu geben, das eigene Vermögen zu testen.

Redaktion Mitglied der Main-Tauber-Kreis-Redaktion mit Schwerpunkt Igersheim und Assamstadt

AdUnit Footer_1
AdUnit Mobile_Footer_1