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„Stadtradeln“ - Die Igersheimer schlagen ab 23. Juni dem Klimawandel ein Schnippchen – und sind bestrebt, ihren Titel zu verteidigen

Joachim und seine Mitstreiter wollen kräftig in die Pedale „hau’n“

Von 
Klaus T. Mende
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Freuen sich auf die Aktion (von links) Christa Schäferle, Bürgermeister Frank Menikheim, „Stadtradlstar“ Joachim Haun und Koordinatorin Ingrid Kaufmann-Kreußer. © Klaus T. Mende

Igersheim. Die Gemeinde Igersheim beteiligt sich erneut an der Aktion „Stadtradeln“. „Stadtradlstar“ Joachim Haun, der den Staffelstab von Bürgermeister Frank Menikheim übernommen hat, hofft in den drei Wochen von 23. Juni bis 13. Juli auf zahlreiche Mitstrampler, die so viele Kilometer zusammenkriegen, dass vielleicht der Titel aus dem vergangenen Jahr verteidigt werden kann. Jeder, der Spaß hat, mit dem Drahtesel unterwegs zu sein, und Natur sowie Umwelt etwas Guten tun möchte, sei willkommen, betonen Menikheim und Haun im Beisein von Projektkoordinatorin Ingrid Kaufmann-Kreußer und Christa Schäferle vom Orga-Team, unisono.

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„Eigentlich radeln wir alle für die eigene Gesundheit und unser Wohlbefinden, für das Klima und den Umweltschutz, aber beim ,Stadtradeln’-Projekt eben auch für die Gemeinschaft. Schließlich macht nachhaltige Mobilität und Klimaschutz im Team mehr Sinn und Spaß“, sagt Kaufmann-Kreußer, Schäferle stimmt ihr nickend zu.

Im vergangenen Jahr waren die Igersheimer sehr erfolgreich. 269 Teilnehmer erradelten in drei Wochen 68 050 Kilometer und setzten sich damit vor die Große Kreisstadt Wertheim (67 964 Kilometer mit 294 Aktiven) an die Spitze. Der Ehrgeiz ist geweckt, wieder ganz vorn mitzumischen. „Jeder ist willkommen, mitzumachen“, so die Koordinatorin (Registrierung online www.stadtradeln.de/igersheim oder schriftlich im Rathaus).

Im vergangenen Jahr hatte Bürgermeister Frank Menkikheim ganze drei Wochen auf das Auto verzichtet und an vorderster Front dazu beigetragen, dass Igersheim so gut abgeschnitten hatte. In diesem Jahr hat die Rolle des „Stadtradlstars“ Joachim Haun übernommen. Er ist gewissermaßen das „Igersheimer Gesicht“ dieser Aktion und angehalten, drei Wochen ausschließlich auf den Drahtesel zurückzugreifen. „Als Familienvater gewiss eine Herausforderung, die aber zu schaffen ist, zumal ich ohnehin viel mit dem Rad unterwegs bin, etwa zur Arbeit oder auf Kurzstrecken“, so Haun, Er gehe die Aufgabe mit Spaß und Motivation an. „Das ist das Wichtigste“, so Christa Schäferle.

Auch „offenes“ Team möglich

Beim Projekt „Stadtradeln“ können alle angemeldeten Radler für die eigene Gemeinde, die Firma, den Verein, für die Clique, mit Nachbarn oder allein im „offenen“ Team“ losradeln und sich mit anderen Teams messen. Dass im Rahmen der Initiative „Radkultur“ das Land die Teilnahme an der Aktion des Klima-Bündnisses fördert, macht das Projekt auch für Kommunen leistbar.

Jeder Kilometer zählt, der innerhalb dieser 21 Tage mit dem Rad zurückgelegt wird – sei’s in Igersheim oder in der Region oder im Urlaub, sei‘s auf dem Weg zur Arbeit, zum Einkaufen oder ins Vergnügen. Im Rathaus und im Bürgerlädle liegen vorbereitete Anmeldezettel aus für Team-Captains und Team-Mitglieder sowie Kilometererfassungsbögen für Teilnehmer, die nicht den Onlinezugang oder die App nutzen. Stadtradeln-Koordinatorin Ingrid Kaufmann-Kreußer im Rathaus (Telefon 07931/49722, E-Mail igersheim@stadtradeln.de) steht für Fragen zur Verfügung und unterstützt bei Bedarf. Und wie funktioniert das Kilometersammeln? Geradelte Strecken können mit Kilometerzählern, Radcomputern, der „Stadtradeln“-App, einem Routenplaner oder über Schätzung ermittelt werden. Online können die Kilometer im Radelkalender unter https://login.stadtradeln.de/user/dashboard eingetragen werden. Oder die Aktiven laden sich die „Stadtradeln“-App herunter, tragen dort ihre Leistung ein oder tracken ihre Strecken. Wie häufig und wie detailliert die Kilometer eingetragen werden, entscheidet jeder selbst. Es kann jede Fahrt einzeln, die gesamten Kilometer eines Tages oder auch eine Woche als Gesamtsumme eingetragen werden. Radler ohne Internetzugang können der „Stadtradeln“-Koordination wöchentlich die Radkilometer per Erfassungsbogen melden. Kilometer können bis einschließlich 20. Juli nachgetragen werden, sofern Sie innerhalb des dreiwöchigen Zeitraums absolviert wurden. Wo die Radkilometer zurückgelegt werden, ist nicht relevant, denn Klimaschutz endet an keiner Stadt- oder Landesgrenze. Beim Radeln gewinnen alle: Es hält fit, ist umweltfreundlich und spart Zeit und Geld, so der Tenor von Menikheim, Haun, Schäferle und Kaufmann-Kreußer. Das Klima-Bündnis prämiert in fünf Größenklassen die fahrradaktivsten Kommunalparlamente sowie Kommunen mit den meisten Radkilometern (absolut). In beiden Kategorien werden zudem die jeweils beste Newcomer-Kommune je Größenklasse geehrt. Bürgermeister Frank Menikheim ist auch wieder mit von der Partie: „Eine gute Sache, ich hoffe, dass wir ähnlich erfolgreich sein werden wie im letzten Jahr.“ Er freue sich, mit Joachim Haun einen guten Nachfolger gefunden zu haben. Alle wichtigen Infos über Anmeldung, Online-Radelkalender, Ergebnisse und vieles mehr findet man unter www.stadtradeln.de.

Redaktion Mitglied der Main-Tauber-Kreis-Redaktion mit Schwerpunkt Igersheim und Assamstadt

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