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Nach zweijähriger Pause - Fußwallfahrt findet statt, aber es findet sich aktuell niemand, der im Vorstand Verantwortung übernehmen will

Führungskrise: Wallfahrtsverein funkt SOS

Von 
wvig
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Igersheim. Nach zweijähriger Pandemiepause führt der Wallfahrtsverein Igersheim in diesem Jahr wieder eine Wallfahrt nach Walldürn. Die Vorbereitungen für den Event am 18./19. Juni sind in vollem Gange. Soweit im Augenblick absehbar, gibt es keine Einschränkungen. Lediglich in der Basilika muss eine medizinische Maske verpflichtend getragen werden, dafür gibt es dort keine Abstandsregeln. Die Verantwortlichen sind guter Dinge, dass die Wallfahrt am Wochenende nach Fronleichnam weitestgehend wie vor Corona stattfinden kann und hoffen, dass sich auch wieder zahlreiche Pilger mit der Gruppe auf den Weg machen. Bei vielen Teilnehmern ist die Sehnsucht nach gemeinsamen Erlebnissen groß, manche aber zweifeln nach der langen Pause, ob sie sich die herausfordernde Wegstrecke wieder zutrauen.

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Weniger positiv gestaltet sich hingegen die Lage in der Führung des Wallfahrtsvereins. Schon 2020 machte sich der Vorstand mit dem Pilgerführungsteam Gedanken über die Nachfolgeregelung an der Spitze. Da in den letzten zwei Jahren kaum Begegnungen stattgefunden haben, war die Suche nach neuen Verantwortlichen ergebnislos im Sande verlaufen. Im Rahmen der Mitgliederversammlung Ende April wurde folglich kein neuer Vorstand gewählt. Ähnlich wie in anderen Vereinen ist es grundsätzlich schwierig, Personen zu finden, die sich als Hauptverantwortliche zur Verfügung stellen. Da der Wallfahrtsverein kein eingetragener Verein ist, könnte in Zukunft eine Teamlösung gefunden werden. Dazu braucht es aber trotzdem Menschen, die sich für den Erhalt der Wallfahrtstradition verantwortlich engagieren.

Wie geht es weiter mit dem Wallfahrtsverein? © Wallfahrtsverein

Der bisherige Vorstand Wolfgang Tatusch, Brigitte Dastig, Doris Hornung und Beate Kohlschreiber hofft, dass die Jahrhunderte alte Tradition in Igersheim in den kommenden Jahren in irgendeiner Form erhalten bleibt. Sie organisieren die Wallfahrt 2022 gemeinsam mit dem Pilgerführungsteam zum letzten Mal in gewohnter Weise.

So starten die Igersheimer Pilger traditionell in der Nacht zum Samstag, 18. Juni, um 0.30 Uhr am Igersheimer Marktplatz. Die 45 Kilometerlange Wegstrecke führt teilweise über unbefestigte Wege, größtenteils über Asphalt. Gutes Schuhwerk, Regen- und Sonnenschutz sind für den zwölfstündigen Weg erforderlich. Das Gepäck kann in einem Begleitfahrzeug transportiert werden und natürlich findet auch ein Wallfahrer, der die Wegstrecke nicht ganz schafft, ein Plätzchen zum Mitfahren. Gegen 12 Uhr kommt die Gruppe am Samstag in Walldürn an.

Am Sonntag, 19. Juni, beginnt um 6 Uhr der zweite Wallfahrtstag mit einer kurzen Andacht an der Mariengrotte. Um 6.30 Uhr feiern die Pilger am Blutsaltar mit der großen Pilgerfamilie eine Pilgermesse. Viele Angehörige, ehemalige Pilgern und Freunde der Wallfahrt kommen eigens dafür mit dem Pkw nach Walldürn.

Im Anschluss an die Messe besteht die Möglichkeit zum Frühstück. Um 9 Uhr geht es dann nach dem Auszugssegen zurück. Ab 21.30 Uhr wird die Pilgergruppe in Igersheim erwartet. Pro Strecke gibt es zwei bis drei längere Pausen, in denen es auch die Möglichkeit zur Einkehr gibt.

Es ist natürlich auch möglich, nur eine der beiden Wegstrecken zu gehen. Für die Abholung in Walldürn, oder die Hinfahrt am Sonntag nach Walldürn ist jeder selbst verantwortlich.

Die Wallfahrt ist für alle Konfessionen offen. Informationen zur Wallfahrt gibt’s bei Beate Kohlschreiber, Telefon 07931/949945. Eine Übernachtungsmöglichkeit in Walldürn kann noch bis 4. Juni bei Wolfgang Tatusch, Telefonnummer 07931/2689, reserviert werden. wvig

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