Ägidiustag in Höpfingen - Feier des Patroziniumsfestes Prozession zu Ehren des Kirchenheiligen

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Höpfingen. In Vertretung des Gemeindepfarrers Hans Scheuermann, der sich in Urlaub befindet, leitete Pfarrer Rapp (Hardheim) den Festgottesdienst zum Kirchenpatrozinium St. Ägidius am Sonntag in Höpfingen.

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Das Patrozinium steht alljährlich im Zeichen der Solidarität zwischen kirchlicher und politischer Gemeinde mit ihren Vereinen und Organisationen. Der Festgottesdienst, musikalisch und gesanglich vom Kirchenchor mitgestaltet, bildete zusammen mit der Predigt und der Prozession den geistigen Mittelpunkt des Festtages, umrahmt von der Höpfinger Musikkapelle unter der Leitung von Holger Dörr.

Nach dem festlichen, mit Fahnen begleiteten Einzug der Ministranten und des Zelebranten, erinnerte Pfarrer Rapp nach der Begrüßung an den Kirchenpatron Ägidius, der als einziger Nichtmärtyrer zu den 14 Nothelfern des frühen Christentum zählt.

Neben dem Ägidius-Lied, das 1977 vom damaligen Pfarrer Dieter Heck getextet wurde, bereicherten die musikalischen Beiträge des Kirchenchores unter Leitung von Brigitte Scheuermann die Messe. Als Lektorin fungierte Bärbel Schell.

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In der Predigt skizzierte Pfarrer Rapp Leben und Wirken des Kirchenpatrons. Der heilige Ägidius lebte lange in Frankreich in der Nähe der Rhonemündung als Einsiedler und wurde der Legende zufolge von einer Hirschkuh ernährt. Bei der Jagd einer königlichen Gesellschaft auf diese Hirschkuh traf Ägidius ein Pfeil, wodurch er entdeckt wurde.

Auf Bitten des Königs wurde südlich von Nimes ein Kloster gegründet und Ägidius zu dessen erstem Abt berufen. Das später nach ihm benannte Benediktinerkloster Saint Gilles, wo er um 720 starb und in dem er begraben liegt, war ab dem 11. Jahrhundert für lange Zeit einer der berühmtesten Wallfahrtsorte, zumal es an der Pilgerstraße nach Santiago de Compostela lag.

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Bei der abschließenden Prozession trug Pfarrer Rapp unter dem von Bürgermeister Adalbert Hauck, Gemeinde- und Pfarrgemeinderäten getragenen "Himmel" das Allerheiligste durch die Straßen Höpfingens als öffentliche Demonstration des Glaubens. (ck)