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„Höpfemer Schnapsbrenner” - Rund um den Narrenbrunnen am Plan wurde auf etwas andere, aber doch launige Weise die fünfte Jahreszeit eingeläutet

Höpfingen: Prinzessin Isabel und Prinz Matthias II. jubelten mit ihrem Volk

Von 
Adrian Brosch
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Ehrungen langjähriger und verdienter „Höpfemer Schnapsbrenner“ wurden im Rahmen des Faschenachtseröffnung vorgenommen. © Adrian Brosch

Höpfingen. Wahre Liebe zur Faschenacht schränken weder Abstand noch 2G-Regeln ein: Die FGH 70 „Höpfemer Schnapsbrenner“ läutete am Samstag rund um den Narrenbrunnen am Plan auf etwas andere, aber doch ungemein launige Weise die fünfte Jahreszeit ein.

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Gleichwohl wurden die neuen Regenten vorgestellt: Während Hedda, die mit dem Bass tanzt“ (Dargatz) und „Julius aus dem Königshaus“ (König) das Kinderprinzenpaar bilden, sind Ihre Lieblichkeit Prinzessin Isabel, die Wächterin vom Wasserturm, und Seine Tollität Prinz Matthias II. (Kraft) die Gesichter der in Grün und Quetscheblau schimmernden Kampagne 2021/22. Bis zur Inthronisierung drehte Präsident Jürgen Farrenkopf nach dreifach donnerndem „Schnapsbrenner Helau“ kräftig an der Stimmungsschraube – klangstark unterstützt durch die von Holger Dörr dirigierte Trachtenkapelle des Musikvereins, die mit mancher Volksweise auftrumpfte.

Die „Höpfemer Schnapsbrenner“ ehrten verdiente Mitglieder

Im Rahmen der Faschenachtseröffnung zeichneten Jürgen Farrenkopf und Sven Dargatz einige engagierte Akteure aus. Für elf Jahre wurden Pia Heffner, Clara Seyfried, Uwe Kühner sowie Jannik und Wolfgang Enders geehrt. Sie alle bringen sich in vielfältiger Weise in das Vereinsleben ein. 22 Jahre sind Sandra Metzger, Josef „Jofa“ Hauk und Jürgen Farrenkopf (Präsident seit 2008; Vorstand seit 2020) dabei. Für 44 Jahre wurde Sigi Kaiser geehrt, die zahlreiche Funktionen innehatte und noch hat. So wirkte sie zwischen 1983 und 2013 als Tänzerin. ad

Dabei nahm Farrenkopf die vor Ort penibel eingehaltene 2G-Regel aufs Korn: Eigentlich seien doch alle auf den siebten Buchstaben des Alphabets beginnenden Worte positiv – man denke nur an den „Glamour“, den das schlichtweg „geniale“ und zugleich „glückselige“, sicherlich auch „gesunde“ Prinzenpaar einer jeden Kampagne versprühe. Außerdem stehe das muntere Schnapsbrennervolk selbst für jene Werte: Die auch als Synonym für „fröhlich, glücklich, heiter“ anzusehende Abkürzung „FGH“ spreche für sich.

So lief Farrenkopf trotz einsetzendem Nieselregen peu à peu zum „Glücklichmacher“ auf, bestellte den närrischen Hofstaat mit Elferrat, Komitee und Kinder-/Jugendrat ein und freute sich über zahlreiche Gäste. Vor deren Augen musste auch Jörg Dargatz als neuer Elferrat seine Feuertaufe bestehen, was er selbstredend mit Bravur tat: Auf sympathische Weise verlieh er dem Faschenachts-Gassenhauer „Höpfi, Höpfi, Höpfi“ einen neuen Anstrich. Während er die Saiten der Gitarre schlug, wuchs freilich die Spannung: Wer folgt als Prinzenpaar auf Ihre Lieblichkeit Prinzessin Silke I., die Kloo vom Guschtels Herbert und Prinz Uwe I. (Kühner)?

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Zunächst bat der Präsident die bisherigen Regenten – die Coronabedingt eine Kampagne mit Narretei und eine Kampagne weitestgehend ohne Narretei absolvierten – zu sich. Nachdem er ihnen herzlich für die gelungene, stimmungsvolle und engagierte Amtsausübung gedankt hatte, wandten sich Ihre Lieblichkeit Prinzessin Silke I., die Kloo vom Guschtels Herbert, und Prinz Uwe I. selbst an ihre Fans: „Es war uns eine Ehre, Prinzenpaar zu sein – und im Notfall springen wir immer gerne wieder ein!“, reimten sie in ihrem humorvollen „närrischen Zwiegespräch“.

Mit einem weiteren dreifach donnernden „Schnapsbrenner Helau“ betraten schließlich die neuen Herrschaften das närrische Auditorium am Alten Rathaus: Ihre Lieblichkeit Prinzessin Isabel, die Wächterin vom Wasserturm, und Seine Tollität Prinz Matthias II. (Kraft) stellten sich vor, erhielten die Insignien der Macht und ließen bereits anklingen, wohin die faschenachtliche Reise heuer geht. „Als Prinzessin und Prinz lassen wir’s beben!“, riefen sie aus. So war nach einem weiteren kräftig gejubelten „Schnapsbrenner Helau“ eines klar: Wie auch immer die neue Kampagne am Ende aussehen wird – das letzte Wort hat leider auch heuer die Corona-Pandemie inne – so wird sie doch in Höpfingen stilgerecht und fröhlich zelebriert. Mit einem gemütlichen Beisammensein klang der Abend aus; als Ausschankwagen stand als Bar bereit.

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