AdUnit Billboard
Heimatverein Höpfingen - Rück- und Ausblick sowie Ehrungen bei der Mitgliederversammlung

Ehrenfried Scheuermann ausgezeichnet

Von 
Adrian Brosch
Lesedauer: 
Neben Wahlen stand bei der Jahreshauptversammlung des Höpfinger Heimatvereins auch eine besondere Ehrung auf der Tagesordnung. Das Bild zeigt (von links): Vorsitzenden Adalbert Hauck, Ehrenmitglied Ehrenfried Scheuermann, Schriftführerin Helga Wagner sowie den stellvertretenden Vorsitzenden Rainer Wagner. © Adrian Brosch

Ein neues Ehrenmitglied hat der Heimatverein Höpfingen, dessen Mitgliederversammlung am Mittwoch im Gasthaus „Zum Ochsen“ stattfand: Angesichts seiner Verdienste über Jahrzehnte hinweg wurde Ehrenfried Scheuermann ausgezeichnet.

AdUnit Mobile_Pos2
AdUnit Content_1

Höpfingen. Die Mitgliederversammlung des Höpfinger Heimatvereins wurde am Mittwoch vom Vorsitzenden Adalbert Hauck eingeleitet. Beim Totengedenken gedachte man vor allem Heimatkundler Ludwig Saur, der sich um die Erforschung der Höpfinger Hausnamen verdient gemacht hatte.

Anschließend erinnerte Hauck an die Aktivitäten: Bereits 2020 war geplant, dass der Heimatverein zusammen mit den „Höpfemer Bühnenkrachern“ die Festkönigin mit Begleiterinnen für das Quetschefeschd stellt. Dabei sollte bei der Vorstellung der Festdamen ein selbst verfasstes Theaterstück zur Aufführung kommen. „Auch für 2023 sieht es so aus, dass es Schwierigkeiten bei der Umsetzung geben wird. Dies soll jedoch in den nächsten Wochen geklärt werden“, so Hauck.

Mundartweg ein Thema

Weiterhin ging er auf die Beteiligung am Mundartweg des Heimatvereins Mudau ein, wo auf Höpfinger Gemarkung an drei Standorten vier Tafeln mit Mundartbeispielen aufgestellt wurden. Per QR-Code können dort die Texte in Höpfemer Mundart abgerufen werden, die von Gundolf Nohe („Rotschi“) und Wolfgang Schell vorgetragen werden. Geplant ist es, diese Tafeln mit weiteren Texten zu versehen, um den Unterschied der Dialekte im Umfeld Höpfingens hinzuweisen.

Weiterhin hat man sich um die Digitalisierung alter Zeitungsbestände aus der Region gekümmert. Hier wurde mit Archiven, Gemeinden und Privatpersonen zusammengearbeitet, so dass bisher schon ein Teil digitalisiert werden konnte. Große Lücken tun sich jedoch in der Zeit um den Zweiten Weltkrieg auf: Sollte jemand weiterhelfen können, möge er mit Adalbert Hauck Verbindung aufnehmen.

Wenig erfreulich sei zudem der Umstand, dass mehrere Lager, die in der Vergangenheit von der Gemeinde zur Verfügung gestellt wurden, geräumt werden müssen. Auch hier bräuchte der Heimatverein Unterstützung.

Auf den Kassenbericht von Kassenführer Helmut Gerig folgte der Kassenbericht von Thomas Kuhn und Günter Nohe mit dem Hinweis auf gute Buchführung.

Der Bericht der Schriftführerin Helga Wagner ging noch einmal auf die Vielzahl der geplanten Aktivitäten des Heimatvereins wie Wanderungen, Jahresausflug, Vorstellen der Festdamen, überregionales Stricktreff in Höpfingen, Kinderfest und Spinnstubentreff ein, die durch Corona gänzlich gestrichen werden mussten. 2021 wurde das Königheimer Höflein bei Arbeitseinsätzen in den Sommermonaten auf Vordermann gebracht. So konnten die von Rainer Wagner entworfenen Fahnen mit dem Logo des Vereins einen Platz auf der Mauer der Böhrer-Scheune in der Nähe des „Königheimer Höfleins“ finden. Seitdem weisen sie auf das Museum hin. Nun hofft man, dass man 2022 wieder durchstarten kann.

Von der Vielzahl der geplanten Wanderungen konnte 2020 nur eine – nach Hardheim – durchgeführt werde, wie Wanderwartin Birgid Ott berichtete; 2021 entfielen die Wanderungen.

Sigrid Moldaschl ging auf die Aktivitäten der Spinnstube in den beiden letzten Jahren ein: Trotz Corona traf man sich insgesamt acht Mal, an Außenterminen war man jedoch nur im August 2021 beim Handwerkertag in Gottersdorf mit sieben Frauen beteiligt. Der nach dem Strickrekord 2019 ins Leben gerufene Stricktreff kam fünf Mal zusammen.

Die Entlastung des Vorstandes und des Beirates nahm Bürgermeister Christian Hauk vor. Bei den Neuwahlen wurden der Vorsitzende Adalbert Hauck, Stellvertreter Rainer Wagner, Schriftführerin Helga Wagner, Kassenführer Helmut Gerig und die beiden Beisitzerinnen Birgid Ott und Sigrid Moldaschl einstimmig wiedergewählt. Für den ausscheidenden Beisitzer Ehrenfried Scheuermann wurde Lukas Hauck gewählt.

Bei der Wahl der Beiratsmitglieder wurden Renate Häfner, Irmgard Hauck, Claudia Hauk, Brigitte Liebler, Gertrud Schell, Ulrike Stumpf wiedergewählt. Ergänzt wird der Beiratskreis durch die Mitarbeit von Luca Petermann, der sich in die Arbeit des Heimatvereins einbringen wird.

In ihren Ämtern bestätigt und benannt wurden als Wanderwartin Birgid Ott, als Leiterinnen der Spinnstube Birgid Ott und Sigrid Moldaschl sowie als Kassenprüfer Thomas Kuhn und Günter Nohe.

Anschließend wurde Ehrenfried Scheuermann einstimmig zum Ehrenmitglied ernannt. Nach der Wahl als Bürgermeister war Ehrenfried Scheuermann ab 1989 Mitglied des Vorstandes des Heimatvereins. Unter seiner Ägide wurde die Museumsscheune ins Areal der Zehntgasse eingerichtet, woraus nach Ankauf des Anwesens durch die Gemeinde in den Jahren 1998 bis 2001 das „Museum im Dorf – Königheimer Höflein“ entstand. Ohne seine Weitsicht dieses Areal als zukünftiges Museum zu nutzen sowie seine Bereitschaft als Bürgermeister, dies mit Sanierungsmittel aus der Stadtsanierung sowie tatkräftiger Unterstützung durch die Mitglieder des Heimatvereins zu bewerkstelligen, wäre das Projekt wohl nicht zustande gekommen. Auch der Museumsspeicher wurde 2003 eingeweiht.

Vielfältige Ausstellungen in den darauffolgenden Jahren wurden im Rathaus gezeigt. Besonders sei an die Ausstellung zum ehemaligen Militärflugplatz Dornberg erinnert, woraus der Flugplatzwanderweg erstand, oder die Thomas-Buscher-Ausstellung. „Legendär“ seien die von Ehrenfried Scheuermann geplanten und durchgeführten Jahresausflüge. Scheuermann zeigte sich über die Würdigung so überrascht wie erfreut.

AdUnit Footer_1
AdUnit Mobile_Footer_1