Gemeinderat Höpfingen tagte

Blühwiese als Habitat für die Feldlerche geplant

Flurbereinigung Schlempertshof stand auf der Tagesordnung

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ad
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Höpfingen/Schlempertshof. 2021 angestoßen, ist die Flurbereinigung des Schlempertshofs in vollem Gange – und nicht ganz unumstritten. Informationen aus erster Hand erhielt der Höpfinger Gemeinderat am Montag bei seiner Sitzung im Rathaus. Die Projektingenieure Jochen Kolb und Christoph Zschau vom Fachdienst Flurneuordnung des Landratsamts standen Rede und Antwort.

Sie zeigten den neuen Wege- und Gewässerplan auf, der vom landschaftspflegerischen Begleitplan flankiert wird. Betroffen ist nur ein Teil der Gemarkung: „Der Großteil des Schlempertshofs liegt außerhalb des Verfahrens“, so Zschau.

Als Hauptwegemaßnahmen stellte er einen vier Meter breiten Asphaltweg sowie einen 3,50 Meter breiten, ebenfalls asphaltierten Fahrweg im nördlichen Plangebiet vor. Dieser weicht von der ursprünglichen Trasse ab, um mit einer gegenüberliegenden Einfahrt eine Kreuzung zu bilden. Gegenstand der Planungen sind auch ein sechs Meter breiter und drei Meter hoher Lärmschutzwall, ein Fußweg sowie der Rückbau eines bestehenden Asphaltswegs in einen befestigten, aber nicht mehr wie bisher versiegelten Grünweg.

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Letzteres Projekt geht bereits in Richtung „Flächenausgleich“. „Die Ausgleichsmaßnahmen sind bereits mit der Unteren Naturschutzbehörde sowie der Träger öffentlicher Belange abgestimmt“, so Zschau. Zweck des Ausgleichs sei die Aufwertung des Gebiets rund um den Schlempertshof. So haben Prüfungen ergeben, dass die Feldlerche im fraglichen Bereich heimisch ist: „Geplant ist die Ausweisung einer 37 Ar großen Blühwiese als Habitat für Feldlerche.“ Ergänzend dazu sind zwei Niederhecken geplant: Sie sind maximal drei Meter hoch, um den Lebensraum der Feldlerche nicht zu beeinträchtigen.

Nach der Vorstellung – die Informationscharakter hatte, ein Beschluss war nicht vorgesehen – ergab sich ein Austausch mit den Gemeinderäten. Hier wurde klargestellt, dass die Wege weiterhin für Fußgänger und Radfahrer benutzbar seien, aber nicht mehr als öffentliche Straßen gelten: „Es handelt sich um Privatwege, deren Eigentümer daher auch für Räumungsarbeiten oder die Ausbesserung etwaiger Schäden zuständig sind“, erklärte Jochen Kolb. Moniert wurde auch ein älterer Gemeinderatsbeschluss, den Thomas Greulich und Andreas Fürst in Erinnerung riefen: Laut diesem werde die Gemeinde keine Extrakosten tragen müssen.

Herbert Frisch riet zu Nachverhandlungen in nichtöffentlicher Sitzung; Christoph Zschau und Jochen Kolb zeigten sich kompromissbereit angesichts der prekären Lage. „Manches könnte man sicher noch optimieren.“ ad