AdUnit Billboard
Forstbetriebsgemeinschaft Waldstetten-Erftal - Bei den Wahlen ergab sich ein Wechsel im Vorstandsteam

Aufgrund der Schadholzsituation sei nach wie vor „kaum durchzuatmen“

Von 
ad
Lesedauer: 

Waldstetten. Die Mitgliederversammlung der Forstbetriebsgemeinschaft Waldstetten-Erftal fand am Mittwoch in Waldstetten statt. Bei den Neuwahlen ergab sich ein Wechsel vom klassischen „Zweigestirn“ an der Spitze – bislang Gerhard Münch und Robert Müller – hin zu einem gleichberechtigten Vorstandsteam mit Robert Müller, Tobias Klotzbücher und Robin Heffner.

AdUnit Mobile_Pos2
AdUnit Content_1

Durch den Abschlussbericht des Forstwirtschaftsjahrs 2019/20 mit Zwischenbilanz für 2021 führte Robert Müller. „2019 lief besser als die vom Käfer gekennzeichneten Jahre 2020 und 2021“, bemerkte er und erinnerte an die kontinuierlich steigende Mitgliederzahl von derzeit 268 Personen, die gemeinsam eine von 271 im Jahr 2020 auf 296 Hektar im Jahr 2021 angewachsene Waldfläche bewirtschaften. Beim Holzeinschlag kamen 2020 insgesamt 391 Festmeter von 14 Mitgliedern und 2021 bislang 207 Festmeter von zwölf Mitgliedern zusammen. 18 Mitglieder orderten heuer 2230 Waldpflanzen. Im Vorjahr waren es elf Personen, die 960 Pflanzen bestellten.

Der Holzspalter verarbeitete im laufenden Jahr bislang 660 Ster Holz, im vergangenen Jahr waren es 698 – „zumeist in Waldstetten“, wie Müller erklärte. Wachsend sei der Bedarf nach Sonderkraftstoff (2021: 1656 Liter von 73 Mitgliedern; 2020: 1487,5 Liter von 57 Mitgliedern), Biokettenöl (2021: 163,5 Liter von 21 Mitgliedern; 2020: 217 Liter von 34 Mitgliedern) sowie Schutzhüllen und Schutznetzen (932 im Jahr 2021; 686 im Jahr 2020).

Gut ausgelastet sei die Trommelsäge, die künftig im FBG-Einzugsgebiet lebenden Mitgliedern günstiger zur Verfügung stehe als „Externen“ (20 statt 30 Euro pro Stunde). Nur selten nachgefragt werde im Gegenzug der Hochentaster.

AdUnit Mobile_Pos3
AdUnit Content_2

Auf die Einnahmen und Ausgaben sowie die im Vergleich zu den Vorjahren stark gesunkenen Holzpreise wies Geschäftsführer Jürgen Kilian hin, dem die Rechnungsprüfer Andreas Fürst und Johann Wellie ein Lob für die einwandfreie Buchführung erteilten und die Entlastung durchführten.

Zügig verliefen die von Waldstettens Ortsvorsteher Andreas Schäfer geleiteten Neuwahlen: Nachdem der langjährige Vorsitzende Gerhard Münch nicht mehr kandidierte, wird die Forstbetriebsgemeinschaft künftig von Robert Müller, Tobias Klotzbücher und Robin Heffner als Vorstandsteam geführt.

Als Geschäftsführer und Kassenwart fungiert Jürgen Kilian; Schriftführer bleibt Michael Schäfer, als Beisitzer wirken Ian Schmitt und Franz-Karl Bechtold. Die Obmänner setzen sich als Klaus Galm (Gerichtstetten), Thomas Löhr (Bretzingen), Franz-Karl Bechtold (Erfeld) und Marco Berberich (Waldstetten) zusammen. Dem erweiterten Vorstand gehört darüber hinaus Gerhard Münch an; Kassenprüfer sind Andreas Fürst und Johann Wellie.

Reine Formsache war die einstimmig beschlossene Satzungsänderung hinsichtlich Förderung durch forstliche Zusammenschlüsse, um fortan Sammelanträge einzureichen.

AdUnit Mobile_Pos4
AdUnit Content_3

Informationen aus erster Hand gewährte schließlich Forstrevierleiter Martin Sauer. Zum Einen wies er auf den Holzmarkt hin: Aufgrund der Schadholzsituation sei nach wie vor „kaum durchzuatmen“, während die Schnittholzpreise ein Rekordhoch erreichten; der Trend zum Kurzholz verstärke sich.

Bezüglich des Holzeinschlags erbat er die rechtzeitige Meldung beim Revierleiter vor Beginn angedachter Maßnahmen und gab Tipps zur optimalen Vermarktung des Holzes. Zudem greifen Fördermaßnahmen für Schadholzeinschlag (Sturm-, Käfer- und Dürreholz) und Wiederbewaldung.

Abschließend erläuterte er die gesetzlichen Rahmenbedingungen der PEFC-Zertifizierung für nachhaltige Waldbewirtschaftung. ad

AdUnit Footer_1
AdUnit Mobile_Footer_1