Jahresrückblick des Bürgermeisters - Belebung der Kaserne als „große Chance für Hardheim“ gewertet / Dank für die geleistete Arbeit der Gemeinderäte „Verantwortung trägt man bis zum Schluss“

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Es gebe gerade durch die Entscheidung der Bundesregierung, Hardheim wieder mit mehreren hundert Soldaten durch die Aufstellung eines Panzerbataillons zu stärken, wichtige Maßnahmen zu planen und in die Wege zu leiten. © Ingrid Eirich-Schaab

Hardheim. Bei der Jahresabschlussfeier des Gemeinderats mit Essen im Waldhotel „Wohlfahrtsmühle“ traditionell im Anschluss an die letzte Gemeinderatssitzung des Jahres galt der Gruß des Bürgermeisters Volker Rohm zunächst den Partnern der Ratsmitglieder.

Manchen Disput mitgetragen

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Denn diese mussten auch im vergangenen Jahr wieder und so manchen Disput mittragen. Eine besondere Freude war es für ihn, einige Gäste namentlich zu begrüßen.

Rohm betonte den bewussten Verzicht auf die Darstellung aller wichtigen Themen und Höhepunkte. Er stellte aber fest, dass dieses bereits der letzte Jahresabschluss des Gremiums in dieser Zusammensetzung darstelle. Denn 2019 ende bereits die Amtsperiode und mancher Platz werde neu besetzt.

Zwei Dinge anzusprechen war ihm aber wichtig. Zum einen ging sein Appell an alle Fraktionen und Listen, sich bei der Kandidatensuche um gute und geeignete Bewerber zu bemühen und diese aufzustellen.

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Das neue Gremium müsse verbinden, weder Parteiinteressen noch Fraktionsdenken oder gar persönliche Animositäten sollten es trennen. Als Zweites hielt er für wichtig: Die im Amt stehenden Gemeinderäte müssten sich noch in der vom Wähler übertragenen Verantwortung und Entscheidungspflicht sehen.

Es gebe gerade durch die Entscheidung der Bundesregierung, Hardheim wieder mit mehreren hundert Soldaten durch die Aufstellung eines Panzerbataillons zu stärken, wichtige Maßnahmen zu planen und in die Wege zu leiten. Es wäre falsch, manche anstehende Entscheidung zu vertagen und sie dem künftigen Gremium übertragen zu wollen.

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Er betonte die große Chance, mit den angekündigten 500 Dienstposten der Bundeswehr notwendige Strukturleistungen anzugehen und umzusetzen, damit möglichst viele der bald in Hardheim beschäftigten Soldaten nicht nur zur Arbeit, sondern zum Wohnen, Einkaufen und Leben nach Hardheim kommen und in Vereinen, Schulen, Kindergärten, Krankenhaus und den Betrieben Arbeit, Brot und Anschluss für sich und ihre Familien finden.

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Diese einmalige Chance sah er scheinbar geschenkt durch den Einsatz von MdB Gerig, Landrat Dr. Brötel sowie weiterer Mandatsträger und Unterstützer und möglich , obwohl solches vorher selbst Optimisten nicht zu träumen wagten.

In der Aufstellung des Panzerbataillons sah er eine Win-Win- Situation und eine historische Chance, auf vielen Ebenen, Boden gut zu machen.

„Aber eine solche besondere Chance gibt es nicht zum Spartarif“, so Rohms Bewertung. Die Möglichkeit, sich bei der auf dem Finanzmarkt herrschenden „Sonderangebotsstimmung“ mit den notwendigen Finanzmitteln zu versorgen, sah er gegeben. In der Verantwortung für die Nachfahren gelte es abzuwägen, welche Chancen und Zukunftsaufgaben es anzugehen gelte, um die Herausforderung zu meistern.

Er kam auf die Verabschiedung des neuen Haushalts zu sprechen, auf die Situation beim Einbringen und bei den Debatten darüber sowie auf die weitere Entwicklung und auf die Zukunft, die im Laufe des Jahres wie mittelfristig zu erwartenden Veränderungen und deutete einen vermutlich bereits jetzt voraussehbaren notwendigen Nachtragshaushalt an.

Während andernorts die CO2 bedingte Stilllegung von Kohlekraftwerken, Fahrverboten für Autos mit Dieselmotoren und die Versorgung von Elektrofahrzeugen mittels Ladestationen und des hierfür nicht ausgelegten Leitungsnetzes diskutiert werde, müsse sich der Gemeinderat mit Kommunalthemen wie Breitbandverlegung, Kinderbetreuung, Feuerwehrbedarfsplan und Baugebietserschließung, und vielem mehr umfassend beschäftigen. Vor allem natürlich auch mit deren deren Umsetzung und Finanzierbarkeit. Er dankte für die geleistete Arbeit, bat aber um das Bemühen, die Herausforderungen zu erkennen und bis zum letzten Tag der Amtszeit die Verantwortung zu übernehmen.

Folgen ließ er zusammenfassend seine Wünsche für die Zukunft: bis zuletzt gute, mutige, nachhaltige und richtige Entscheidungen zum Wohl und für die Gemeinde und ihre Bewohner, die Wahl von Vertretern der Bürger, deren Entscheidungen für die Zukunft der Gemeinde richtig und erfolgreich sind.

Anstehende Herausforderungen

Als unerlässlich sah Rohm das Gelingen an, bei all den zu erwartenden Herausforderungen „Mensch“ zu sein und Mensch zu bleiben, damit im ehrenamtlichen und ideellen Einsatz Freundschaften statt Trennungen entstehen und diese auch gelebt werden. Für alle erhoffte er eine gesegnete Weihnacht, einen guten Beschluss des alten Jahres und alles Gute für das Jahr 2019. Z