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Forstbetriebsgemeinschaft Schweinberg - Waldbegehung mit Revierleiter Martin Sauer / Baumarten für künftige Pflanzungen empfohlen

Schweinberg: Für Naturverjüngung sind Zäune nötig

Zu einer Waldbegehung mit Revierleiter Martin Sauer brach jüngst die Forstbetriebsgemeinschaft Schweinberg auf. Ziel war das Gewann „Engelberg“ bei Schweinberg.

Von 
Adrian Brosch
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Trockenheit und Schädlinge setzen den Bäumen zu. Das wurde bei einer Begehung der Forstgemeinschaft Schweinberg mit Revierleiter Sauer deutlich. © Gerhard Bundschuh

Schweinberg. Erste Station der Begehung der Schweinberger Forstbesitzer war eine Fläche, auf der in den letzten Jahren immer wieder Kiefern und Eichen trockenheitsbedingt gefällt werden mussten. Dort stellte sich die Frage, ob die noch vorhandenen, jedoch teilweise geschädigten Bäume mittleren Alters herauszunehmen seien – man könne an der Stelle durch eine Einzäunung recht einfach eine Naturverjüngung einleiten.

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Revierleiter Martin Sauer ging näher auf die Kartierung der Böden sowie auf die über Wetteraufzeichnungen ermittelten Niederschläge der zurückliegenden Jahre ein. Daraus wiederum leitete er Empfehlungen für künftige Pflanzungen mit geeigneten Baumarten ab. Angesichts des Gras- und Dornenaufkommens in den bereits vorhandenen Fehlstellen wurde über den Einsatz einer Raupenfräse diskutiert, um die Konkurrenz zu den Forstpflanzen einzudämmen.

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50 Douglasien gesetzt

Am zweiten Standort besichtigte die 17 Personen umfassende Gruppe einen vor rund zehn Jahren stark durchforsteten Laubholzbestand. Dieser wurde anschließend eingezäunt, um eine Naturverjüngung zu erreichen: Auf damals kahler Fläche mit genügend Abstand zu den verbliebenen Eichen, Elsbeeren und Buchen wurden auf einer Fläche von 20 Ar in lockerer Verteilung 50 Douglasien gesetzt. Thematisiert wurden dort die Jungbestandspflege und das Freihalten der gut entwickelten Douglasien sowie der wenigen vorhandenen Eichen-, Nuss- und Kirschenpflanzen.

Revierleiter Martin Sauer wies auf weitere in den nächsten Jahren anstehende Maßnahmen auf dieser Fläche hin. Im Besonderen sei darauf zu achten, weitere ältere Buchen aus dem Bestand zu nehmen, um den vorhandenen Eichen und Elsbeeren genügend Raum zur Entwicklung zu geben. Dabei sahen alle Teilnehmer die Dringlichkeit einer Einzäunung, um eine Naturverjüngung realisieren zu können.

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Von
Peter D. Wagner
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Danach ging es in einen älteren Mischbestand, in dem Buchen eingeschlagen werden sollen. Revierleiter Sauer zeigte anhand diverser Beispiele, welche Bäume des Bestands für den Holzeinschlag in Frage kommen. Gleichermaßen wurden Fälltechnik und Unfallverhütung erläutert, ehe ausführlich der Holzmarkt und die Forderungen der Holzaufkäufer zur Sprache gebracht wurden. Angesprochen wurden nochmals die Betreuungsverträge zwischen Waldbesitzern und Forstbetriebsleitung sowie die abzuschließenden Stammdatenverträge zwischen den Holzverkäufern und der Forstlichen Vereinigung Odenwald-Bauland; auch die Grundlagen der PEFC-Zertifizierung wurden thematisiert.

Mit dem Dank an den Revierleiter für die lehrreiche Fortbildung und der Hoffnung auf weitere günstige Witterungsjahre für den Wald endete die Waldbegehung.

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