Odenwaldklub Hardheim - Deutscher Wanderverband verschiebt Tag des Wanderns auf September Rückblick auf 95 Jahre Klubgeschichte

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Hardheim. Ein Blick in das heute noch vorliegende Protokollbuch des Odenwaldklubs (OWK) Hardheim verdeutlicht, dass es den Wanderklub bereits vor 95 Jahren gab, obwohl dieser erst vor wenigen Jahren das 50-jährige Bestehen feierte.

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Der Grund dafür liegt darin, dass die 1925 gegründete Ortsgruppe bis 1929 lediglich für kurze Zeit bestand und das Vereinsleben dann wieder erlosch. Gegründet hatten den OWK bekannte Hardheimer Bürger, darunter Josef Schiller, Adolf Seeber, sowie Josef und Adolf Brechter.

Schon damals viele Ausflüge

Laut den Einträgen des Protokollbuches legte die Gruppe in dieser Zeit viele Aktivitäten an den Tag. Dabei ist interessant, wie „beweglich“ der Verein damals war und welche Wanderungen von Hardheim aus per Bahn oder mit Bussen unternommen wurden.

So gab es ein Angebot zu einer Sonderzugrückfahrt nach der Schlossbeleuchtung in Heidelberg oder einen Ausflug nach Rothenburg mit dem Postauto. Damit wird deutlich, dass es um den öffentlichen Nahverkehr bereits damals nicht schlecht bestellt war. Die erste Hardheimer OWK-Ortsgruppe zeigte sich, trotz damals anderer Voraussetzungen und Vorstellungen, engagiert.

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In der kurzen „Blütezeit“ des vor 95 Jahren gegründeten Vereins gab es unter anderem 15 Wandertouren, aber auch sogenannte Weittouren. Eine große Sache war damals auch das Angebot zu einem zweitägigen Aufenthalt im Spessart mit Übernachtung oder eine Sternwanderung, bei der ein Zusammentreffen mit den Klubs aus Miltenberg, Tauberbischofsheim und Walldürn vorgesehen war.

Überdies beteiligte sich die Ortsgruppe auch damals schon an überörtlichen Veranstaltungen wie den Gau- und Hauptversammlungen. Im Januar 1929 gab es dann nur noch 21 zahlende Mitglieder. Danach sind im Protokollbuch keine Einträge mehr zu finden, weshalb man davon ausgeht, dass das Klubleben auf „kleiner Flamme“ betrieben wurde, ehe dieses ganz ausging.

Wiedergründung 1965

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Erst 1965 erfolgte dann die Wiedergründung, als der damalige Bürgermeister Kurt Schmider großes Interesse bekundete. So kann die Gruppe heute mit Stolz auf ihr 55-jähriges Bestehen verweisen und ihr Bemühen bekunden, mit einer Vielfalt von Angeboten die Zukunft des Klubs zu sichern.

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Die Ortsgruppe wurde von ihren bisherigen Vorsitzenden Albert Burkard, Dr. Otto Greulich sowie Elmar Zegewitz geprägt und steht jetzt unter der Leitung von Peter Köhler. Sie gehört dem Gesamt-Odenwaldklub an. Zu dessen Zielsetzung gehörte es, den Besuch des Odenwalds zu erleichtern. Bereits 1889 wurde das farbige Wegemarkierungssystem geschaffen.

Die Markierung der Wanderwege wird gleichzeitig als Naturschutz angesehen. Die 1913 gegründete Klubzeitschrift „Die Dorflinde“ erscheint vierteljährlich und enthält neben Beiträgen zum Vereinsgeschehen eine breite Palette von Informationen über den Odenwald.

Die Mitglieder helfen bei der Schaffung und Erhaltung eines einheitlichen Wegenetzes, bei der Erhaltung des Waldes sowie der Naturschutzgebiete und können sich auch in den Arbeitskreisen des OWK einbringen.

Der Odenwaldklub ist einer von insgesamt 58 Gebietswandervereine, die sich im Deutschen Wanderverband zusammenschließen, dessen Grundsätze und Ziele vertreten werden. So bietet er seit einigen Jahren am 14. Mai Wanderaktivitäten an. Z