Allerheiligen steht vor der Tür - In Hardheim und Höpfingen wird es laut „Team Trauerbegleitung“ ganz bewusst keine Gottesdienste mit anschließendem Gräberbesuch geben Prozessionen im Corona-Jahr vermeiden

Von 
Melanie Müller
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Allerheiligen ist in Corona-Zeiten für viele Gläubige eine besondere Herausforderung: Die üblichen Feiern wird es in der gewohnten Form nicht geben. Aber einem Gräberbesuch steht – unter Einhaltung der derzeit gültigen Regeln – nichts im Wege. © dpa

In Corona-Zeiten ist an Allerheiligen 2020 vieles anders. Die FN haben im neuen Pfarrblatt der Seelsorgeeinheit Hardheim-Höpfingen geblättert – und beim „Team Trauerbegleitung“ nachgefragt.

„Trostwege“

Ab 1. November bietet der „Arbeitskreis Trauerbegleitung“ die Möglichkeit, sich an den Stationen der „Trostwege“ in den Kirchen St. Alban und St. Ägidius „Impulse“ zu holen.

In Höpfingen gibt es eine „Impulsstation“ zum Thema „Wüstenzeit“, inspiriert vom Propheten Elija.

In Hardheim begegnen den Interessierten Lieder, Gedanken und Impulse zu den Themen: „Ist da jemand?“, „Wenn sich die Türe schließt“; „Verborgene, nicht gesehene Trauer“; „Die Ausrichtung nach dem Licht“; „Ich bin da“.

Zu allen Zeiten, an denen die Kirchen in Hardheim und Höpfingen geöffnet sind, können die Stationen begangen werden.

Eine Begleitung durch den „Trostweg“ bietet Kornelia Benig am Donnerstag, 5. November, um 17 Uhr in St. Alban Hardheim an.

Auf Anfrage können im katholischen Pfarramt Hardheim, Telefon 06283/6213, oder via E-Mail (Pfarramt.Hardheim@se-madonnenland.de) weitere Führungen vereinbart werden.

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Hardheim/Höpfingen. Allerheiligen ist ein Hochfest der katholischen Kirche. Und üblicherweise finden an diesem katholischen Feiertag Gottesdienste statt, an die sich in vielen Städten und Gemeinden ein gemeinsamer Gräberbesuch anschließt. Doch in Zeiten von Corona ist an Allerheiligen in diesem Jahr manches anders.

Wie die aktuellen Planungen in Zeiten der Pandemie für Sonntag, 1. November, in der Seelsorgeeinheit Hardheim-Höpfingen im Madonnenland aussehen, haben die Fränkischen Nachrichten in dem mit Spannung erwarteten aktuellen Pfarrblatt nachgelesen – und anschließend bei Gemeindereferentin Claudia Beger Näheres erfragt.

Verschiedene Angebote

„Das ,Team Trauerbegleitung’ und die Seelsorger haben entschieden, in diesem Jahr ganz bewusst keinen Gottesdienst mit direkt anschließendem Gräberbesuch anzubieten, um Prozessionen zu vermeiden. Die Angehörigen der Verstorbenen der gesamten Seelsorgeeinheit wurden angeschrieben und über die verschiedenen Angebote des Totengedenkens informiert“, so Beger, die hinzufügte: „Wir laden die Familien zu unterschiedlichen Feiern und zum Besuch ihrer Gräber ein, um die Teilnehmerzahl bei den jeweiligen Feiern möglichst gering zu halten.“

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Dass sich die Zahl der Teilnehmer dabei verteilt und – wie überall – ein Abstand von zwei Metern zum Gegenüber eingehalten werden müsse, sollte selbstverständlich sein. „Wir zählen auf die Vernunft der Mitglieder unserer Seelsorgeeinheit.“

Da der Hardheimer Friedhof sehr weitläufig ist, wird der „Impuls“ bei gutem Wetter um 14 Uhr auf der großen Wiese am Urnenfeld stattfinden. Dort helfen Ordner, damit die eintreffenden Familien einen ausreichenden Abstand zu einander einhalten.

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Auch der „Trostweg“, der ab Allerheiligen bis Ende November in den Kirchen Hardheim und Höpfingen zum Besuch einlädt, könne genutzt werden, um das Totengedenken in der eigenen Familie zu gestalten (siehe Infobox).

Totengedenken im Gottesdienst

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In der Pfarrkirche „St. Alban“ in Hardheim werde das Totengedenken sowohl in den noch zusätzlich eingefügten Vorabendgottesdienst zu Allerheiligen am Samstag als auch in den Sonntagsgottesdienst und in den „Impuls“ auf dem Friedhof eingebunden. Der großen Zahl von fast 50 Trauerfamilien in Hardheim könne hierdurch leichter Raum geschaffen werden.

Laut dem „Team Trauerbegleitung“ werde die Teilnahme für diese beiden Gottesdienste bei den Trauerfamilien erfragt, um zu sehen, wie viele Plätze in der Kirche noch für die regulären Gottesdienstbesucher zur Verfügung stünden. Für die Heiligen Messen an Allerheiligen sei daher auch wieder eine Anmeldung über die Homepage erforderlich.

In den kleineren Ortschaften – wie Schweinberg oder Waldstetten – werde es keine heilige Messe geben. „Dort findet das Totengedenken direkt auf dem Friedhof als kurzer Impuls statt“, so die Gemeindereferentin, die erklärend hinzufügte: „Dort sind die Friedhöfe kleiner – und man kann die Familien direkt an ihre Gräber bitten.“

In den Pfarreien der Seelsorgeeinheit Hardheim-Höpfingen im Madonnenland wird Allerheiligen in diesem Jahr am 1. November wie folgt begangen:

Dornberg: 9 Uhr Wortgottesfeier, St. Stephanus, anschließend Gräberbesuch mit Totengedenken.

Höpfingen: 9 Uhr Heilige Messe, St. Ägidius.

Waldstetten: 10 Uhr Totengedenken auf dem Friedhof, mit Gräberbesuch.

Bretzingen: 10.30 Uhr, Wortgottesfeier, St. Sebastian und Vitus, anschließend Gräberbesuch mit Totengedenken.

Gerichtstetten: 10.30 Uhr, Wortgottesfeier, St. Burkard.

Hardheim: Samstag, 18.30 Uhr Vorabendgottesdienst, Sonntag, 10.30 Uhr, Heilige Messe, St. Alban, mit Totengedenken; 14 Uhr: Gebetsimpuls mit Gräberbesuch am Urnenfeld auf dem Friedhof.

Höpfingen: 14 Uhr Totengedenken auf dem Friedhof, mit Gräberbesuch.

Schweinberg: 14 Uhr Totengedenken auf dem Friedhof, mit Gräberbesuch.

Steinfurt: 14 Uhr: Totengedenken auf dem Friedhof, mit Gräberbesuch.

Gerichtstetten: 18 Uhr, Rosenkranz für die Verstorbenen, auf dem Friedhof.

Erfeld: 18.30 Uhr, Rosenkranz für die Verstorbenen, auf dem Friedhof.

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