Besonderes Projekt - Frederik Böna legte 310 Kilometer und 8964 Höhenmeter in einer Zeit von 13 Stunden und 26 Minuten zurück „Mein erstes Everesting lief super“

Von 
Melanie Müller
Lesedauer: 

Hardheim. In der Rennrad-Szene ist Frederik Böna inzwischen für herausragende Leistungen bekannt. 2019 nahm der Hardheimer am Rennen Paris-Brest-Paris teil (die FN berichteten) – und kam nur eine Woche später beim Ötztaler Radmarathon in weniger als acht Stunden ins Ziel.

Erstes Saisonziel erreicht: Am Ende von Frederik Bönas „Everesting“ standen 310 Kilometer und 8964 Höhenmeter in einer Zeit von 13 Stunden und 26 Minuten auf seinem Radcomputer. © Rainer Kraus
AdUnit urban-intext1

Am Ostersonntag ist Frederik Böna seinen „Hausberg“, den Königsstuhl in Heidelberg, 20 Mal hochgefahren: „Everesting geschafft“.

Um 6 Uhr startete er sein „Projekt Everesting“: 8848 Höhenmeter, das entspricht 20 Auffahrten nach oben und damit rund 300 Kilometer. „Während der ersten 7,6 Kilometer langen und 460 Höhenmeter umfassenden Auffahrt wird es relativ schnell hell, allerdings blieb es sehr frisch“, erinnert er sich.

Im Rennmodus angehen

Er wollte sein Everesting im Rennmodus angehen und hatte sich auch dementsprechend angezogen. Bergauf sei ihm dann aber zum Glück doch schnell warm geworden. „Was allerdings nicht nur an der Belastung liegt, sondern auch an einer Inversionswetterlage.“ Auf dem 590 Metern hoch gelegenen Wendepunkt am Fernsehturm auf dem Königsstuhl sei es tatsächlich vier Grad wärmer als am Start auf 130 Metern gewesen. Erst ab der vierten Abfahrt, gegen 9 Uhr, sei es spürbar wärmer geworden und er habe die Abfahrten tatsächlich zur Erholung nutzen können.

Tief ging schnell vorbei

AdUnit urban-intext2

„Leider musste ich bei meinen Auffahrten ab dem neunten Mal allerdings immer mehr kämpfen. Doch mein Tief ging genauso schnell und auf unerklärliche Weise wieder vorbei, wie es gekommen war.“

Während der zwölften Auffahrt sei es wieder deutlich besser gelaufen. „Ich fand wieder meinen Rhythmus, konnte meine anvisierte Wattzahl wieder problemlos halten und hatte zunehmend Spaß. Ich musste sogar immer wieder darauf achten, nicht deutlich mehr als 240 Watt zu treten.“

AdUnit urban-intext3

Die letzten Auffahrten seien wie im Flug vergangen – und er habe sogar Gesellschaft bekommen: von Christina Rausch, unter anderem Gewinnerin des Ötztaler Radmarathons 2019 und des „Maratona dles Dolomites“ 2018 und 2019.

AdUnit urban-intext4

„Die 20. Auffahrt wurde zur Triumphfahrt. Nach etwa der Hälfte des Anstiegs habe ich die 8848 Höhenmeter des Mount Everestings bewältigt. Natürlich machte ich aber die 20. Auffahrt auch noch voll und knackte dabei auch zum ersten Mal in diesem Jahr die Marke von 300 Kilometern.“

Am Ende standen 310 Kilometer und 8964 Höhenmeter in einer Zeit von 13 Stunden und 26 Minuten auf dem Radcomputer. „Mein erstes großes Saisonziel für 2020 habe ich erreicht, mein erstes Everesting habe ich erfolgreich gemeistert. Es wird bestimmt nicht mein letztes Everesting gewesen sein“, so Böna abschließend gegenüber den Fränkischen Nachrichten.

Geplant war, das Everesting als Testlauf für das Race Across The Alps (RATA) zu nutzen. Das RATA fiel allerdings inzwischen dem Coronavirus zum Opfer.

Redaktion Im Einsatz für die Lokalausgabe Buchen