AdUnit Billboard
Weltrekordversuch - Weltweite Aktion

Martin Berberich aus Höpfingen war bei „läuferischer Weltreise“ dabei

Von 
Adrian Brosch
Lesedauer: 

Höpfingen. Während andere beim gemütlichen Frühstück ihr Wochenende zelebrierten, war der 42-jährige Höpfinger Martin Berberich am Sonntag Teil eines Weltrekordversuchs im Rahmen seiner im Januar gestarteten „läuferischen Weltreise“. Weltweit hatten sich in den unterschiedlichsten Zeitzonen Läuferinnen und Läufer auf den Weg gemacht, um einen neuen Rekord im Absolvieren eines 10-Kilometer-Laufes innerhalb 24 Stunden in einer Veranstaltung zu absolvieren.

AdUnit Mobile_Pos2
AdUnit Content_1

Seine Strecke lag im Bereich zwischen Höpfingen und Walldürn. Los ging es am frühen Morgen: Am Höpfinger Reitplatz wechselte Martin Berberich in den Wald und lief dem Flugplatzwanderweg bis zur Eisenbahnbrücke folgend in Richtung Walldürn den Limespfad entlang. „An der Kapelle im Heidingsfelder Weg geht es zurück nach Höpfingen. Hier bevorzuge ich auch die Strecke durch den Wald. Der Boden ist besser für die Gelenke und man ist nicht zu sehr dem Verkehr ausgesetzt“, blickt er zurück.

Martin Berberich aus Höpfingen war Teil eines Weltrekordversuchs, der zum Eintrag in das Guinness-Buch führen soll. © Adrian Brosch

Das Ziel an der Kreuzung Mantelsgraben / Friedensstraße in Höpfingen war nach zehn Kilometern erreicht. Für diese Strecke sprach einiges: „Sie ist angenehm zu laufen, man ist viel in der Natur und hat im Verhältnis nur wenig Asphalt unter den Füßen. Zum Schluss hat man mit dem Mantelsgraben ein Stück Gefälle, bei dem man noch etwas Tempo machen kann“, so Berberich. Die Bedingungen bezeichnet er im Ganzen als pässlich: „Anfangs war es durch den Nebel etwas kühl. Durch die Bewegung wurde mir aber schnell warm. Ich hatte im Gefühl, dass es keine Bestzeit geben würde, wollte aber trotzdem nicht mit zu schlechter Zeit ins Ziel kommen“, resümiert der Höpfinger, der die zehn Kilometer in 47 Minuten und 33 Sekunden schaffte und von einem auf sein Alter bezogen guten Wert spricht.

„Noch im November 2020 habe ich zehn Minuten länger für den selben Kurs gebraucht“, fügt er an. Spezielles Training benötigte der erfahrene Läufer für zehn Kilometer im Vorfeld nicht. Allerdings gönnte sich Martin Berberich eine kurze „Laufpause“, da er am vergangenen Donnerstag die Monats-Challenge mit 150 Kilometern erreicht hatte. „Die zwei Tage Ruhe waren wichtig, um auf den Punkt wieder ausgeruht zu sein und keine Verletzungen zu riskieren, die bei Überlastung durchaus passieren können“, schildert er.

AdUnit Mobile_Pos3
AdUnit Content_2

Im Ziel mitgefiebert

Im Ziel war er erfreut darüber, den Lauf absolviert zu haben und fieberte im Laufe des Tages immer stärker mit: „Nachdem immer mehr Läufer ihre Daten hochluden, wuchs die Anspannung, ob man den bisherigen Rekord brechen konnte“. Allein war er nämlich nicht: „Nachdem man in den letzten Tagen mitbekam wie zunächst 6000 Meldungen bestätigt waren, dann 14 000 und schließlich über 30 000 war man sich sicher, dass der bisherige Rekord eingestellt und übertroffen war. Die Bestätigung durch das Guinness-Komitee steht zwar noch aus, aber der bisherige Rekord war schon beim Erreichen von 1100 Läufern, die die Strecke absolvierten und den entsprechenden Nachweis (Screenshot der Lauf-App) erbringen konnten, erreicht.

Jeder Läufer mehr festigt den Rekord für viele Jahre“, erklärt der 42-Jährige und bezeichnet das Gefühl, Teil eines neuen Rekords zu sein, als Mischung aus Stolz und Dankbarkeit, die er vor allem den vielen Mitläuferinnen und Mitläufern entgegen bringt: „Man hat sich immer wieder motiviert und miteinander gefreut. In diesem Zusammenhang möchte ich speziell Katja Maier erwähnen. Mit ihr habe ich 20 Läufe „gemeinsam“ bestritten – sie in der Nähe von Ludwigshafen, ich hier in meiner Region. Wir haben uns miteinander gefreut, uns gegenseitig motiviert und es hat sich eine gute Freundschaft zu ihr und anderen Läuferinnen und Läufern entwickelt. Laufen verbindet, und das auch mit Abstand“, schildert er.

Die Frage, ob er wieder an einem solchen Event teilnehmen dürfte, beantwortet er unmissverständlich: „Definitiv ja – so etwas zeigt immer wieder auf wie viel man erreichen kann, wenn man zusammenhält und gemeinsam ein Ziel verfolgt!“, stellt Martin Berberich klar. So stehen auch schon wieder neue Ziele auf seiner Agenda, zum Beispiel die Fortsetzung der „läuferischen Weltreise“.

Die neuen Ziele sind zum Beispiel „Südkorea“, „London“, „New York“, „Kilimanjaro“ oder „Karibik“. Auch plant er die Teilnahme an der „World Run Series Challenge“, bei der man zwischen November 2021 bis Februar 2022 sechs Kontinental-Medaillen erlaufen kann. Der nächste richtige Höhepunkt sei die „First Nations League Challenge“. Hier messen sich Läuferinnen und Läufer aus aller Herren Länder, die im Vorfeld entscheiden können, ob sie pro Monat 100, 150 oder 200 Kilometer laufen werden.

AdUnit Mobile_Pos4
AdUnit Content_3

„Um mich weiter aus der Komfortzone zu wagen, habe ich mich dazu entschieden je 200 Kilometer pro Monat von Januar bis Mai 2022 abzuliefern. Danach werden hoffentlich wieder reale Laufveranstaltungen möglich sein, denn so schön die virtuellen Läufe auch sind, das Publikum und der damit verbundene Adrenalin-Schub fehlt“, so Martin Berberich.

AdUnit Footer_1
AdUnit Mobile_Footer_1