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Gemeindebibliothek Hardheim - Neue Räume wurden offiziell eingeweiht und gesegnet

Langgehegter Wunsch ging in Erfüllung

Von 
Adrian Brosch
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Das Team der Gemeindebücherei mit Beate König freut sich nach der Einweihung der neuen Räume. Die Lösung spricht sowohl die Stammleser als auch neue Zielgruppen an, ist Bürgermeister Rohm (links) überzeugt. © Adrian Brosch

Hardheim. Lesen ist wie Urlaub am Meer, erweitert den Horizont und erschafft neue Welten: Drei Anregungen, die den Besucher in den neuen Räumen der Gemeindebibliothek Hardheim begrüßen. Offiziell eingeweiht und gesegnet wurden die Räume am Montag im Rahmen einer Feierstunde.

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Diese eröffnete Bürgermeister Volker Rohm mit dem Hinweis auf einen „Freudentag für Hardheim“. Lange habe das ungemein motivierte Team fest an das Projekt geglaubt, gegen das objektiv eine ganze Reihe von Argumenten – allen voran finanzieller Natur – gesprochen hatte. Allerdings teilte der Gemeinderat die Einsicht über den „dringenden Handlungsbedarf“, so dass drei ehemalige Hauptschulklassenzimmer inklusive des Flurbereichs und mehrerer Vorbereitungsräume in eine ansprechende „Büchereilandschaft“ umgewandelt wurden.

Ermöglicht wurde diese umfassende Lösung durch die erstklassige Zusammenarbeit aller Instanzen: Bürgermeister Rohm lobte diesbezüglich das Bauamt mit Leiter Daniel Emmenecker als auch den Bauhof mit Leiter Nico Beyer, die Hausmeister Ralf Greß und Steffen Hauck, die Firma Hollerbach-Bau sowie das Büchereiteam mit Familien für den unermüdlichen Einsatz.

„Die neue Lösung dürfte sowohl treue Stammleser als auch eine neue Zielgruppe ansprechen“ hob Rohm hervor und freute sich über die zahlreichen Spender. Die durch Geschäftsführer Hans Sieber vertretene Arnold-Hollerbach-Stiftung bezuschusste das Projekt mit 5000 Euro, während die Sparkasse Tauberfranken 2500 Euro und die Volksbank Franken 1000 Euro spendeten. Mit einer Zuwendung von 1000 Euro ließ sich auch der Lions-Club Madonnenland nicht zweimal bitten. Birgit Werner zimmerte mit Materialspende der Orgelmanufactur Vleugels das Kinderpodest; eine Auswahl von Regalsystemen stellte die Firma Keller (Amorbach) auf Vermittlung des Hardheimers Peter Anton.

Idealvorstellungen erfüllt

Erfreut zeigte sich auch Büchereileiterin Beate König: „Ein langgehegter Wunsch ging endlich in Erfüllung“, bemerkte sie. Mit dem barrierearmen Zugang und dem direkten Anschluss an das Walter-Hohmann-Schulzentrum wurden beide Idealvorstellungen erfüllt, um einen „modernen Ort für kulturelle und zwischenmenschliche Begegnungen“ zu erhalten.

Die neuen Räume gefallen dabei nicht nur durch ihren einladenden, hellen Charakter: Sie erlauben auch die zeitgemäße Präsentation der 7500 vorhandenen Medien in offener und ansprechender, jedoch klar gegliederter Weise, passend zum Stellenwert einer Bücherei als sozialem Lebensraum neben Zuhause und Arbeitsstelle oder Schule. Gleichsam bietet das neue Refugium einen breiten Rahmen für neue Angebote wie Lesungen, Spielstunden für Kinder, Bastelwettbewerbe und den dauerhaften Flohmarktbereich.

Thematischer Schwerpunkt der Gemeindebibliothek bleibt auch hier die Kinder- und Jugendliteratur, wobei auch erwachsene Leser aus dem reichhaltigen Spektrum an Belletristik und Sachbüchern wählen können. Technisch mischt man seit dem Beitritt zum Verband „metropolbib Rhein-Neckar“, der über zwei Millionen elektronischer Medien zum Abruf parat hält, weit vorn mit und kann die „Onleihe“ anbieten, die zu den in der Bücherei selbst verzeichneten 15 000 Ausleihvorgänge eines Jahres kommt. „Geöffnet ist die Bücherei an 200 Stunden pro Jahr, wobei zwischen 500 und 600 weitere Arbeitsstunden in zusätzliche Projekte sowie Vor- und Nachbereitung fallen“, hob sie hervor.

„Gelungenes Ergebnis“

Im Ganzen könne man auf ein „rundherum gelungenes Ergebnis“ stolz sein, für das sie allen Beteiligten und Stiftern, aber auch dem ehrenamtlichen Büchereiteam mit derzeit 13 Mitgliedern dankte: „Ohne euch wäre das alles nicht möglich gewesen!“. Ehrenamtliche Helferinnen sind Brigitte Scheuermann (stellvertretende Leiterin), Elke Kaufmann, Anita Kaiser, Gusti Kistner, Ingrid Grimm, Karin Böhrer, Melanie Anton, Melanie Böhrer, Anette Berberich-Münch, Claudia Großkinsky, Hildegund Berberich und Ottilie Hippler.

Gesegnet wurden die Räume anschließend von Gemeindereferentin Claudia Beger und Pfarrer Markus Keller, der die historische Verbindung zwischen dem christlichen Glauben, Büchern und dem „Buch der Bücher“ in Form der Heiligen Schrift beleuchtete. Gekonnt spannte er den Bogen zum Buchdruck nach Johannes Gutenberg, der die Grundlage heutiger Bibliotheken darstelle.

Nach einem Imbiss konnten die Gäste sich in den neuen Räumen der Gemeindebücherei umsehen und dabei sicher manches interessante Buch entdecken.

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