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Leserbrief - Zum Lärmaktionsplan der Gemeinde Hardheim Lärmschutz jetzt: „Tempo 30”!

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Im „Zusammenfassender Bericht der gefassten und bekannt gegebenen Beschlüsse der öffentlichen Gemeinderatssitzung vom 21.06.2021“ kann man lesen, was der Gemeinderat in Bezug auf den Verkehrslärm durch die B 27 in Hardheim tun will:

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Unter Top 07 befürwortet er zum einen weiterhin das Projekt Ortsumgebung Hardheim, zum anderen beauftragt er die Verwaltung, „die zuständigen Behörden für die schnellstmögliche Einrichtung eines Kreisels am Ortseingang aus Schweinberg/Tauberbischofsheim kommend zu kontaktieren“.

Die Realisierung der Hardheimer Umgehungsstraße werden vielleicht diejenigen erleben, die bald wieder (hoffentlich) die Schulbank drücken werden, ich jedenfalls bin mir sehr sicher, dass ich das nicht mehr erleben werde.

Und wenn die Verwaltung die für den Lärmschutz zuständige Behörde kontaktieren soll, sollte der Bürgermeister zu allererst mit dem Gemeinderat reden. Der Gemeinderat hatte mit dem Lärmaktionsplan genau das Instrument, mit dem er schnell etwas hätte erreichen können, gerade aus der Hand gelegt: Für den Lärmaktionsplan ist ausschließlich die Gemeinde zuständig, hier hätte er als mittelfristige Maßnahme den Kreisel Richtung Tauberbischofsheim reinschreiben können und so hätten auch ältere Hardheimer in Richtung Lärmschutz Fortschritte erleben können.

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Hätte der Gemeinderat in Sachen Lärmschutz wirklich etwas erreichen wollen, hätte er dort als kurzfristig wirksame Maßnahme „Tempo 30“ für die Ortsdurchfahrt der B 27 durch Hardheim festschreiben können:

Keine andere Maßnahme schafft so schnell, effektiv und preiswert echten Lärmschutz wie eine Geschwindigkeitsreduzierung von „Tempo 50“ auf „Tempo 30“ und die Verstetigung des Durchgangsverkehrs und beides würde für die Ohren der lärmgeplagten Anwohner schon bald gefühlt etwa eine Halbierung des Lärms bringen können. Da muss man keine Straßenbaubehörde kontaktieren, diese wäre gezwungen, diese Festsetzung umzusetzen und hätte keinen Ermessensspielraum in dieser Sache, denn hier ist nur die Gemeinde Hardheim zuständig.

Auch die Gemeinde hat angesichts der gemessenen Lärmwerte keine Wahl:

Sie muss effektiv gegen den Straßenverkehrslärm vorgehen. Der Ermessensspielraum, den die Gemeinde hat, bezieht sich ausschließlich darauf, welches geeignete Mittel kurzfristig wirkt – nichts tun steht nicht mehr zur Wahl!

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Will die Gemeinde wirklich darauf warten, dass die lärmgeplagten Anwohner den Schutz ihrer Gesundheit vor Gericht einklagen und/oder die unterlassene Hilfeleistung zur Anzeige bringen?

Es reicht: Lärmschutz jetzt: „Tempo 30“!

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