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In Bretzingen

Jahrgänge 1939/40 spendeten für Kirche

700 Euro übergaben Jahrgangsangehörige für das Gotteshaus

Von 
ad
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Die Jahrgänge 1939/40 veranstalteten seit 1975 immer wieder Klassentreffen in Bretzingen. Sie haben ein Guthaben in Höhe von fast 700 Euro angesammelt, das sie an ihre Pfarrkirche spendeten. Das Bild zeigt die Spendenübergabe nach dem Gottesdienst. © Adrian Brosch

Bretzingen. Die in Bretzingen geborenen und die durch Vertreibung zugezogenen Personen der Jahrgänge 1939 und 1940 hatten sich am 15. und 16. November 1975 erstmals zu einem mehrtägigen Jahrgangstreffen in Bretzingen getroffen.

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Wiedersehensfreude groß

Ab diesem Jahr fand jeweils aus Anlass eines runden Geburtstages ein Jahrgangstreffen statt; ein außerplanmäßiges Treffen gab es im Rahmen des ersten „Bretzinger Treffens“. Die Wiedersehensfreude mit den Dorfbewohnern war nicht zu übersehen.

Die am Ort und in Hardheim wohnenden Jahrgangsangehörigen Gerti Brunner, Emil Galm, Christl Geiger und Robert Lutz haben im Team die Treffen stets vorbereitet und ein mehrtägiges Programm zusammengestellt. Ein Gottesdienst für die Jahrgangsangehörigen mit anschließendem Gang durch den Friedhof war stets ein fester Bestandteil.

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Veröffentlicht
Von
Maren Greß
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Die Teilnehmer mit ihren Ehepartnern sind aus den Städten und Orten Billigheim, Bergisch-Gladbach, Ettlingen, Gaggenau, Heidelberg, Heilbronn, Karlsruhe, Mannheim, Mainz, Ittlingen, Rüsselsheim, Pforzheim, Kuchen, Sausenheim, Stuttgart, Wiesbaden und aus Kanada angereist.

Ehemalige Lehrer dabei

Auch ehemalige Lehrer wie zum Beispiel Ludwig Wieland nahmen an den Treffen teil und freuten sich immer auf ein Neues, ihre ehemaligen Schüler zu treffen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Jedes Treffen hat bei den Teilnehmern stets eine große Freude hervorgerufen. Zudem waren sie beeindruckt, wie sich ihr ehemaliger Heimatort im Laufe der Jahre zum Vorteil entwickelt hat.

Altersbedingt und durch Tod hat sich die Teilnehmerzahl von Anfangs über 40 im Laufe der Jahre beim letzten Treffen im Jahr 2019 auf 16 Teilnehmer reduziert. Dieses letzte Treffen hat im Hof von Emil Galm eindrucksvoll mit einem „zweiten Frühstück“ begonnen, das er und seine Familie zur Begrüßung angeboten haben. Leider ist Emil Galm, der auch großen Wert auf die Treffen legte und sich stets aktiv bei der Organisation und Durchführung miteinbrachte, bald danach gestorben.

Gerti Brunner, Christl Geiger, Robert Lutz und Anita Wagner vom Jahrgang 1940, die federführend die jeweiligen Treffen vorbereiteten, sind aufgrund der immer weniger werdenden Teilnehmer zum Entschluss gekommen, keine weiteren Jahrgangstreffen mehr zu organisieren und das Jahrgangskonto aufzulösen. Durch Zuwendungen und Spenden der Jahrgangsangehörigen hat sich ein Guthaben in Höhe von 686,60 Euro angesammelt.

Im Sinne aller Angehöriger der Jahrgänge 1939 und 1940 wurde nach dem von Pfarrer Christian Wolff zelebrierten und gut besuchten Sonntagsgottesdienst, bei dem auch der verstorbenen Jahrgangsangehörigen gedacht wurde, jener Geldbetrag für die Renovierung der Heimatkirche, St. Sebastian und Vitus gespendet.

„Damit wird die immer noch bestehende enge Verbundenheit zur Heimatkirche und Heimatgemeinde Bretzingen zum Ausdruck gebracht“, wie Robert Lutz betonte.

Er hob hervor, dass die Angehörigen der Jahrgänge zahlreiche schöne und bereichernde Momente in jenem Gotteshaus erleben durften. „Die Übergabe der Spende passt ganz gut zur heutigen Predigtthema ‚Wir feiern heute ein Fest’“, sagte Robert Lutz und erinnerte daran, wie viele Feste die Jahrgangsangehörigen in dieser Kirche, beginnend mit der Taufe, Erstkommunion und Hochzeit in ihrem bisherigen Leben feiern und mitfeiern konnten.

Für die Spende bedankte sich Pfarrer Wolff am Ende des Gottesdienstes auch im Namen des Pfarrgemeinderates. ad

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