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Neugestaltung des Hardheimer Friedhofs - Maßnahme nun offiziell abgeschlossen / Von den beiden Pfarrern gesegnet

In Hardheim wurde ein Ort der Begegnung geschaffen

Von 
hs
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Über die Neugestaltung des Hardheimer Friedhofs freuten sich (von links) Waltraud Hohmann, Bauhofleiter Nico Beyer, Ortrud Biller, Tobias Eisenhauer, Bernhard Löffler, Pfarrer Christian Wolff, Helmut Berberich, Bürgermeister Volker Rohm, Pfarrer Markus Keller und Ralf Drolshagen. © Hans Sieber

Hardheim. „Es ist vollbracht!“ So könnte man das biblische Wort des sterbenden Heilands angesichts der nun gelungenen Friedhofsgestaltung zitieren. Seit 2008 stand die Friedhofsgestaltung auf der Agenda sowohl der Genealogenfreunde Hardheim und Umgebung, ehe er ab 2014 vom Arbeitskreis Denkmalpflege im Museumsverein Erfatal fortgeführt wurde, als auch der Gemeindeverwaltung.

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Helmut Berberich vom Arbeitskreis Denkmalpflege und Bürgermeister Volker Rohm erinnerten im Rahmen eines „offiziellen“ Abschlusses der Maßnahme an die einzelnen Schritte, Arbeitsbesprechungen und Begehungen. Rohm erinnerte insbesondere auch an die von der Gemeindeverwaltung beauftragte Landschaftsarchitektin Sonja Hottinger, die sich professionell den Herausforderungen des gesamten Areals angenommen hatte und Denkanstöße für den Masterplan gegeben hatte. Aufgrund der geänderten Bestattungskultur, weg von den Familiengräbern hin zu Urnengräbern, sollen diese Überlegungen künftig auch in den Ortsteilen mitberücksichtigt werden.

Meilenstein begangen

Der ausdrückliche Dank des Gemeindeoberhauptes galt allen ehrenamtlich Tätigen für deren bürgerschaftliches Engagement, wobei er neben Helmut Berberich vor allem Waltraud Hohmann dankte, die in liebevoller Kleinarbeit die planerische Gestaltung schuf. Ein Friedhof sei nicht nur ein Ort der Einkehr, des Gedenkens und der Inspiration, sondern vor allem auch ein Ort der Begegnung, an dem auch eine Trauer verarbeitet werden könne. Damit sei ein Meilenstein begangen worden, und es gelte nun auch dies für in den Ortsteilen umzusetzen.

Die einzelnen Schritte erläuterte Helmut Berberich, der daran erinnerte, dass eine Jesusstatue aus Buntsandstein vom hinteren Friedhofbereich in das Areal des Kriegerdenkmals versetzt, die erste Maßnahme war, mit der die Friedhofneugestaltung begonnen wurde. Danach wurde unterhalb der Friedhofmauer ein Platz für eine Wasserentnahme mit einer Ruhebank gestaltet der Efeubewuchs über der Gedenktafel entfernt. Auf der gleichen Ebene wurden auch die Gedenksteine der drei polnischen Kriegsgefangenen an einem würdigen Platz zusammengefasst. Alle Maßnahmen seien vom Bauhof präzise und perfekt gestaltet worden.

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Im Bereich um das Missionskreuzes wurden neben dem „Schwesterngrab“ auch andere aufgelassene Gräber in eine Umgestaltung mit einbezogen. Es soll dort ein Platz der Besinnung und der Ruhe entstehen. Gerade hier hatte Rohm bei einer der ersten Begehungen das Motto vorgegeben: „Ein Friedhof ist ein sehr sensibler Bereich und hier gilt es, die Arbeiten mit Bedacht anzugehen.“

Die wohl flächenmäßig größte Baumaßnahme gingen die Mitarbeiter des Bauhofs zuletzt mit schwerem Gerät an. Die Kriegsgräber wurden neu gestaltet. Auch diese Plangestaltung hatte Traudel Hohmann ehrenamtlich übernommen und den Baufortgang begleitet. Steinmetzmeister Ralf Drolshagen erledigte die künstlerische Gestaltung und schuf zuletzt eine Skulptur zur Erinnerung an die ehemals hier bestatteten Kinder. Bis Ende der 1950er Jahre war nämlich dieses Areal der „Kinderfriedhof“. Eine Gedenktafel, durch Unterstützung von Paul Eirich geschaffen, soll an diese erinnern.

Pfarrer Christian Wolff erteilte dem neugeschaffenen Friedhofsbereich den kirchlichen Segen und sprach die entsprechenden Weihtexte, während Pfarrer Markus Keller mit dem kirchlichen Segen in seiner kleinen Ansprache auch einen Bogen spannte zur „letzten“ Ruhestätte, die eigentlich die „vorletzte“ sei, denn nach dem christlichen Glauben, erhofften alle die letzte Ruhe im Himmelreich an der Seite des Heilands. Mit einem gemeinsamen Gebet wurde die Neugestaltung auch im christlichen Sinne abgeschlossen. hs

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