Walter-Hohmann-Sporthalle - Sanierungsarbeiten und Grundreinigung haben begonnen / Rückbau der Wand- und Bodenfliesen / Neue Leitungen und Duschanlagen Im Schulzentrum ist trotz der Ferien keine Ruhe

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Adrian Brosch
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In den Schulferien laufen Sanierungsarbeiten in der Hardheimer Sporthalle. Rechts die Umkleidekabinen im derzeitigen Zustand sowie Kenan Atman und Dennis Schmidt (links, Firma Elektro-Gärtner) beim Lampenwechsel.

© Adrian Brosch

Kaum beginnen die Sommerferien, kehrt in den Schulhäusern zumeist Ruhe ein. Nicht so in der Sporthalle des Walter-Hohmann-Schulzentrums.

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Hardheim. Zur umfangreichen jährlichen "Grundreinigung" der Sporthalle gesellen in den kommenden Wochen diverse Sanierungs- und Modernisierungsarbeiten im Bereich der Umkleidekabinen mit Sanitäranlagen sowie der Beleuchtung.

Aktuell werden zwei von sechs Umkleidekabinen entkernt. "Wir können nicht alle zur selben Zeit sperren, um den Vereinsbetrieb und auch die Schulklassen nicht zu behindern", räumt Bauamtsleiter-Stellvertreter Bernhard Popp im FN-Gespräch ein und gibt bekannt, dass die vier verbleibenden Kabinen peu à peu saniert werden.

Konkret sehen die Arbeiten den vollständigen Rückbau der aus den frühen 80er-Jahren stammenden Wand- und Bodenfliesen sowie der Decken vor. Außerdem werden Leitungen und Duschanlagen erneuert. Die Toiletten bleiben unangetastet. "Das Inventar der Sporthalle wie auch die Armaturen entsprachen nicht mehr dem neuen Stand", begründet Popp die ausschließlich durch regionale Unternehmen vorgenommenen Maßnahmen. Als jeweils günstigste Bieter erwiesen sich die Hardheimer Firmen Elektro-Gärtner (Elektroarbeiten), Erbacher und Jodlowski (Putz- und Trockenbauarbeiten), Link (Heizung und Sanitär), die Schweinberger Firma Göbes (Holzarbeiten) sowie das Miltenberger Unternehmen Walther (Fliesenarbeiten).

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Insgesamt belaufen sich die Kosten auf 233 348 Euro. Zuschüsse kommen aus dem Ausgleichsstock und der Sportstättenförderung.

Renovierungsarbeiten

Während die Kinder in den Ferien sich vom Schulalltag und möglicherweise auch den Sportstunden entspannen, nutzen die Handwerker jede freie Minute. Seit Beginn der Woche sind sie am fleißigen Arbeiten. Schließlich gibt es ein Zeitlimit: "Bis zum Schuljahresanfang am 11. September sollten die wesentlichen Maßnahmen bereits abgeschlossen sein", erklärt Popp.

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Zwar stehen dann zunächst lediglich vier statt bisher sechs Kabinen zur Verfügung, da die Renovierungsarbeiten auch im laufenden Schuljahr sukzessive fortgeführt werden, doch sieht er keine Probleme eher darin, den Plan einzuhalten.

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Im Bereich der Bäder und Umkleiden wird sich optisch einiges ändern: "Das neue Ambiente soll bunter und auch dem Zeitgeschmack eher angepasst sein", verrät Popp.

Auch an der Decke wird fleißig gearbeitet: Als "Dauerbrenner" im wahrsten Sinne des Wortes hatte sich die in die Jahre gekommene, fast 40 Jahre alte Beleuchtungsanlage der Sporthalle erwiesen. Der Handlungsbedarf hatte sich schon seit geraumer Zeit abgezeichnet. "Klagen seitens der Lehrer kamen uns nicht zu Gehör, doch gab es zu viele Baustellen an der kompletten Lichtanlage", argumentiert der stellvertretende Bauamtsleiter.

So hatte sich der Technische Ausschuss bereits im Februar 2016 für deren Erneuerung ausgesprochen - unter anderem, weil bereits kleine Defekte problematisch gewesen wären: "Für die alten Leuchten sind keinerlei Ersatzteile mehr lieferbar", lässt Bernhard Popp wissen.

Ausschlaggebend für eine Umstellung seien auch die hohen Stromkosten und der gegenüber vergleichbaren modernen System insgesamt höhere Wartungsaufwand gewesen.

So entschied sich die Gemeindeverwaltung für eine neue LED-Anlage im Wert von 64 516 Euro, wobei davon rund 33 000 Euro durch die nationale Klimaschutzinitiative bereitgestellt werden (die FN berichteten). Als günstigster Bieter erhielt die Firma Elektro-Gärtner den Zuschlag. Beim Ortstermin sind Kenan Atman und Dennis Schmidt gerade dabei, die neuen LED-Lampen an die Decke zu hieven, um sie dort zu montieren: "Wir arbeiten die nächsten drei Wochen in acht Metern Höhe", ruft Atman vom Gerüst.

Neben den Firmen packen auch die Ehrenamtlichen kräftig mit an: Aus den Reihen des TV Hardheim als meistnutzender Verein der Sporthalle sind zahlreiche Helfer aktiv, die in den Umkleidekabinen beim Entkernen mitwirken.

"Wir möchten mit unserem Einsatz Farbe bekennen und der Gemeindeverwaltung zeigen, nicht nur fordern, sondern selbst mit Hand anlegen zu können und dadurch den Haushalt zu entlasten", wie Klaus Kreßner den Fränkischen Nachrichten mitteilt, um im gleichen Atemzug eine gewisse Dankbarkeit seitens des TVH für die "im Prinzip längst fälligen" Arbeiten anzusprechen.