Seelsorgeeinheit Hardheim-Höpfingen im Madonnenland - Pfarrer Christian Wolff feierlich in sein neues Amt eingeführt „Ich bin echt froh, hier zu sein“

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Adrian Brosch
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Dekan Johannes Balbach (rechts) führte Pfarrer Christian Wolff am Sonntag im Rahmen eines Gottesdienstes in sein Amt als Leiter der Seelsorgeeinheit Hardheim-Höpfingen im Madonnenland ein. © Adrian Brosch

Nach seinem Amtsantritt am 1. September ist Pfarrer Christian Wolff am Sonntag offiziell als Leiter der Seelsorgeeinheit Hardheim-Höpfingen im Madonnenland eingeführt worden.

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Hardheim. Mit dem feierlichen Investiturgottesdienst wurde Pfarrer Christian Wolff, der am 1. September als Nachfolger Andreas Rapps sein Amt als Leiter der Seelsorgeeinheit Hardheim-Höpfingen im Madonnenland angetreten hatte, am Sonntag offiziell eingeführt. Unter Berücksichtigung derzeit gültiger Hygiene- und Abstandsregelungen nahm eine ansehnliche Schar Gläubiger am Gottesdienst teil.

Durch die auch musikalisch ansprechend ausgestaltete Feier führte Dekan Johannes Balbach (Buchen). „Mit großer Freude“ wurde er dem erzbischöflichen Auftrag Stephan Burgers gerecht und begrüßte auch die Familie des 1987 in Darmstadt geborenen, in Eberbach aufgewachsenen Geistlichen. Im Hinblick auf das Reformpaket „Pastoral 2030“ betonte er, dass die Erzdiözese Freiburg vor großen Herausforderungen stehe. In gemeinsamem Gottvertrauen jedoch könne man den Weg „weiter gemeinsam gehen“ und unbeirrten Optimismus zeigen.

Nachdem der neben Pfarrer Hans Scheuermann und Kaplan Julian Donner als Konzelebrant auftretende Diakon Franz Greulich im Evangelium zu mehr Wachsamkeit aufgerufen hatte, zog Balbach seine packende Predigt am selben Sujet auf. Er fand Worte von bemerkenswerter Klarheit: „Wir haben Verantwortung für uns und unser Leben“, hielt er fest und empfahl, den Blick vor allem in der schwierigen Corona-Zeit verstärkt auf die Mitmenschen, deren Sorgen, Ängste, Hoffnungen und Freuden zu richten. Dahingehend möge man „wachsam sein“ auch gegenüber Aussagen fundamentaler Fanatiker aller Gesinnungen sowie dem wachsenden Antisemitismus.

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Aber auch bezüglich neuer Ideen zur Verkündung der Frohen Botschaft solle man auf der Hut sein: Wenngleich eine von Neugierde und stetigem Hinterfragen gekennzeichnete Grundeinstellung zuweilen anstrengend sei, habe man nicht Anderen das Denken überlassen. „Wer nur im Strom der Teilnahmslosen mit trottet, verpasst etwas“, betonte der Dekan und richtete den Fokus auf Gesten wie Treue, Ehrlichkeit und Wertschätzung, die im Sinne von „Öltröpfchen“ das Miteinander bereichern und erleichtern und auch Pfarrer Wolff nie ausgehen mögen.

Ideenreicher Verkünder

So charakterisierte Balbach ihn auch als „Singvogel“, der das Lied des Evangeliums im Sinne eines auf Wanderschaft gehenden Vogels anstimme. Für die spirituelle Arbeit in Hardheim und Höpfingen wünschte er dem Neuankömmling, stets sein Ohr an den Menschen zu haben, ein treuer und ideenreicher Verkünder der Frohen Botschaft zu sein und zudem als guter Teamplayer die verschiedenen Charismen seiner Mitstreiter im Weinberg des Herrn zu nutzen.

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Nachdem er die Ernennungsurkunde verlesen hatte, dankte Balbach den Gemeindereferentinnen Claudia Beger und Uschi Butterweck, dem Pfarrgemeinderat mit Vorsitzendem Manfred Weihbrecht sowie Stiftungsratsvorsitzendem Horst Saling für das reibungslose Überbrücken der Vakanzzeit.

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Schließlich führte Pfarrer Wolff durch das Glaubensbekenntnis, ehe die Bürgermeister Volker Rohm (Hardheim) und Adalbert Hauck (Höpfingen) in ihrem Grußwort auf originelle Weise an Wolffs Amtsvorgänger Monsignore Johann Schäfer (1972-1995), Pfarrer Franz Lang (1995-2012) und Pfarrer Andreas Rapp (2013-2020) anknüpften.

So möge auch Christian Wolff im Erftal zu neuen Erkenntnissen und Eindrücken, menschlichen Erfahrungen und berührenden Momenten gelangen: „Seelsorge bedingt Gemeinschaft, Fürsprache, offene Ohren und offene Türen“, schilderten die Bürgermeister und erhofften eine Fortsetzung der bislang vertrauensvollen, von offenen Ohren und offenen Türen gekennzeichneten Zusammenarbeit zwischen politischer und kirchlicher Gemeinde. Mit kleinen Präsenten beglückwünschten sie Pfarrer Wolff zur Ankunft in der Seelsorgeeinheit.

„Wundervolles Fest“

Dem schloss sich Pfarrgemeinderatsvorsitzender Manfred Weihbrecht an. Die Investitur sei als „wundervolles Fest für die Seelsorgeeinheit“ anzusehen, zumal man dankbar für die schneller als ursprünglich gedacht erfolgte Überbrückung der Vakanzzeit sei. „Das spendet uns Zuversicht und beweist die Kraft Gottes“, merkte Weihbrecht erfreut an. Ein Willkommensgruß erfolgte auch seitens der Ministranten, die ein kleines Präsent überbrachten.

In seinem persönlichen Schlusswort signalisierte Pfarrer Christian Wolff, sich über sein Eintreffen in Hardheim zu freuen. „Ich bin echt froh, hier zu sein“, erklärte er und verpackte sein seelsorgerisches Ziel in eindrückliche Worte: Es hieße nun, die Rahmenbedingungen dafür zu schaffen, vielen Menschen Zugang zur Kirche zu ermöglichen. Beeindruckt sei er bereits jetzt von der Vielfalt spiritueller Gruppen und dem guten Miteinander in der Seelsorgeeinheit sowie den zahlreichen Ehrenamtlichen. Der abschließende Dank galt allen Vorbereitenden des Gottesdienstes sowie den Gemeindereferentinnen Beger und Butterweck für die gute Organisation.