Pater Paul Kapochina in Ghana - Geistlicher unterstützt bedürftige Familien / Aktueller Quartalsbericht liegt vor Hilfe der Kolpingsfamilie kommt an

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Adrian Brosch
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Durch die Spenden aus Hardheim baut Pater Paul gerade ein kleines Haus für eine obdachlose Frau. Bis zur Fertigstellung versorgt er sie mit Nahrungsmitteln und einem Notquartier. © Pater Paul

Hardheim. In regelmäßigen Abständen unterstützt die Kolpingsfamilie Hardheim den in Ghana lebenden Pater Paul Kapochina. Er besucht seine Unterstützer nicht nur regelmäßig und weilte zuletzt im Sommer 2019 in Hardheim, sondern hält über das Internet beständig Kontakt und informiert auf diesem Wege fortlaufend über den Einsatz der Spendengelder. Erst vor wenigen Tagen legte er seinen aktuellen Quartalsbericht vor.

Saatgut gekauft

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Von den Spenden aus Hardheim profitiert beispielsweise eine Familie mit vier Kindern: Beide Elternteile sind erblindet und können nur unzureichend für den Lebensunterhalt sorgen. Dem schafft Pater Paul Abhilfe, indem er Saatgut kauft und ihnen zum eigenen Anbau überlässt: Durch den Verkauf der geernteten Produkte ermöglicht der 55-jährige Geistliche der Familie eine wichtige Einnahmequelle.

Zu seinen Schützlingen zählt auch eine Familie, deren Mitglieder schwer von Lepra – in Afrika noch immer eine als Dauerthema anzusehende Krankheit – gezeichnet sind. Sie unterstützt er mit Geldzuwendungen sowie dem Kauf von Lebensmitteln. Sein großes Herz für Bedürftige stellt er fernerhin mit einer beispielhaften Hausbau-Aktion unter Beweis: Für eine mittellose und bisher auch obdachlose Frau ist Pater Paul Kapochina gerade dabei, ein kleines Haus zu entwerfen. Bis dieses fertiggestellt ist, versorgt der Geistliche sie mit Nahrungsmitteln und einem Notquartier zur Überbrückung.

Aus der umfangreichen Aufstellung Pater Pauls geht zudem hervor, dass er neben Grippe- und Epilepsiepatienten auch Amputierten, psychisch Erkrankten sowie Unfallopfern hilft. Der Geistliche übernimmt für die Erkrankten die Kosten der Behandlungen und Operationen. Auch das gestatten ihm die Spenden aus Hardheim, für die er sich sehr dankbar zeigt: Am Ende seines mit zahlreichen Bildern versehenen Schreibens dankte er allen Helfern, die für ihn mit der Zeit nicht zuletzt aufgrund der persönlichen Kontakte zu echten Freunden geworden sind, und sicherte weitere Rückmeldungen zu.