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Das war 2021 Thema in Hardheim - Umgehung, Kreisel, Tempo 30 – Verkehr spielte in vielen Facetten eine Rolle / Erste Entscheidungen 2022 erwartet

Hardheim: Wallung nach einer CDU-Diskussion

Von 
Maren Greß und Michael Fürst
Lesedauer: 
Verstopft sind viel zu oft Hardheims Straßen, zudem stört der Lärm des Durchgangsverkehrs die Bürger. Deshalb hat die Verwaltung „Tempo 30“ bei der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg beantragt. Aber auch die Umgehungsstraße für Hardheim war 2021 wieder Thema in der Erftalgemeinde. © Michael Fürst

Hardheim. Der baden-württembergische Landtagswahlkampf im März spülte in Hardheim ein Thema an die Oberfläche, das über Jahre hinweg in der Versenkung verschwunden war: die Ortsumgehung der Erftalgemeinde. In einer Online-CDU-Runde mit Minister Peter Hauk, Landrat Dr. Achim Brötel und Staatssekretär Steffen Bilder wurde diese Angelegenheit gestreift. Es sah so aus, als sei das reine Wahlkampf-Propaganda gewesen, doch als die FN begannen, wieder über die Ortsumgehung Hardheim zu berichten, wurde schnell deutlich: Nicht nur die CDU-Politiker wollen sich weiter dafür einsetzen.

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Irritationen gab es zunächst aber deshalb, weil sich Bürgermeister Volker Rohm und die Verwaltung erst einmal bedeckt hielten. Der Grund: Auch sie waren einfach zu überrascht von der „Neuauflage Ortsumgehung“. Der damalige Bundestagsabgeordnete Alois Gerig war seinerseits überrascht ob der Zurückhaltung der Hardheimer und forderte im FN-Interview ein Votum des Gemeinderats. Das kam dann im Juni – allerdings mit einem Zusatz. Das Gremium votierte einstimmig dafür, das „Projekt Ortsumgehung“ weiterhin zu befürworten. Zudem wurde die Verwaltung beauftragt, schnellstmöglich die zuständigen Behörden für die Errichtung eines Kreisels am Ortseingang, von Schweinberg kommend, zu kontaktieren.

Und so kam das eine zum anderen. Den Kreisel wünschen sich die Räte, damit die Fahrzeuge, die aus dieser Richtung Schweinberg durch Hardheim rollen, ihre Geschwindigkeit drosseln, womit die Lärmbelästigung für Anwohner an der B27 reduziert werden soll. Doch damit nicht genug: Im Oktober verabschiedete der Gemeinderat auch einen „Lärmaktionsplan“, in dem „Tempo 30 auf allen maßgeblichen Ortsdurchfahrten der Kerngemeinde sowie manchen Ortsteilen“ gefordert wird. Eine Entscheidung darüber wird von der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg im Laufe des Jahres 2022 erwartet.

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Maren Greß
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Die Forderung nach einem Kreisel und „Tempo 30“ muss als „flankierende Maßnahme“ zur Ortsumgehung interpretiert werden. Diese Wunschstrecke der Hardheimer ab der Ziegelei Höpfingen, über den „Rübenweg“ ins Erftal, am Hockeberg entlang bis zur jetzigen „Aral“ in Hardheim wird nämlich noch lange ein Traum bleiben. Im Bundesverkehrswegeplan 2030 ist sie nämlich unter „weiterer Bedarf mit Planungsrecht“ eingestuft. Das heißt so viel wie, dass aktuell aktiv keine Maßnahmen dafür ergriffen werden. „Und deshalb ging es in unserer Diskussion nicht um Wahlkampf, sondern schlicht und ergreifend darum, die Politik an ihre Hausaufgaben zu erinnern“, sagte Landrat Brötel zu dieser Thematik.

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„Halblegale Testphase“

Wahlkampf hin oder her: Dieses Gespräch unter CDU-Politkern hat auf jeden Fall bewirkt, dass 2021 in das Thema „Verkehr in Hardheim“ richtig Wallung gekommen ist – auch als Gesprächsinhalt unter den Bürgern. Befeuert wurde die Diskussion durch die sechswöchige Vollsperrung der B27 zwischen Hardheim und Tauberbischofsheim.

Ach ja: Diese Vollsperrung mit der damit einhergehenden Umleitung durch Bretzingen nutzte die Kommune kurzerhand, um quasi in Eigenregie eine „Testphase für Tempo 30 durch die dortige Ortsdurchfahrt“ einzuläuten. Die fix dort aufgestellten Schilder waren nämlich nur „halblegal“.

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