„Liederkranz“ Hardheim - 160 Jahre Männerchor, 50 Jahre gemischter Chor, 25 Jahre „no name product“ / Jahreshauptversammlung / Fester Platz im Gemeindeleben Großes Jubiläumsjahr des Gesangvereins

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ad
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Ehrungen gab es in der Jahreshauptversammlung des Gesangvereins „Liederkranz“ in Hardheim. © Adrian Brosch

Mit dem Lied „Frühling, kehre ein“ eröffnete der Gesangverein „Liederkranz“ seine Jahreshauptversammlung.

Ehrungen beim Gesangverein

Für langjährige Zugehörigkeit wurden folgende Mitglieder geehrt:

25 Jahre: Susanne Leiblein und Julia Stephan (Gründungsmitglieder von „no name product“).

50 Jahre: Eva Bräuer, Gerti Brunner, Marliese Glaser, Rita Richardt und Hildegard Schweizer (Gründungsmitglieder des gemischten Chors).

55 Jahre: Helmut Gärtner, der neben seiner sängerischen Tätigkeit 24 Jahre lang als Kassier wirkte. Als „gute Seele des Vereins“ wurde auch seine Frau Luise Gärtner geehrt. ad

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Hardheim. Für die lebenden und verstorbenen Mitglieder des Gesangvereins fand am Freitag ein Dankgottesdienst im Erftaldom St. Alban statt. Anschließend wurde im Vereinsheim im alten Kindergarten Rückblick gehalten. Auch Ehrungen standen an.

Vorsitzende Andrea Neuser sprach in ihrer Begrüßung von einem „Super-Jubiläumsjahr 2019“: Während der Männergesangverein 160 Jahre alt wird und somit den Titel des ältesten Hardheimer Vereins für sich beanspruchen kann, feiert der auf Initiative des heutigen Ehrendirigenten Friedhelm Bräuer formierte gemischte Chor sein 50-jähriges Bestehen. Seit 25 Jahren probt der von Wilfried Bauch gegründete junge Chor „no name product“.

„Hier wird Tradition weiter getragen“, freute sich die Vorsitzende und dankte allen seinerzeitigen und gegenwärtigen Aktiven, die nicht zuletzt das Musical „Till Eulenspiegel“ im Jahr 2014 zur „sängerischen und handwerklichen Meisterleistung aller Chöre“ werden ließen. Besonders hob sie Wilfried Bauch, Waldemar Bischof, Hubert Trabold und Adolf Weinbach hervor und überreichte Präsente.

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Nach dem Totengedenken erinnerte Schriftführerin Uschi Firtzlaff an die Höhepunkte des vergangenen Jahres wie die „musikalische Weinprobe“ mit Conny Lehr (Markelsheim), die gut besuchte Bewirtung an Josefs- und Wendelinusmarkt, die Eröffnung des Weihnachtsmarkts, den „Chortreff“ in Buchen, die Feierstunde zum Volkstrauertag und das Singen für die Patienten des Krankenhauses.

Der Tagesausflug in die Rhön wurde mit einem Besuch beim nunmehr dort lebenden Ehrenvorsitzenden Erich Roth verbunden. Auf dem Hardheimer Friedhof wurde das Ehrenmal für die Opfer beider Weltkriege gereinigt.

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Einnahmen und Ausgaben bündelte der Kassenbericht von Kassierin Beate Weihbrecht, der die Kassenprüfer Günter Eichkorn und Helmut Remler „vollständige und solide Buchführung“ attestierten.

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Den letzten Bericht steuerte Dirigenten-Stellvertreter Wilfried Bauch bei, der die verhinderte Dirigentin Bärbel Mitsch vertrat und das Leistungsniveau der Chöre und der einzelnen Stimmlagen sowie den stetigen Probenbesuch lobte. Besondere Anerkennung zollte Bauch dem von Herzlichkeit und Hilfsbereitschaft gekennzeichneten Klima im „Liederkranz“, das alles andere als selbstverständlich sei.

Fester Platz im Gemeindeleben

Darauf bezog sich auch das Grußwort von Bürgermeister Volker Rohm. „Der Gesangverein bringt sich ein, sorgt für Gemütlichkeit und hat seinen festen Platz im Gemeindeleben inne“, bemerkte der Rathauschef und freute sich über die Bewahrung erhaltenswerten Liedguts sowie neue, mit Bravour umgesetzte Ideen wie die „musikalische Weinprobe“. Gleichsam schlug er vor, die Tradition des früher so beliebten Weihnachtsliedersingens wieder neu zu beleben.

Die Entlastung des Vorstandes verband Ehrenvorsitzender Adolf Weinbach mit dem Dank für das Geleistete, um auch eine Stärkung des Männerchors gerade im Bereich der Tenorstimmen zu erhoffen: Der „Liederkranz“ suche dringend junge Tenöre.

Vorsitzende Andrea Neuser dankte in ihrem Schlusswort für die sängerische Arbeit, ehe nach dem „Badnerlied“ ein Imbiss das Wochenende einläutete. ad