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Erfelder Ortschaftsrat tagte - Vorhabenbezogener Bebauungsplan „Solarpark Erfeld“ auf der Tagesordnung / Planungen einer weiteren Freiflächen-Photovoltaikanlage auf örtlichem Grund vorgestellt

Gremium befürwortete die Errichtung des Solarparks

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ad
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Einstimmig befürwortet wurde von den Erfelder Ortschaftsräten der Antrag auf Durchführung einer Dorfsanierung. Das Bild entstand in der Ortsdurchfahrt. © Adrian Brosch

Erfeld. Zur Tagesordnung der Ortschaftsratssitzung in Erfeld gehörten am Mittwoch mit dem vorhabenbezogenen Bebauungsplan „Solarpark Erfeld“, den Planungen einer weiteren Freiflächen-Photovoltaikanlage auf örtlichem Grund sowie dem einstimmig befürworteten Antrag auf Durchführung einer Dorfsanierung gleich drei brisante Themen.

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Nach der Begrüßung erläuterte Ortsvorsteher Thomas Leithold den vom Hardheimer Gemeinderat bereits vollzogenen Aufstellungsbeschluss über den Solarpark im Gewann „Kohlbrünnlein“: Die Firma EKS-Solartechnik GmbH (Gerichtstetten) plant eine 16,3 Hektar große Freiflächen-Photovoltaikanlage. Dies lasse sich laut Leithold gut mit dem Bestreben um die verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien vereinbaren.

„Da jedoch derartige Anlagen keinen privilegierten Status haben, sind Bebauungspläne zur Ausweisung eines Sondergebiets mit Zweckbestimmung Photovoltaik nötig“, betonte er und fügte an, dass das Vorhaben den hierzu aufgestellten Kriterienkatalog der Gemeinde zur Zulassung derartiger Anlagen erfülle.

Mit vier Ja-Stimmen und zwei Nein-Stimmen befürwortete der Ortschaftsrat nach kurzem Gedankenaustausch – Wolfgang Horn und Edgar Weniger erinnerten an frühere Gespräche über eine 20 Hektar große Maximalfläche für Freiflächen-Photovoltaik auf Erfelder Gemarkung und erkundigten sich nach der angesichts 16,3 Hektar großen Planungsanlage fraglichen Bebauung mit einer möglichen zweiten Anlage – die Errichtung des Solarparks und alle weiteren dafür nötigen planerischen Schritte.

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Auch der nächste Punkt beschäftigte sich mit dem Thema: Thomas Leithold gab bekannt, dass die bundesweit agierende Firma GP-Joule GmbH mit Sitz in Norddeutschland ein zweites Solarfeld auf Erfelder Grund plane. Gegenstand der Überlegungen sei eine Solarfläche von acht Hektar zuzüglich 1,6 Hektar Ausgleichsfläche, die aufgrund der natürlichen Umgebung „fast nicht einsehbar“ sei. „Weiteres wird ein Unternehmensvertreter in der kommenden Ortschaftsratssitzung erklären“, hielt der Ortsvorsteher fest und erinnerte an den Beschluss des Gremiums, die Gesamtfläche von 20 Hektar nicht zu überschreiten.

„Die Frage ist, wie man man der nunmehr zu verzeichnenden Überschreitung dieser Grenze um 4,3 Hektar umgeht“, warf Leithold ein. Nach kurzer Debatte kam man zu dem Schluss, dass die 20 Hektar möglicherweise auf fehlendem Fachwissen des Gremiums beruht hatten und Überschreitungen wohl zu tolerieren seien, aber nur in beschränktem Maß.

Zu einem Beschluss kam es nicht; mit drei Ja-Stimmen erreichte der Antrag auf sofortige Abstimmung nicht die erforderliche Mehrheit. Thomas Leithold merkte an, dass man den 21. Juli abwarten und nach dem dann vorliegenden Kenntnisstand entscheiden werde.

Grünes Licht für die Dorfsanierung

Ein weiteres Thema war die von Ortschaftsrat Timo Grein vor geraumer Zeit vorgeschlagene Dorfsanierung. Die angedachte Vorgehensweise sieht laut Ortsvorsteher Leithold das Katalogisieren von Leerständen, eine Auflistung aller in Frage kommenden Häuser und Flurstücke sowie das Klären der oft unklaren Eigentumsverhältnisse im Rahmen einer eigenen Klausur mit mehreren Ortsbegehungen vor.

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„Coronabedingt wurde das Ganze etwas verschoben“, räumte er ein und berief sich auf den rechtlichen Rahmen: Sanierungsmaßnahmen in Städten und Gemeinden bedingen durch das Land genehmigte Konzepte, um in den Genuss etwaiger Förderungen zu kommen. Weiteres gestatte die Größe der Gesamtgemeinde Hardheim nur eine laufende Maßnahme, wobei derzeit die Ried-Sanierung in der Kerngemeinde laufe.

„Mit der Konzeption müssten wir uns dennoch zeitnah befassen, um Grundlagen und zur Umsetzung vorbereitete Ideen zu schaffen“, mahnte er an und verwies auf Optionen durch die ELR- oder Leader-Fördertöpfe. Hier kam Bauamtsleiter Daniel Emmenecker ins Spiel, der von einer „drei- bis vierjährigen Zeitspanne bis zur Klärung der Eigentumsverhältnisse“ ausging und konstatierte, dass die Gemeinde hinter dem Antrag Erfelds stehe.

Läge später ein hypothetischer zweiter Antrag eines anderen Ortsteils vor, stimme der Gesamtgemeinderat ab. Einstimmig beschlossen wurde die Klausur mit Ortsbegehung „in nächster Zeit“, so Leithold abschließend.

Spielplätze ein Thema

In der Rubrik „Verschiedenes“ galt eine Frage der Spielplatzsituation Erfelds. Hier sprach sich der Ortsvorsteher aus, beide Plätze – sowohl den Spielplatz an der Grillhütte als auch den durch die Kolpingsfamilie und engagierte Eltern gepflegten Platz „in der Wehd“ – zugunsten der Kinder zu erhalten. Zwar sollten die Ortsteile nur einen Spielplatz haben, doch habe der Bauhof durch den Einsatz der Ehrenamtlichen in Erfeld nur die Arbeit an einem Platz zu bewältigen. ad

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