FG „Stedemer Besche“ - Die etwas andere „Faschenachtskampagne“ im Corona-Jahr Eine Woche Zeit, um die Fragen zu lösen

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tisi
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Waldstetten. „Keine Umzüge, keine Prunksitzungen, keine Kindersitzungen: Das ist die traurige Bilanz vom Corona-Virus, das auch die Faschenachtsvereine in der Region stark getroffen hat“, heißt es in einer Mitteilung der FG „Stedemer Beesche“, und weiter: „Doch wir wären keine Faschenachter, wenn uns keine Alternativen einfallen würden.“

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So haben sich die „Stedemer Beesche“ überlegt, wie sie im Ort präsent sein können und den „Beesche“ wenigstens etwas „Faschenachtsstimmung“ vermitteln können. Unter der Federführung von Sylvia Klotzbücher entstand ein spannendes Rätsel rund um die „Stedemer Faschenacht“ mit elf teilweise sehr kniffligen Fragen.

Die Gewinnerin, Ruth Blau, mit Präsidentin Tina Sieber. © FG

Die „Beesche“ hatten eine Woche Zeit, das Rätsel zu lösen. Es wurden dafür so manche Festschriften wieder hervorgeholt. Am „Faschenachtssonntag“ fand die Auswertung statt. Unter 15 ausgefüllten Rätseln ergaben sich dabei ganz knappe Platzierungen.

Den ersten Platz mit 42 von 44 erreichten Punkten sicherte sich Ruth Blau. Danach entschied Glücksfee Lotta über den zweiten und dritten Platz, da beide 40 Punkte erreicht haben. So ging der zweite Platz an Manfred Löffler, der dritte an Silvia Löffler. Die Gewinner dürfen sich über Gutscheine der Einkaufsgemeinschaft Walldürn freuen.

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Präsidentin Tina Sieber, Kassiererin Birgit Klotzbücher und Sylvia Klotzbücher machten sich auf den Weg und überbrachten die Gewinne persönlich.

Damit am „Faschenachtssamstag“ keine Langeweile aufkam, hat die FG ein kurzweiliges Video mit den Höhepunkten der „Stedemer Faschenacht“ zusammengestellt und den Beesche zur Verfügung gestellt. So konnte ein jeder, wenn er wollte, im heimischen Wohnzimmer bei Schnitzel oder Leberwurstbrot eine Miniprunksitzung genießen.

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„Für 2022 wünschen wir uns alle, dass es wieder eine Faschenacht geben wird, bei der man sich sieht, sich drücken und gemeinsam feiern kann“, schreiben die „Beesche“ abschließend.

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Bei den Fragen musste unter anderem beantwortet werden, wie viele Mitglieder die FG hat (119), wie die Namen der „Original Beeschebinner“ sind (Sepp und Leo) und wie viele Prinzenpaare es bis heute gab (45 bzw. 48).

Präsidenten in der Vereinsgeschichte waren: Wolfgang Binder, Gottfried Berberich, Gottfried Hartmann, Martin Kautzmann, Hubert Hartmann, Emil Baumann, Anneliese Hartmann und Tina Sieber.

Darüber hinaus wurde gefragt, wie der Refrain der legendären „Beeschesänger“ lautet: „Wir binden euch keine Beesen auf, nein nein, das tun wir nicht. Was wir erzählen das ist wahr, das ist die Ortsgeschicht.“

Und die Reihenfolge der einzelnen Arbeitsschritte der „Beescheherstellung“?: Reisig sammeln, nach Länge sortieren und trocknen; Stecken schneiden, schälen, Schienen reißen, Ringe flechten; Reisig zusammenlegen, binden; „Beesche“ auf Länge bringen/putzen. tisi