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DRK-Kreisverband Buchen - Bereits zum 29. Mal waren Sanitäter in Sachsen dabei

DRK bei Motorradrennen im Einsatz

Von 
hs
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Gruppenbild der Einsatzkräfte aus dem Kreisverband Buchen und Rennfahrer Sascha Prahl (Burgenland-Motorsport), der sich bei den Helfern des DRK- Kreisverbands Buchen für deren Einsatz bedankte und sich gerne für ein gemeinsames Foto zur Verfügung stellte. © Lutz Pelzer

Hardheim/Geithain. Nachdem das 58. Internationale Frohburger ADAC-Dreieckerennen für Motorräder Corona-bedingt 2020 ausfiel, wurde es am vergangenen Wochenende durchgeführt. Zwar waren deutlich weniger Zuschauer entlang der rund sechs Kilometer langen Piste dabei, dagegen war das internationale Fahrerfeld mit 502 Startern (darunter 14 Frauen) in den 15 Rennen mit je zwei Läufen über zehn Runden erneut hochkarätig besetzt.

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Rennstrecke abgesichert

Zum 29. Mal waren Sanitäter aus dem DRK-Kreisverband Buchen dabei, um ihre sächsischen Freunde bei der Absicherung von Fahrern und Zuschauern zu helfen. Insgesamt waren fünf Notärzte (ein Rettungshubschrauber stand ebenfalls bereit) und annähernd 90 Rotkreuzsanitätern in Doppelteams mit 19 Rettungsfahrzeugen im Einsatz, um für alle Fälle an der Rennstrecke gerüstet zu sein.

Mit einem Rettungswagen, einem Mehrtagen-Krankenwagen und zwei Mannschaftstransportern starteten die 17 Einsatzkräfte unter der Leitung von Joachim Sieber (Hardheim) auf die rund 390 Kilometer lange Strecke nach Sachsen. Dort angekommen wurden sie gastfreundschaftlich aufgenommen. Für Freitagnachmittag wurde eine kleine Brauereibesichtigung organisiert. Am Abend begann man mit dem Aufbau des Medical-Centers, das einem Krankenhaus in nichts nachsteht. „Ärzte und Anästhesisten sind vor Ort und können jederzeit schnell handeln“, so Peter Winter (DRK Geithain), der als „oberste“ Rotkreuzler beim Rennen ist und seit Jahren den Kontakt mit dem DRK-Kreisverband Buchen hält. Unterkünfte und die Verpflegungsstation wurden ebenfalls aufgebaut und für den Einsatz vorbereitet. Am Samstag waren alle Streckenposten und das Zentrum beim ersten Lauf des Zeittrainings sowie der ersten drei Läufe ab 6 Uhr komplett besetzt. Für die Sanitäter rund um die Strecke war erst nach dem letzten Rennen am Sonntag kurz vor 18 Uhr „Schichtende“.

In insgesamt 13 nationalen Klassen und in zwei internationalen Wettbewerben des International Road Racing Championship (IRRC) kämpften diesmal 502 Fahrer aus 17 Nationen um Trophäen und Punkte. Schon zu DDR-Zeiten zog das Straßenrennen zahlreiche Besucher an. In 1960, als der erste Lauf gestartet wurde, galt das Motorradrennen für die Fahrer aus dem Westen als eine seltene Möglichkeit, einen Blick hinter die Kulissen des „Eisernen Vorhangs“ zu werfen. Für die Fahrer und Besucher der DDR waren wiederum die seinerzeitigen Kontakte mit „Wessis“ und einem internationalen Flair etwas Besonderes. Inzwischen ist das Teilnehmerfeld aus dem Osten recht überschaubar geworden. Aus vier östlichen Nachbarländern kamen 28 Starter, während allein die Franzosen mit 47, gefolgt von den Belgiern mit 29 Startern an den Start gingen. Waren in zwei dieser Rennen die deutschen Fahrer unter sich, sahen sie sich im 6. und 13. Rennen dagegen deutlich in der Minderheit.

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Natürlich „schoben“ die Rotkreuzler „keine ruhige Kugel“, denn es gab genügend Stürze und auch einen ernsten Unfall zu bewältigen, aber der Notarzt mit dem Rettungshubschrauber musste an beiden Tagen lediglich nur einmal eingreifen; im Vergleich zu den Vorjahren eine „Bagatelle“. Eigentlich eine absolute Seltenheit, denn bei Geschwindigkeiten von annähernd 300 Stundenkilometern kann sich der kleinste Fahrfehler oder jede Veränderung der Fahrbahnbeschaffenheit dramatisch auswirken. Glücklicherweise kamen keine Zuschauer zu Schaden.

So war die Arbeit der Rotkreuzler im „mittleren Bereich“. Das Team aus dem Kreisverband Buchen mit Beate Zich (Buchen), Bianca Klingert, Tim und Vera Stolzenberger (alle Hardheim), Benno Henn, Timo Häfner, Bernhard, Fabian und Joshua Streckert, Kim, Ronja und Wolfgang Weber (alle Höpfingen) sowie Robin Arns (Sennfeld/Eberbach), Michael Deckert (Götzingen/Buchen und Alexander Gehrig (Osterburken) an der Strecke oder im Medical-Center war mit ihren sächsischen Freunden gemischt bei der Arbeit. Max Götz (Hardheim) hingegen unterstütze als gelernter Koch die Verpflegungsgruppe des DRK-Kreisverbandes Geithain, die an beiden Tagen über 300 Personen versorgte. hs

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